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t 305 SIE PUBLIC ATION
DES
LITTERAHISCHEN VEREINS IN STUJTGAIIT
(TÜBINGEN),
(62sten Jahrgangs, 1914/1915, 4te publication),
enthaltend
TEKENZ' EMÜCHUS VON HANS NEIDHAKT.
Die mitglieder werden ersucht, von Teränderungeu ihres Wohnorts dem mit der Versendung der Schriften beauftragten kassier (herrn rechnungs- rat Rück in Tübingen) anzeige zu machen. Unkosten, die sonst aus irriger Versendung erwüchsen, könnte die vereinskasse nicht übernehmen.
Der sitz der verwaltang des litterarischen Vereins ist seit 1849 in
Tübingen.
Tübingen, 31. Mai 1915.
ui ^nn Fischer.
Statuten des litterarischen Vereins.
1. Der litterarische verein in Stuttgart zu herausgäbe älterer drucke und hand- schriften und ausschließlicher Verteilung derselben an die Vereinsmitglieder, gegrün- det 1839 unter dem Protektorate Seiner Majestät des Königs von Württemberg hat den zweck, die jährlich von den mitgliedern zu leistenden beitrage auf die heraus- gäbe wertvoller, sei es handschriftlicher, sei es älterer schon gedruckter, aber bereits aus dem buchhandel verschwundener und sehr selten gewordener werke zu verwenden, und zwar solcher, die dem germanischen oder romanischen Sprachgebiete angehören und ein allgemeineres Interesse darbieten wie vorzugsweise Schriften geschichtlichen oder poetischen Inhaltes.
2. Der eintritt in den verein erfolgt durch anmeldung bei dem Präsidenten oder einem andern mitgliede der Verwaltung.
3. Jedes mitglied hat zu anfang jedes Jahres einen beitrag von 20 mark zu entrichten und erhält dafür ein exemplar der im laufe des jahres von dem verein herausgegebenen werke. Mehrere actien berechtigen zu mehreren exemplaren. Sollte in einem jähre keine publication erscheinen, so gelten die einlagen zugleich für das folgende jähr. In diesem falle bilden zwei kalenderjahre ein verwaltungsjahr.
d. Wer für 1 actie 260 mark einzahlt, wird lebenslängliches mitglied und erhält von da an ohne weitere Jahresbeiträge 1 exemplar der Vereins Schriften, so lange er lebt. Eine lebenslängliche actie ist persönlich und kann nicht an andere abgegeben werden.
5. Alle beitrage müssen pränumeriert werden. Später einzahlende können bei der Verteilung der bücher nur soweit berücksichtigung erwarten, als der vorrat der exemplare reicht.
6. Der austritt aus dem vereine ist dem Präsidenten anzuzeigen. Erfolgt die anzeige nicht vor dem 1. Februar des neuen verwaltungsjahres, so kann der austritt erst mit dem folgenden geschehen und ist der beitrag für das laufende noch zu entrichten.
7. Die Zusendung der beitrage wird je im Januar durch posteinzahlung er- beten. Erfolgt die Zahlung nicht vor dem 1. Februar, so wird angenommen, dass der einzug durch postnachnahme gewünscht werde.
8. Bei Zusendung in papiergeld wird der etwaige überschuss dem übersender für den nächsten Jahrgang gutgeschrieben.
9. Auf besonderes verlangen sendet der kassier eine Quittung.
10. Die Zusendung der publicationen erfolgt im umkreise des deutschen reiches frei durch die post, und zwar unter eiazug des Jahresbeitrags mittels postnachnahme, wenn derselbe nicht schon voraus dem kassier übersendet worden ist. Auswärtige mitglieder werden ersucht, dem kassier den weg zu bezeichnen, auf dem sie die publicationen zu erhalten wünschen.
11. Die mitglieder werden ersucht, von Veränderungen ihres Wohnorts dem mit der Versendung der Schriften beauftragten kassier anzeige zu machen. Unkosten, die sonst aus irriger Versendung erwüchsen, könnte die vereinskasse nicht übernehmen.
12. Die Schriften des litterarischen Vereins werden nicht in den buchhandel ge- geben. Die zahl der veranstalteten abdrücke richtet sich nach der zahl der mitglieder.
13. Frühere publicationen werden jahrgangweise nur an neu eintretende mit- glieder gegen Vorausbezahlung von 20 mark für den Jahrgang abgegeben; diese- preis bleibt derselbe, auch wenn nicht mehr alle zu dem Jahrgang gehörige bände geliefert werden können.
14. Eine einzelne publication kostet 20 mark. Die zusenduag erfolgt portofrei aber nur gegen direkte frankierte vorauseinsendung des betrags.
15. Die geschäfte des litterarischen Vereins werden von einem Präsidenten und einem kassier geleitet. Der kassier legt einmal jährlich öffentlich rechnung ab.
16. Der präsident wird vom ausschusse bestellt und abberufen. Der Präsident bestellt und entlässt die beamten des Vereins.
17. Einer der ersten publicationen jedes Jahrgangs wird ein rechenschaftsbericht beigegeben.
18. Wünsche und vorschlage über abzudruckende Schriften sind an den Präsi- denten zu richten.
19. Über die wähl der abzudruckenden schriften entscheidet auf den antrag der Verwaltung ein ausschuss von 12 Vereinsmitgliedern.
20. Der ausschuss wird jährlich neu gewählt.
21. Jedes mitglied, das sich an der wähl beteiligen will, hat zu diesem zwecke vor dem 1, Januar einen Stimmzettel portofrei an den Präsidenten zu senden.
22. Der eintritt neugewählter mitglieder in den ausschuss unterliegt der bo- stätigung des Präsidenten und des ausschus&es.
DES
LITTERARISCHEN VEREINS
IN STUTTGART,
CCLXY.
TUBINGEN.
SEDEUOKT AUF KOSTEN DES LITTERABISCHEN VBRBINS.
1915.
TrzwS
PROTECTOR DES LITTERARISCHEN VEREINS IN STUTTGART SEINE MAJESTÄT DER KÖNIG.
*
VERWALTUNG:
Präsident: Dr. H. Fischer, professor an der Universität Tübingen.
Kassier: Rechnungsrat Rück in Tübingen.
*
GESELLSCHAFTSAUSSCHUSS :
Dr. Bohnen berger, professor in Tübingen.
Dr. Bolte, professor in Berlin.
Dr. Haas, professor in Tübingen.
Dr. Hartmann, oherstudienrat in Stuttgart.
Dr. G. Meyer von Knonau, professor an der Universität Zürich,
Dr. H. Paul, professor an der Universität München.
Dr. Sievers, professor an der Universität Leipzig.
Dr. Steinmeyer, professor an der Universität Erlangen.
Dr. Strauch, professor an der Universität Halle.
Dr. Vollmöller, professor in Dresden.
Dr. Voretzsch, professor an der Universität Halle a. S.
DER
EUNUCHUS
DES
TERENZ
ÜEBERSETZT VON HANS NEIDHART
1486.
HERAUSGEGEBEN
VON
HERMANN FISCHER.
fr
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«EDKUCKT FÜR DEN LITTERARISCHEN VEREIN IN STUTTGART TÜBINGEN 1915.
ALLE EECHTE VORBEHALTEN.
DRUCK VON H. LAUPP JR IN TÜBINGEN,
Einleitung.
üeber das werk, dessen neudruck hier gegeben wird, bat zuerst 1893 Hermann Wunderlich gehandelt in den „Studien zur Litteraturgeschichte, Michael Bernays gewidmet", S. 201 — 216: „Der erste deutsche Terenz". Er plante da- mals den neudruck für unsern verein, hat dann aber, mit meinem einverständnis, ihn für Sauers „Bibliothek älterer deutscher Uebersetzungen" bestimmt. Nachdem dieser plan nicht zu stände gekommen, habe ich es mit Wunderlichs Zu- stimmung übernommen, den alten plan ins werk zu setzen. Anlaß dazu gab eine abschrift, die mein schüler cand. phil. Karl Flad von dem Stuttgarter exemplar genommen und mir zur Verfügung gestellt hat. Ich habe das Stuttgarter und das Göttinger exemplar hier in Tübingen vergleichen dürfen und sage den beiden bibliotheken dafür geziemenden dank. Wenn in meinem abdruck eine mehrzahl von freilich zumeist unbe- deutenden fehlem stehen geblieben ist, so bitte ich es zu entschuldigen; eine erneute collationierung unter günstigeren umständen hat es mir möglich gemacht, das Verzeichnis von drackfehlern und kleinen ergänzungen des kritischen apparats am Schlüsse dieser einleitung zu geben.
Der erste deutsche Terenz-übersetzer, von dem wir wis- sen, ist kein ganz unbekannter *. Die Neidhart sind ein altes Ulmer geschlecht, von dem Felix Fabri De civitate Ulmensi**
* Das folgende, wo nicht anders angegeben, zumeist nach Wunder- lichs aufsatz.
** Publication 186 des Litterarischen Vereins.
— VI —
s. 93 ff., redet. Unser Hans Neidhart war ein angesehener mann; 1478 und 1489 muß er bürgermeister gewesen sein, wird auch mehrmals als richter und rat genannt. Ulm stand damals auf der höhe seiner bltite und war noch nicht durch Augsburg an die zweite stelle unter den schwäbischen reichs- städten gedrängt; für das Wahrzeichen jener blute, das münster, hat damals Matthäus Böblinger den plan zur Vollendung des turms entworfen, der vierhundert jähre später Wirklichkeit geworden ist. Auch der humanismus war in Ulm wie in audern schwäbischen städten gepflegt*; einer seiner haupt- vertreter in der deutschen litteratur, Heinrich Steinböwel, hat 1450 bis 1477 oder 1478 dort gelebt. Neidharts anteil an der neuen bildung wird durch Fabri bezeugt; er nennt ihn ,secularem quidem et sine gradu scholaris eminentiae, sed lit- teratum historiographum , oratorum et poetarum volumina revolventem, bucolica et comoedias . . . legentem'**. Daß er die Terenz-übersetzung veranstaltet hat, bezeugt ihre schluß- bemerkung : ,Dise Comedia hat Hans Nythart zu Ulm lassen trucken' usw. ; daß er etwa die Übersetzung durch einen andern hätte anfertigen lassen, ist nicht bekannt, also auch bis auf weiteres nicht anzunehmen ***.
Wie er dabei verfahren ist, darüber sind genauere Unter- suchungen abzuwarten; an diesem orte will ich nur das nö- tigste geben. Er hat von den sechs comödien des Terenz nur den Eunuchus, eine der von anfang an geschätztesten, ausge- wählt. Ob er eine handscbrift des Terenz oder einen der seit 1472 vorhandenen drucke benutzt hat, kann vielleicht, aber nur vielleicht, eine genauere Untersuchung ergeben f. Dem
* Paal Joachimsohn, Frühhumanismus in Schwaben, Württ. Vier- teljahrshefte, Neue Folge 5, 63 ff. 257 ff.
** Civ. Ulm. 95.
*** Wunderlich 204 f. Die Urheber des Straßburger Terenz von 1499 wollen wissen, man habe dem N. dieses werk „übel angelegt". Wenn Wunderlich daraus schließen will, sie hätten ihre notiz über N. als Übersetzer nicht bloß aus der Schlußangabe gezogen, so halte ich diesen Schluß nicht für bündig. Aber ohne beweis des gegenteils wird N. füglich als Übersetzer gelten müssen.
t Ich habe verglichen: den wenig späteren Venezianer druck per
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text getien mehrere einleitungen voraus, die teils auf lateini- scher vorläge beruhen (unten s. 5 f. 9 — 11), teils selbständig sind. Der metrische prolog ist weggelassen. Der text des Stücks ist in prosa wiedergegeben. Manche unarten damaliger Übersetzer gelten von ihm nicht. Neidhart strebt nicht, wie Niclas von Wyle programmatisch tut, eine latinisierende dic- tion als vermeintliche Verbesserung des deutschen stils an ; seine fehler sind mehr negativer als positiver art. Unter dem text steht, mit ausnähme weniger selten, die „glosse", die gegen den schluß hin recht mager wird, um ganz zuletzt wieder etwas voller zu werden; von vornherein übertrifft sie den text an umfang nicht wenig. Sie ist den sog. Donat- scholien entnommen, die in den alten ausgaben (,Terentius cum Donato') mit abgedruckt sind. Dabei ist aber sehr frei verfahren. Ganz wörtlich ist nur weniges aus den schollen übersetzt, manches recht frei, auch wohl mißverständlich ; nicht weniges ist ausgelassen, so besonders fast alle citate aus andern antiken dichtem ; anderes selbständig hinzu getan, besonders wo antikes in der sache oder im ausdruck mit sol- chem aus der eigenen zeit und dem eigenen land zu vergleichen war. Die ganze haltung ist weit mehr populär, nicht wie die alten scholien auf philologische leser berechnet; dem ver- danken wir besonders auch eine anzahl sehr willkommener proverbieller Wendungen udgl., z. t. gereimter. Die spräche verrät sich leicht als gut schwäbisch*.
Mein glossar am Schluß des bandes wird von diesen dingen einen kleinen begriff zu geben suchen.
Philippum Pinzium Mantuanum 1493 und die ausgäbe von Stallbaum, vol. 2, 1830. Die lateinischen originale für die im glossar meines neu- drucks zusammengestellten deutschen ausdrücke sind da eingesetzt, wo mir der Wortlaut von Neidharts original sicher schien.
* Das schwäbische Wörterbuch des alten Schmid hat den druck etliche male benutzt; ich freue mich, in dem meinigen das von jetzt an mehr tun zu können. Ob es (Wunderlich 215 f.) möglich sein wird, die spräche zeitlich genauer festzulegen, muß ich vorerst dahin stellen; wir sind so weit noch nicht, und ob wir es einmal sein werden, weiß ich nicht. Daher kann ich auch darüber , ob die Übersetzung nach 1470 oder nach 1480 entstanden ist, nichts vermuten.
VIII —
Ueber das fortleben des werks ist nur bekannt , daß die Straßburger Übersetzer des ganzen Terenz 1499 Neidharts text fast unverändert aufgenommen haben*.
Der drucker, Conrad Dinckmüt **, hat viel auf die aus- gäbe verwandt, die man die beste leistung seiner officin nennen kann. Er begnügt sich nicht mit stattlichem format und großen lettern, sondern fügt zu anfang der einzelnen scenen nicht weniger als 28 holzschnitte mit darstellungen aus dem stück ein. Ob ihr kunst wert groß ist , weiß ich nicht ; die architekturen, die mit der kleidertracht zusammen ein interes- santes Zeitbild geben, sind schematisch angedeutet, die fenster, falls nicht eine person darin liegt, nur durch starke senk- rechte linien. Aber keiner der holzschnitte ist dem andern gleich , auch die architektur, fast immer straßenbilder, ist auf jedem blatt wieder anders***. Ueber der haustür des bildes fol. 45 v° (unten s. 108) ist ein wappen, das ich nicht habe bestimmen können. Das der Neidhart ist es nicht.
Der band besteht aus 15 lagen von ungleich vielen dop- pelblättern. Die lagen a, b, d, e, g, h, n haben 4 doppel- blätter mit signatur i bis iiij, die lagen c, f, i, k, 1, m, o, p 3 mit Signatur i bis iij ; von a fehlt im Stuttgarter exemplar das leere erste blatt, von p im Göttinger die leeren blätter 5 und 6, im Stuttgarter das blatt 6. Der text (einschl. glosse und holzschnitte) steht auf b 1 ff. und ist, außer der signatur der lagen und wohl wegen deren Ungleichheit, auch noch
* WunderUch 205.
** Ueber ihn Hassler, Die Buchdrucker-Greschicbte Ulms, 119 ff.
*** Muther, Die deutsche Bücherillustration 1, 46 führt die holz- schnitte an, ohne einen verfertiger zu nennen; nur gibt er fälschlich 30 statt 28 bilder an, und seinem lob wäre entgegenzusetzen, daß das größenverhältnis zwischen der architektur und den figuren keineswegs realistisch getreu ist, auch die bewegungen der letzteren öfters recht conventionell ausgefallen sind. Vgl. Paul Kristeller, Kupferstich und Holzschnitt in vier Jahrhunderten, 2. Aufl. 1911, S. 41 f.
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foliiert. Die läge a ist, wie die (unten 9 — 11) angegebenen fol. für den beginn der einzelnen akte zeigen, erst nach den andern gedruckt; es hat auch den anschein, als ob der satz dieser ersten läge etwas künstlich weit auseinander gezogen sei, um gleich zu anfang einen ganzen quaternio zu geben, wobei doch noch das erste blatt und die letzte seite leer ge- blieben sind. Die Ungleichheit der lagen, auch des weiteren und engeren drucks, hängt gewiß damit zusammen, daß mehrere setzer neben einander gesetzt haben : läge g fängt mit dem text von act 3, scene 3 an (bild vorher) ; ebenso i mit dem von 4, 4; m mit dem von 5, 2 ; k mit dem bild vor 4, 6; n mit dem vor 5, 4 ; o mit dem vor 5, 8 ; p mit dem vor 5, 11. Custoden sind nicht vorhanden.
Format und druck sind opulent: blatthöhe 290, breite 200 mm ; bedruckter räum, wo ganz herüber gedruckt ist (s. u.), 119 — 120 breit, sonst 122 — 125. Wo eine seite, wie zumeist, text und glosse enthält, steht der text links von oben an (nicht immer ganz gleich) in einer breite von 72 , daneben rechts die glosse in einer von 44 mm ; geht, was meistens der fall ist, die glosse über den text herunter, so ist sie unterhalb desselben in der ganzen breite von 122 — 125 mm durch ge- druckt. Ganz herüber gedruckt sind läge a und die inhalts- angaben über den bildern. Die Schlußangabe (unten 203) steht in der mitte der breite. Bildbreite 123 mm , Bildhöhe 189 — 195, beides einschließlich des schmalen rahmens. Die höhe des bedruckten raumes wechselt sehr. Wo, wie beson- ders gegen das ende, die Seiten sehr wenig voll sind, ist der text mit größerem, oft recht beträchtlichem durchschuß ge- druckt.
Der text und die anfangsbemerkung aij r^ (unten 3) haben eine schöne rundliche schrift von 3 72 mm der kleinen, 6 der überhöhten lettern; alles andere eine ähnliche von 2 und 4 mm höhe.
Weniger zu rühmen ist die Sorgfalt des druckes. Nicht nur sind die phonetischen zeichen, s. u., im text nicht ganz dieselben wie sonst, so daß dort offenbar die anschafiung ge- wisser lettern gescheut wurde ; es kommen auch mehrere
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formen derselben raajuskeln vor *. Es fehlt nicht an druck- fehlern und verkehrten lettern.
Außer den lettern sind verwandt : § vor den lemmata der glosse; an interpunktionen punkt, komma (/, von mir „," ge- geben), fragezeichen, parenthese. Die parenthese ist selten, aber richtig verwendet ; das fragezeichen oft, aber auch falsch gesetzt und oft durch punkt ersetzt. Zwischen punkt und komma läßt sich gar kein konsequenter unterschied finden ; ebenso zwischen setzung und nichtsetzung des punkts; trotz der erläuterung in den Vorbemerkungen (unten s. 14). Das oberste gesetz für den setzer war, wie in den alten drucken so oft, nur die füllung der zeile ; so ist das absetzungszeichen zwar nie falsch gesetzt, aber in gleichen fällen bald gesetzt bald weggelassen. Absetzungen wie sch|ickt (unten s. 79), kne|cht (91) sind häufig.
Orthographie : ü und u sind in der glosse geschieden, im text nur u. Ebenso scheinen ü und ü geschieden zu sein, aber oft ist die lesung unsicher. Im anlaut v (text U), In- halt u = u und = V (f); statt j immer i. Abkürzungen die gewöhnlichen : ' = er ; e = en, em, ä = an, am usw. ; vm ^umb (auch darüb), vn = und, ftim = ftimm usw. ; dz = das (aus- gedruckt nur das), wz = was; lateinisch: 2C (ac, 2C|) etcetera, I = is (unten s. 68).
Der alte druck scheint selten. Goedeke ^ 1 , 444 kennt ihn in Berlin, Göttingen, Hannover, ich auch in der Stutt- garter landesbibliothek. Ich habe das Stuttgarter und das Göttinger exemplar verglichen; Stuttgart im fach der incu- nabeln, Hain 15436 : im wesentlichen recht gut erhalten. Originalband mit neuem rücken; Göttingen 4. Auct. lat. I, 4 202 : vielfach wurmstichig, wohl deshalb in modernem ein- band. Die beiden exemplare stimmen ganz genau überein; mitunter sind im Gott, buchstaben nicht gekommen, die im Stuttg. deutlich oder doch sicher sind, umgekehrt nur einmal (unten s. 138).
* So T, was in einer form an C erinnern kann, wo freilicli immer sicher T gemeint ist; ebenso mehrere G, eins mit B zu verwechseln.
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In meinem neudruck habe ich Seitengleichheit mit dem original beobachtet. Die glosse ist immer erst unter den text gestellt; von wo an sie im original untergesetzt ist, ist durch I bezeichnet. Garmond gibt die größere, petit die kleinere Schrift wieder ; größere Schriften hätten mehrmals den rahmen einer seite gesprengt. Da die alinea (meist in der glosse) im original sehr willkürlich, oft gar nicht sicher als beabsich- tigt zu erkennen sind, so habe ich sie unberücksichtigt ge- lassen. Wo dagegen ein teil der glosse erst nach kleinerem oder größerem Zwischenraum folgt, ist das im abdruck ange- deutet.
Die u und v, i und j habe ich dem lautwert nach gesetzt. Die abkürzungen sind aufgelöst. Das war zu allermeist mit voller Sicherheit möglich. Wo zweifelhaft, habe ich zwar aufgelöst, aber in anmerkung gegeben, was der druck hat. Zwischen widergabe eines sicher falschen wortes und ein- setzung der vermutlichen richtigen form, beides nebst angäbe in anmerkung, war öfters nicht leicht zu entscheiden; Un- gleichheiten mögen mir da passiert sein. Aber ich habe wohl im apparat alles gegeben, was nötig war; wo ich dessen an- fangs zu wenig getan hatte, habe ich es in dem Verzeichnis auf s. XII nachgetragen. Die Interpunktion, so mangelhaft und willkürlich sie ist, habe ich beibehalten, da besonders in der glosse eine ganz gesicherte oft nicht möglich schien.
Tübingen, April 1915.
Hermann Fischer.
XII
Berichtigungen und nachtrage.
(In Seitenzahlen dieses neudrucks ; gl. = Zeilenzahl der glosse.) 3, 5 aigenschafFt 5, 12 zeit 7 anm. statcs 19 gl. 5 zweif-
Inng 19 gl. 15 ainem 20, 9 unfinnen. 21, 1 geftillen, 21, 7 minfte klaine 21 gl. 2 v. n. hagel (ohne punkt) 25 gl. 1 Als] s
verkehrt 25 gl. 7 verfwigen 25 gl. 15 waiß das 26 gl. 5 ver- dient 27 gl. 5 kauffhuß. 28 gl. 5 ich dich 29, 3 f. dem saitten- fpil 29, 5 fie 30 gl. 11 etc 30 gl. 17 fie 30 gl. 20 gauch.
31,4 nit? Phe. 31 gl. 4 gefchlachts 31 gl. 9 züge 31 gl. le fo lang 34 gl. 1 u. 7 zewegen 34 gl. 17 darumb 37 gl. 9 Dise.
40, 12 gab. 45, 1 het. 46 gl. 5 zeneren 46 gl. 7 rat. Das 47, 9 fprach 48, 7 kaufft 48 gl. 12 tünd 49 gl. 3 v. u. ariftoteles *
epicurns 50,5 umb treiben 51 gl. 8 etc. 51 gl. 11 wirt. ie mer wirt 57 gl. 5 unerkante 57 gl. 2 v. u. Trincken 60 gl. 6 dreierlai 62 gl. 7 V. u. fürfich 63 gl. 2 vö 63 gl. 13 die 63 gl. u hinweg 65 gl. 7 f. fchnoder. 68 gl. 7 de allen 73 gl. 8 v. u. aine 76 gl. 5 V. u. fiaidig 77, 2 meren 78 gl. 14 feiner weißhait 78 gl. 1 v. u. finn 80 über dem text auf besonderer linie: Thais 81 gl. 6 hoflicher 83 gl. 20 Thaidi] 2tes i verkehrt 84 gl. 4 lunder 84 gl. 6 v. u. ab legt 87, 10 fleiflich 89 gl. 2 v. u. feins 90, 8 frage 90 gl. 3 v. u. frage 91,7 wider kommeft. 92 gl. 6 wil 96,3 mennfch 97 gl. 5 wann vor | alten 98, 5 du 101, 7 gefchenkt 101, 9 junhkfrawen 101 gl. 2 frage 103 gl. 2 dar von 105, 6 befchiht 106 gl. 3 jung- ling 109 gl. 10 f. iederman 109 gl. 17 doch HO gl. 12 als ob in Thais 110 gl. 16 gezogne 111, 2 auß Thais hauß 112 gl. g v. u. Hunhun 115 g1. 4 v. u. wiewol 117 gl. 4 v. u. ab irer 118, 3 ge- thon 118 gl. vcrfchniten 122, 10 kainn 123, 4 feheft 124 gl. 1 das fi recht habe das 125 gl. 4 grivig 125 gl. 4 v. u. flütiger
132 gl. 1 deß korns 132 gl. 2 deß weinß. 133, 3 volck 134 gl. 6 V. u. wann 134, 4 v. u. hat. 185 gl. 6 f i 136 gl. 7 v. u. kunt-
zaichen 136 gl. 6 v. u. fie 138 gl. 3 Merk 141 gl. 6 v. u. ift ain klains 141 gl. 1 v. u. fürtüch. 142, 1 tregftu 142 gl. 6 ein ge-
flochten 143 gl. 2 deß riters 144, 3 thais. 144 gl. 7 v. u. frageftu du waift 145, 7 übelredeft 146, 4 fein 148, 2 fi 152, 3 fein
152 gl. 1 reden. 155 gl. 3 fiarach (ftatt -p umgekehrtes i und e)
156, 3 gaffen 157, 7 fliehen 158, 10 bedunkt 164 gl. 4 v. u. wann fie 168, 4 wider-|auß 175, 7 ainn 176, 10 kommen 179, 5
parmeno. 179 gl. 4 f. zübetrübnuß 180 gl. 1 znng . . . erfchrocken 181 gl. 9 allt 182 gl. 1 anders 186 gl. 2 v. u. wes 188, 8 der
188 gl. 1 vnaddelft. 191 gl. 8 wolt 191 gl. i4 volk 192 gl. 3
Ritter 192 gl. 4 thet
[a j lesr]
T e r e n z.
ijv^ Hernach volget ain Maifterliche und Avolgefetzte Comedia
zelefen und zehoren lüftig und kurtzwylig. Die der Hoch ge- lert und groß Maifter und Poet Therencius gar fubtill, mit groffer kunnft und hochem fljß gefetzt hat. Darinn man lernet die gemüet, aigenfchaft und fitten der menfchen des gemainen volcks erkennen Darumb ain jeder fo durchlefen oder hören deß wiffen empfachet. fich defterbas vor aller be- trügnuß der bofen menfchen mag hütten und wiffen zebewaren.
Argumentum.
Das ift ain entdeckung. oder lautere erklarung in der vorred ainer yeden Comedi. wie man die verftan foll und mag. Und vacht da» argument difer Comedi allfo an.
— 4 —
§ Ain bülerin fchloß auß den Jüngling in deß wechffel liebe fi gehalten was. Und im wider rüfften. fagt fi urfachh deß aoß schlief- fens. Sein junger brüder ward in liebe der Jungkfrauwen. die ain Ritter der bülerin het zu haus gefendet. entzündet, die er auch für ainen hemling in der bülerin hauß gefürt, fchwechet. Da die ding offenbar wurden, und der bülerin die fchmachait wee thet. ward fi mit dem selben Jüngling verfonet. Und durch beikomen irs brüders. nam er fi erkannte burgerin von Athenis zeweib. Und der Ritter ward genomen in ainen tail der bülerin liebe und verfpottet.
Argumentum
§ Es ift zemercken ain ander argument das noch lüttrer und verftent- licher ist.
§ Und als in ainer yeden Comedi gewonlich ain Prologus gefetzt, allfo wirt in difer Comedi das argument für ainen prologum zu noch aigentlicher erklerung beschriben. darinn man den grund difer Comedi findet.
§ Es mag auch das buch dar durch von afang bis zu end defterbas verftanden werden.
— 5 —
Ain Edle Jangkfraw mit namen Pamphilia aus Athenis geraubet ward gen Rodis gefürt, allda von den raubern verkauift. und ge- fchenckt ainer bulerin von irem liebhaber. Die felb ertzocb fi mit irer aignen tocbter genannt Thais, in aller weiß als ob fi derfelben fchwefter were. bis auff die manbern iar. Da verließ Thais ir mutter zu Rodis, und ward von irem bülen gen Athenis gefürt, der allda in kürtz geftorben ift. Und ward Thais alles von ihm verl äffen gütz nach feinem tod erb gefetzt. Zehand ward fie über lieb gehebt von ainem Ritter gehaiffen Trafo, der in kürtz darnach gen Rodis kam Und ungef'arlich die felben Pamphiliam fach an offnem marckt zu failem kauft' gestellet sein, von den erben der mutter Thaidis die auff die Celben Zeit geftorben was. Allfo thet Ritter Trafo die felben Pamphi- liam von fchone der geftalt und irer kunft wegen die fi kund auf der harpffen, unwiffend fiift aller ding wer fie was. kauffen. zefchencken feinem bülen Thaidi. Aber als er wider gen Athenis komender. fände ainen mitbauwer feines wyers. nämlich Phedria ainen fun ains Edeln Burgers dafelbs der hießLaches. den die Thais in abwefen des Ritters gehaimfet und angenomen hett. Aber der Ritter überfreüntlich ver- fonung befeftiget fein gemüet. das er ir die Jangkfrawen Pamphiliam vor nit fchencken wolte. bis das fi den züknecht von ir vertrib. wie wol nun Thais Phedriam lieb hett. doch als fi Pamphiliam erkannt, umb befunder begird fi iren freunden zu Athenis. dannen fi ver- ftolen. und das fi von kinds wefen ir fchwefter gehaiffen. und allfo ertzogen ward, wider zegeben. fchlos fi von ir Phedriam. davon Phedria am erften erizürnet. Aber als er die urfach feins aus fchlifens vernam von Thaidi. ward fein zorn gelindert. Allfo. das er mit willen dem Ritter wychen. und in fein dorff zwen tag ziehen wolt. doch das er von feinem mitnager von gab wegen aus gemainem wyer nit gar vertriben wurde, ließ er kauffen ain diern von Morenland. und ainen verfchnitnen knecht die man da zemal hieß hemling. und gebot feinem knecht genannt Parmeno abfchaident das er die zwai menfchen der
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Thais (umb fein zu gedencken) haim füret. Aber ainer mit namen Cherea des Phedrie brüder ain junger fprüßling als er Pamphiliam des- Ritter * gab erft anfache, ward in irer liebe fo inbrünftigklich ent- zündet, das er von dem knecht Parmeno wolt in geftalt deß ver- fchniten knechts gefürt, und Thaidi gefchenckt werden, umb das er mit vnd bei der Jungkfrauwen wefen vnd wonen mochte. Aus der ur- lach ward fi gewaltigklich von im gefchwechet. Und darnach zehand ain Edle Bürgerin von Athenis erfunden, und dem benannten Cherea zu ainem weib gegeben. Und wurden Phedria und der ergeüdig Ritter durch ainen knecht den groften zütüttler genannt Gnato verainet. Allfo wie off't ir yedem not were. das er on des andern mißfallen oder yffern feinen getzeüg in gemainem weier fencken mochte.
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§ So nun diß buch im anfang ain Comedia genannt wirt fo ift gar ain groffe notturfFt das man wiß und verftan müge was Comedia zeteütfch gefprochen feie. Wie fi auch getailt und aus gelegt werde
§ Darumb fo wirt das aigentlich und mit gutem fleiß erftlich erklärt was Comedia zeteütfch feie. Und nachfolgend wie fi getailt und aus gelegt werde.
§ Comedia ift ain gedieht aus mengerlai das gemüt und anfechtung mitler perfon inhaltende. Dar aus man lernet was gut ift züge- brauchen und das boß zemeiden. Und fpricht Cicero das Comedia menfchlichs wefens ain fpiegel feie, und ain pildung der warhait. Und wirt Comedia darvon gehaiffen das fi offenlich vor allem volck des mitlen ftates* oder wefens verkündt ward. Wann Camos bedeüt die wonung deffelben volcks. es feien Stet marckt oder dorffer. wann Comedia der nam ift genomen aus den kriechifchen worttern camos und oda. das ift gefang oder gedieht von den mitlen perfonen. Es kan noch mag fi auch nimand recht noch wol verfton er künde dann fein geberd und ftimm auff hoch und nider fittlich und fchnell nach wegung des gemüts verkern. Darumb es billich Comedia wirt ge- haiffen.
iVI
stases] sie
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§ Es ift zemercken das ain yetlich Comedi mag underfchaidenlich aiii getailt werden, in vier tail. Und wie ain yeder tail genennt wirt.
§ Der erft tail ift ain vorred. Und wird genennt Methaplafmus.
§ Der ander tail ift ain anfang und ain zettel der nachgenden materien. Und macht das volck begirig das nachfolgend zehoren. und wirt genannt Prothefis.
§ Der dritt tail ift ain merung der materien und betrübnuß aller per- fönen, fo dar ein getzogen werden. Und wirt genannt Epenthesis.
§ Der vierd tail ift ain verkorung aller betrübnuß zu frolichem auß- gang. darinn die gantz Comedi wirt geleütert. Und ift genannt Para- goge.
§ Furo ift dife Comedi in latin Enuchus (daz ift in teütfch hemling) genannt. Umb das ain Jüngling fich in weife ains verfchnittnen knechts ainer bülerin fchencl^en lieffe.
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§ Mer ift zemercken das~ ain yetlicli Coniedia wirt in fünff under- fchaid oder gefchichten getailet.
§ Aber dife Comedi hat Therencius von mengerlai fchoner leren, klüghait und fprüchh wegen aUfo vermifcht das die (als die andern) nit mag so lauter, doch fo werden die fünff underfchaid und ge- fchichten difer Comedi allfo getailt wie hernach volget.
§ Die erft gefchicht vacht an dem .j. blat an. Was thun ich nun'^ etc. Darinn wirt Phedria von Thaidi aus gefehloffen der fein vngefell erklagt, erftlich mit im felber. darnach gegen Parmenoni. Zeletst m gegenwürtigkait Thaidis. Doch fo wirt er von ir allfo er- waicht vnd gefünet. das er fich gütlich verwilligt zwen tag von ir in fein dorft zereiten. und dem ritter die zeit den beffern tail an ir zel äffen.
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§ Die ander gefchicht vacht an dem .xj. blat an. Tu allfo als ich dich gehaiffen hon etc. Und halt in ir das abfchaiden Phedrie. und empfelchnuß Parmenoni die diernen und den verfchnitnen knecht (der mit namen hieß Dorus) Thaidi haim zefüren. Und mer den zü- tüttler Gnatonem redenden mit im felbs. als er die Jungkfrauwen Pamphiliam von dem ritter Trafo Thaidi wolt fchencken. über das wie Cherea die Jungkfrauwen erfach. und mit Parmenoni zerat ward. das er in geftalt deß verfchnitnen Thaidi gefchenckt. und dar durch der Jungkfrauwen zu gefüget wurde.
§ Die drit gefchicht vacht am .xxvij. blat an. Freilich Thais fagt mir groffen danck etc. Und weifet des ritters wefen. und des zütüttlers fchimpflich fpott wort gegen im. Und mer wie der ritter die thais zu dem nachtmal komen ließ. Auch wie cherea in gestalt des verfchnitnen. mit der diernen von Morenland thaidi von parmenone zu gefürt, und in namen feines herren Phedrie ward gefchenckt. Fürbas wie der Jungkfrauwen brüder Cremes redt mit thaidi in des ritters hanß. Mer wie cherea nach dem fchwechen der Jungkfrauwen mit feinem gefellen Antiphoni redet, wie er fi mit liften überkommen bette.
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§ Die vierd gefchicht vacht an dem . xlvj . blat an. Al\fo haben mich die gott wol lieb etc. Und wirt ain magt genannt Dorias dar ein getzogen wie fi von dem ritter, thaide. und der Jungkfrauwen redet, wie Phedria widerumb keret von dem dorff. und nit mocbt auß beleiben. Wie ain andere magt hieß pithias phedrie klaget das die pamphilia von feinem verfchnittnen (den fein knecht parmeno ge- fchenckt het) gefchwechet were. Wie der Jungkfrauwen brüder Cre- mes ertzürnet ward. Wie thais ungeftümglich wider den ritter. und
er wider fi reden wurden, wie fich der ritter mit etlichen feinen
knechten nämlich Sa nga. Simalio. Siriftus. Dorax. zefechten ruftet und
fpotlich abließ.
§ Die fünfft gefchicht vacht an dem . Ixvij . blat an. 0 du bofs- hafi'tige etc. Und hat inn thais klag der gefchwechten Junkfrawen mit pitliia. darnach mit cherea. Und wie cremes der Jungkfrauwen brüder mit der fogamen genannt fophronia. die fi gefogt het dar zu käme. Auch wie parmeno durch pithiam liftiglich durch trübet. Und wie der alt Laches phedrie und cheree vatter von parmenone dar zu berüfft. und durch in die hochtzeit beftetiget ward. Und zeletft wie der ritter durch den zütüttler von phedria begnadet ward das er in ließ mit würken in feinem wyer. Das doch nit on ritter fchoblins groffen koften mocht gefchechen.
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- 12 - (
§ Fürbas ward geraerckt wie vil perfonen in difer Comedi einge- [avjji zogen, und wie fi mit namen genennt werden.
§ Auch wie man verftan l'oll welche perfon in ainer yeden ge- fchicht rede. Es feie das ir lützel oder vil darinn mit ainander reden. Oder es rede ain perfon mit ir felb.
§ In difer Comedi werdent eingetzogen neüntzehen perfonen..
§ Ein Erber Edler tagter Burger zu Athenis mit namen Laches. Und zwen feiner fün junger gefeilen. Die mit bü'fchafft umb giengen. Nämlich Phedria und Cherea. Auch ain knecht genannt Parmeno der den zwaien jungen gefellen zu irem gewerb dienete.
§ Mer ain Ergeüdiger bülender torochter Ritter mit namen Trafo. Und fünff feiner knecht. Nämlich Gnato der zütüttler. Sanga der koch. Simalio. Siriftus. und Dorax feine diener.
§ Mer ain liftige vilwiffende bülerin mit namen Thais, mit zwaien megten. Nämlich Pithias und Dorias. Auch ainer harpffenfpllerin genannt Pamphilia. Die ir der ritter Trafo fchencket. Und ain diern aus Morenland mit ainem verfchnitnen knecht der hieß Dorus die ir der Phedria fchencket*.
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§ Mer ain Jüngling der Pamphilia brüder ain Edler burger zu Athenia mit namen Cremes.
§ Mer ain Athenifcher Jüngling ain bülgefell Cheree. genannt Antipho.
§ Mer ain alt weib die zu Athenis Pamphiliam gefogt hett. mit namen Sophronia.
§ Und weliche perfon in difer Comedi reden würdet, der felben perfon namen wirt mit zwai oder dreien der eiften büchftaben von kürtze wegen deß worttes. der felben rede für gefetzt.
§ Ällfo wenn Ladies redt fo wirtt gefetzt La.
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Phedria |
Phe. |
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Cherea |
Che. |
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Parmeno |
Par. |
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Trafo |
Tra. |
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Gnato |
Gna. |
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Sanga |
San. |
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Thais |
Tha. |
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Pithias* |
Pith |
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Dorias |
Dori. |
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Dorus |
Dor. |
|
Cremes |
Cre. |
|
Antipho |
An. |
|
Sophronia |
So. |
Allfo mag man fich darnach in difem buch zerichten wiffen.
8 verkehrt
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8 Du vindeft auch ain yede perfon in ainer jeden figur. wa fi m [aij]^, difem buch gebraucht wirt. glych ain mal als das annder. Und j
an ainem end als an dem anndern. mit gewand und geftalt. da mit ain yede perfon underfchaidenlich aus den anndern erkennt mag werden.
& Dife Comedi wirt auch mit virgeln und punckten underfchaiden- lich nach fitt ^nd gewonhait der Poetry oder Poetifchen gedieht ge- fchriben.
§ Darumb ift zemercken auff viererlei virgel und punckten. Auff dife form/* .? ( )
§ Die erft virgel allso ftende /* bedeütunderfchaid ainer red oder oratz on volkomenhait des gantzen finns.
§ Der ander punckt allfo gefetzt, bedeüt volkomen befchlieffung der felben red oder oratz.
§ Der dritt punckt allfo ftende? bedeüt das fo darvor gefetzt ift in fragweis verftanden werden foU.
S Zum vierden die zwen krummen ftrich allfo ftende ( ) bedeuten äas fo darvor und darnach ftat. gelefen werden mag. on ver etzung volkomes ** finnß. und das fo zwifchen den zwaien ftnchen gefetzt ift mag dannocht auch hin zu (als ain zwifchen fetzung) gelefen werden. Und wirt genennt Interpofitio oder Parenthefis.
* ./« ist. soweit überhaupt vorkommend, in diesem abdruck durch ersetzt, so auch schon oben.
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§ Es ift auch fürnemlich zemercken wellicli text in difer Comeda ain gloß und apparat hat. das dann die felben wort des textes in der gloß zenechft by dem Paragrapho anfenglich gefetzt werden. Und dann darnach die gloß über den felben text biß ain anderer Paragra- phus kunibt. So vindeftu andere wort deß textes. und dann aber die gloß darüber. Und allfo für und für.
§ Die wyl nun das wort Paragraphus genennt wirt. So ift nott das man wiß und erkennen müg. wie in difem buch Paragraphus* in der Gloß werdt gefetzt. Der ftat allfo §
§ Du vindeft an ainem jeden blat text und gloß Auff der gling- ken fytten den text in der groffern gefchrifft. Und auff der gerechten fytten die gloß in der klainern gefchrifft.
§ Und an ainem yedem blat vindeft du der gloß weder minder noch mer. dann fo vil als dem text an dem felben blat zu gehört.
Sequitur principium. Quid igitur faciam ? Hernach volgt der anfang. Was tun ich nun?
* Paragraphus!
[a V iij \^ leer]
[bj yo leer]
Teren;
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Der erft tail deß erften underfchaids. Redt der Jüngling und der [b knecht mit einander. Und Thais gat uß dem huß.
Bild:
Straße. Vorn links Phedria^ von recMs Parmeno. Hinten links tritt Thais aus einem haus.
\
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Phe. [W]As ** thiin ich nun? wird ich auch noch nit gan. fo ich unbegerend bin berieffet? oder will ich mich allfo ftellen das ich der bulerin fchmachait nit verdulde? Sie hat mich aus gefchloffen Sie beriefft mich wider, wird ich wi- der umb hingan? Nain, ob fie mich flechnete. Par. Bei hercle fo ift nuntz fordrer noch fterckers ob du das thun macht, aber wirdeft du das anfachen unnd nit weiflich vol- bringen fo du es nit mer erleiden macht in ungemachtem fride wirdest unberieffet zu ir kummen, erzaigende fie lieb haben, und dein abwefen nit mügen erleid enn.
[I]N*** difem erften tail Prothefis wirt gezaigt wie gar verirret und ayges willen ungewaltig ain yeglich menfch in bülfchaft verwickelt ilt. und wie wyß der fich dar vor bewaret. § Was thün ich nun. Magft du wol dar aus mercken das der Jüngling mengerlai gedacht hat ee das er in dife traurige wort gefallen ift in zweiflung. § Wird ich noch nicht gan ift der fin. das er zweifelet ob er fich durch ir entfchul- digen und genüg tun verfonen woll oder fie gantz nicht mehr füchen. befunder ir entfchlahen. § Der bulerin fmacheit Klagt von allen und ift doch nun über aine erzürnet. § Außgefloffen. Macht es groffer wann fie fios in nit auß. Aber fie wolt in nit ein 1 äffen die weil der ritter bei ir was. § Beriefft mich wider j f ift aber mer wann fprech er fie begeret mein. § Nain ob fie mich flechnete. Ob er fprache. weder von gebet noch von berüffes wegen noch von flohen, das groffer ift wird ich zu ir komen. § Hercle. Er fchwort als fo wir fprechen by got. § Vordrer. Loblicher § Sterckers. Wann einem mannß gemüt zu gehöret das er unordenlicher lieby müge krefftigk- lichen widerfton.
* Von jetzt (bij) an foliierung ** [W] lücke durch drei zeilen *** [IJ fehlt ohne lücke
t I in der glosse zeigt an, daß von da an die glosse unter dem text, ganz herüber, fortgeht
2*
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Dann ift es befcheben du bift verdorbenn, fie wirt dich ver- 1 v^ achten, wann fie dich uberwunden ficht. Phe. Darumb folt du aber und aber gedencken die weil die zeit ift Par. Herr welche ding nit rat noch maß in in haben die macht du durch rat nit regiren. In der liebe find dife lafter alle, fchantwort. argwon. veintfchaft. fridfatz. krieg, dann wider frid wiltu die ungwiffen ding durch vernunfft gewis machen fo wirftu nit mer thun wann das du fleiffig feift wie du mit vernunfft mügeft unfinnen, und du nun zorniger mit dir selbs betrachteft. folt ich die? die den? die mich? die nit? laß nun. Ich wolt lieber fterben. Sie mus enpfinden was manns ich fye. Bei hercle dife wort alle wirt ain falfches zeherlin das fie die äugen reibende kaum mit gewalt her aus
§ Dann ift es befchehen. Als ob er fprache. denn hal't du das recht verloren und müft underligen und leiden alle fmachait
§ Feintfchafft. Der mitbauwer. § Fridfatz. Etlich tag. § Wider frid. Setzt er zeletft das der iüngling nit gar ontroft fie. § Solt ich die. das find alle gebrechhafiffc reden als die zornigen mit halben Worten gewonlich vertzucken. und werden allfo erfüllet. § Solt ich die. libhaben. § Die den. ritter zu ir enpfangen hat. § Die mich, hat auß gefchloffen. § Die nit. auff wolt tun § Zeherlin, Zemeren der frauwen lift gegen irem bulen. fpricht. § Zeherlin. Nit zeher. § Falfch. Nit von hertzen wainent. funder die äugen reibende. § Mit gewalt. Nit liederlich als die frauwen gewonlich. § Herauß truckt. Floffen nit felber.
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trucket, geftillen, und wirdeft dann dich felber fchuldigen und zu büß erbieten Phe. 0 unverfchultes übel, nun merck ich das fie bof fetig ift und ich eilend und verdruft mich, und brinn doch in der liebe, und vergang mit vernunfft. wiffend. fehend und lebend, und wais nit was ich tun foll. Par. was du tun folt? nuntz wann das du dich gefangnen ledi- geft fo mit minften du magst und ob du das mit klainem nit vermügeft. wie du macht, nun das du dich felber nit ke- ftigeft. Phe. Ratft aber allfo? Par. Ob du witzig bift, das du dir nit befwerde zulegeft über die, die lieby felber hat. und die fie hat folt du recht tragen, aber fich fie gat her aus unfers ackers hagel. wann das wir nemen folten das wirt uns von ir entzogen.
§ Würdeft dich felber fchuldigen. Ich bekenn mich ich hon un- recht, leb mit mir wie du wilt. fetz mir büß. Ich will dichs er- getzen. ach liebe laß ab. ich ergib mich gantz in deine ftraff. und deß gleichen. § Nun. als ob er fprach fo fpat wird ich innen was die lieby auff ir tregt. § Vergang mit vernunfft. Als ob er Iprach Ich kenn waiß und fich mit gefundem leben das mich diefe lieby totten will und kan doch nit darvon laffen.
§ Unfers ackers hagel. Als ob er fprach. fie verderbt uns als der hagel das körn.
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Der ander tail deß erften underfchaids reden die dry perfon mit 2v'^ ainander und Thais gat in das huß
Bild; Straße. Vorn links Phedria, rechts Parmeno; Thais unter der haustür.
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Tha. [0]"^ Mir armen, ich beforg das Phedria ditz it fcliwer getragen hab oder anders uffgenomen, wann es von mir be- fchehen ift, das er geftern nit ward yngelaffen. Phe. Par- meno ich zitter und krüfel gantzer, fo ich fie angefehen han Par. Bis gutz mutz, gang neher zu difem füir fo erhitzigft mer dann genug. Tha. wer redt hie ? wert du hie mein phedria? warumb ftundft du hie? warumb giengft nit gleich ynher? Par. Aber vom uffchliffen nit ain wort. Tha. was fweigft? Phe. Ja trun fo mir dife tor all zyt offen ftand oder das ich dir der fordroft bin. Tha.
§ 0 mir armen. Redet mit ir falber. § Ich zitter und krüfel. Zeglycher wys, als fo der menfch das fieber bat das ift ain hitzige kranckbait. wenn in das fcbütten will fo entzünt fich das plüt. So zücbt das bertz alle krafft an ficb. und werdent die gelider zitternt. und die but krüfelin. Alfo ift auch denen die in der lieby brinnent fo fie ire bülen urbring erfechent. § Wer redt hie? Hie müft du mercken das thais phedriam ee bat gebort reden als fie by dem büß ftünden wann gefehen. Ettlich wollen fie hab in gefehen. fie tu aber als ob fie in nit gefehen hab. als ainer folichen wol zu gebort. § Was fwygft? Merck wie liftigklich fpricht fie warumb fwygft. als ob fie aller ding unfchuldig fye. und auch als ob fie nit gedenck das phedria ichtz an fie zürnen folle. § Ja trün. Phedria rett | dife wort alle in fpotßwys und mainet widerwartigs feiner rede. Als ob er fprach. Du fprichft warumb ich nit glych ynher gang als ob mir das büß alle weg offen ftand. Und ich dir der liebeft fye. und geftern do ich kam do wolteft mich nit ynlaffen. wann du hetteft ainn liebern by dir. § Ja trün. Das ift ja by trüen red ichs. aber er redt es in fpot.
* [0] lücke durch drei zeilen
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Acli laß darvon, Phe. Wie? darvon laffen. 0 thais tliais das aber unfer liebe geleich getailt were. das es dir in folcher wys fmertzen brechte als mir. Oder das ich verachtet was mir von dir befchehen ift. Tha. Ich bit dich flyflich du mein gemüt phedria, du welleft dich felber nit allfo keftigen. By pol fo han ichs nit getan, das ich kainen für dich erwele oder lieb habe. Aber allfo was der nutz das es zethun was. Par. 0 arme ich glaub (als dann befchicht) vor lieby haft in aus gefloffen
§ Ah laß darvon. Merck wie fie aber redt als ain unfchuldige. die nichtz wider in getan hat. wie dife fraaichwort befchehen wiffen die mit umb gand. § Wie? darvon laffen. Als ob er fprache. es ift mir nit als lycht. Ich merck wol es iffc von dir ring angeflagen das mir vaft wee thüt. darumb wolt ich das es dir auch fo wee thete. oder das es mir fo ring wäre als es dir ift. § Du mein gemut. thais redt aber fmaichend. § Du mein gemut. Als noch befchicht zwifchen liebhabenden, du mein hertzlin. mein troft. mein ainiger hört, du mein türteldüblin. und des gelychen. do mit ains das ander in lieby inbrünftiget. als fie auch oben | fprach. wert du hie mein phedria. wann das wort mein zaigt ainigkait. Darumb brucht fie es defter offter das er mercke das fie in habe in irem hertzen. Und muß man mercken das fie dife wort mit geberden in zehalfen gerett habe, dar- umb fpricht fie fürbas. § Keftige dich felber nit. Als ob fie zaigen wolle wie fein keftigung ir gemut auch betrübe, darumb fpricht fie. § Du mein gemute. Als ob fie fprache. Du hift mein frod und truren wann du trureft fo truren ich. wann du wolgemüt bift fo bin ich wolgemüt. § 0 arme. Er ficht fie an und dütet uff Phedriam. Merck wie fcharpff begryfft fie parmeno. wenn es ift der warhait nit glych das kaine iren bülen vor lieby uffchlieffe.
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Tha. Hen redft du allfo parmeno? wolan laß darvon. Aber los du, warumb ich hab gehaiffen dich zu mir berieifen. Phe. Das befcheche. Tha. Sag mir von erft mag der it fwygen? Par. Ich? uberwol. doch horft du mit dem geding uberbinde ich dir mein trü, was ich wars höre das verfwyg und behalt ich uberwol
§ Hen redftu allfo. Als ob fie fprach. Du folteft uns verfonn fo redft du das boß dar zu. Du folt fchweigen. § Wolan. ift ain ftraff- wort. Als fo wir in mißvallen fprechen. ah wol an was foU das. allfo fpricht Thais, wolan la dar von. was f ollen die wort. § Aber los du. Als er oben gefprochen hat zürn parmeno am anfang fo ich unbegerend zu ir berüfft ward. § Sag mir. Merck wie liftiglich fragt fie ob der | verfwygen fye das er gedenk fie woll etwas gar groß fagen dar zu fwygens gar not fye. § Ich? uberwol. Merck wie der knecht nit warten wolt das fein Herr für in antwurten folt. wann er mercket bas iren lift wann der iüngling der in lieby entzünt nit fo wol für in hette geantwurt. § Mit dem geding. Merck wie liftigklich begegnet Parmeno Thaidi. wann als fie ir fagen mit verfchwygen verbinden wolt. als ob es etwas groß were. Allfo verachtet er ir fagen als ain unwarhait oder erdichte fag. fich felber wider Phedrie zelieben. Merck auch wie glych ir baider verbinden ift. fie waiß daß die knecht gar feiten verfwygen was fie haimlichs hörn, fo waiß parmeno das die bülerin feiten war fagen. Darumb verbinden ie ains das ander an feiner wunden. § Verfchwyg und behalt. Das wort be- halt ift von den faffen getzogen die in in uff enthaltn was daryn gegoffen wirt wann die klumffen nit wol verdamt fynd fo rinnen fie. Darumb fpricht er. Ich bin vol klumfen und rinn. Als ob er fprache. Du waift das all knecht nit wol halten mügen was in haimlichs ge- fagt wirt als die zekloben fas. will man das die fas halten fo muß man fie vertammen. Allfo wiltu das ich halte das du fagen wilt fo verftrych die klufften der lügen mit der warhait. oder es wird überal uß mir rinnen.
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Aber falfcli uppigkait ald erdichtes ift von ftundan offenbar. 4 vo ich bin vol klunfen*, ich rinn her und dar. Darumb wiltu das mans verfwyg fo fag die warhait. Tha. Mein muter ift von famia gewefen und** hat zu rodis gewont Par. Das mag man verfwjgen. Tha. Do fchencket meiner mutter ain kaufman aiu tochterlin von difer Stat geraubet. Par. Ain burgerin? Tha. Ich mains. ob es war fye wiß wir nit. vaters und muter namen fagt fi
§ Falfch uppigkait ald erdichtes. Falfch ift da mit man übel that verdecken will. § Uppigkait. Das nit allfo fein mag. § Erdichtes. Das nit ift. und doch ain fchyn hat als ob es fye. § Falfch. ift der lügner. § Erdichtes, der liftigen, § Uppigkait. der narren, mit falfchem verfchult man fich. mit gutem gedieht verdient man. mit uppigkait verfchemt man fich Mit falfchem werden wir betrogen durch gedieht wol erfrowet uppigkait verfchmach wir. § Das mag man ver- fwygen. Als ob er fprach das glaub ich. wann es koment gar vil bülerin von Samia gen Rodis. So ift auch der bülerin | gowonhait nit das fie gern dahaim blyben. § Das mag man verfchwygen. Als ob er fprach das dient nit zu deinem lob. funder fchand do her komen die bülerin. § Ain tochterlin. Bewyft jugent und wyplich pild das ir enpfengklicher was und jeden. Und by dem daß fie folich fchencki von fremden kauflüten nam. ift wol zemercken das fie auch ain bü- lerin was. Auch by dem das fie fo verr von ainer andern ftat zu Rodis wonet. Darumb werden in den Comedien die bülerin faft pilger in gehaiffen. als in andria ftat die pilgerin von Rodis. § Ich mainß. Spricht nit ja ich waiß. wann folt fie es gewift hon fo war Parmeno nit fo gehertz das er Cheream in des verfchnitten klaider hette ange- legt ainß fryen burgers tochter von Athenis zefchwechen. wann die ftraff was groß. § Vatters und müter namen fagt fie. wann junge kind mercken die fo fie vor jugent das ander nit mercken mügen. als das land die ftat das gefchlacht. und deß glychen.
* klunfen] sie
** vnd; V verkehrt
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aber das land und anndre zaichen weffc fi nit, fie enmochts auch alters halb, der kaufman fagt das dar zu. er het ge- hört von den raubern umb die er fie erkaufft hette, fie were aus Sonio geraubet worden Mein muter da fie die enpfieng, ward fie mit flys alle ding anfachen zeleren und ertziehen als ob fie ir tochter wer. vil vermainten fie were mein fwefter Ich zoch von dann mit dem gaft, mit dem ich die zyt allain gemainfam hette. der mir auch verlieffe alles das ich hab. Par. Der ietlichs ift falfch es wirt us rinnen. Tha. was ift das?
§ Sie enmochts auch alters halb. Spricht alters halb, mit unver- nunfift oder torhait halb weft fie es nit. § Sagt das dar zu. zu dem das das tochterlin gefagt hett. § Aus fonio. Sonium ift ain vorftatt zu Athenis gewefen. da die gemainen wochen märckt waren und das kouffhuß. § Anfachen zelerenn. Spricht anfahen. und fpricht nit lert fie, wann bülerin mogent wol anfahen erberkait. aber fie laffen bald ab. § Vil vermainnten fie war myn fwefter. Merck wie haufFet fie die liebe zu dem junckfreülin. da mit phedrie fein zorn gemindert werde das fie den ritter zu ir gelaffen hett als ob fie es allain von des jungk- freülins wegen geton habe. | § Mit dem gaft. Wann er | was von Athenis. und was zu Rodis ain gaft. und zoch mit im wider gen Atbenis. § Die zyt. Spricht wol die zyt da fie zu Rodis was. wann zu Athenis het fie zwen. § Der mir auch verließ alles das ich hab. redt fie darumb das Phedria defter minder begern folle das fie im allein foll us warten. Und durch die wort wirt Phedria etwas befwert darumb wolt Parmeno nit fwygen. und fpricht. § Der ietlichs ift falfch es wirt us rinnen. Und erlütert das mit feinen nach genden wortten fo er fpricht darumb das du dich an ainem nit lieffeft benügen etc. So hat dir der das ift Phedria ain groffen tail zu bracht.
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Par. Fragft mich ? dar umb das du dich an ainem nit lieffeft benügen, noch dir allain gebe, wann der hat dir auch ain guten groffen tail zu bracht. Tha. Ah es ift nit allfo. aber laß mich gantz komen da hin ich will. In der zyt ritter Trafo, der an het gehebt mich lieb zehaben zoch in Cariam, under dem ward ich dich erkennen, du selber waist wie innerlichen lieb icb darnach dich gehebt habe, und wie ich dir getraw aller meiner gehaim. Phe. Trun das wirt Parmeno auch nit verfwygen. Par. Da ift kain zwyfel an. Tha.
§ Ah es ift allfo. Merck wie fie nit getorft wider reden in offen- baren dingen, funder fo fie ander fchuld uff fleh felber ungefragt ertzelet. § Under dem ward ich dich erkennen. Merck wie wol fie rett. fo fie fpricht under der zyt als der ritter Trafo in Caria was der mich vor het an gehebt lieb zehaben ward ich dich erkennen. Als ob fie fprach. Du folteft an fehen das der ritter vor dir mich gebület hat. Und befchehe ainem unrecht das war der ritter bill icher wann du. dannocht füch ich dich für den ritter. fo ich den riter* für dich fuchen folt. ob er mir auch das jungkfreülin nit erbüte. Aber merck fürbas wie fie fchmaichen wirt das er ir dife ftechende wort nit zehoh an ziehe und fpricht. § Du felber waift wie | innerlichen lieb ich darnach dich gehebt hon. Darumb das er nit gedenck. fo hör ich wol du haft in lieber wann mich fo er vor mir zu dir gewont hat. § Erkennen. Wirt hie genomen für beflaffen. § Aller meiner gehaim. Dar aus magft mercken das fie in berüfft hat in geftalt fich ertzaigende als ob fie in den felben fachen feines rats wolt pflegen, und fpricht dir getrüwe ich. wann fie dem knecht nit wol getrawen wolt. dar- umb fie oben fprach. mag der it fwygen. und fprach nit wiltus ver- fwygen wann fie trawet im gantz. § Das wirt Parmeno auch nit ver- fwygen. Als ob er fprach. das ift auch nit war. § Da ift kain zwyfel an. Ich verfwygs nit. wann es ift nit war.
Sic
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Ach lieben land darvon. mein muter ift nun nechft alda ge- ftorben. ir bruder ift ains tailes zegytig aufF das gut. da er die jungkfrawen fach erberger geftalt, und auff dem faitten- fpiel künnent, zehand hoffender guts werdes fürt er fie für, und verkauft fie. On gever von gefchicht was difer mein fründ dar by, er kauffet fie und hat fie mir gefchenckt, un- fürbetrechtig aller difer ding unwiffend. Er kam. Do er em- pfand das ich auch mit dir gemainfchaft hete
§ Ah lieben. Das wort redt fie nit fie zelieben. funder in beweg- nuß umb das fie ir uanotig yntreg tünd. und kombt bald wider an ire wort § Nun necbft. Spricht fie das er merck das die liebe gegen ir noch nit erlofchen fye. § Ift ains tails zegytig. Das ift mit feinen geberden zelefen als dar zu gehört. § Da er die jungkfrawen fach. Merck wie fi die junckfrawen lobet durch ander leüt. darumb das er gedencken foll. fie tut billich das fi hat für genomen und ob fi den rifcter ain wyl lieber hat. durch di gäbe zu der fi in funderhait genaigt ift. die auch andern leüten fo wol gefeit | ift nit unbillich. § Gütz werdes. vil geltz umb fie zebekommen. § Von gefchicht. Maint guts gelück. oder von gefchicht. maint gute gefchicht. wann fortuna halft bas gefchicht wann gelück und ift gut und bas ge- fchicht. Und halft das ain gefchicht das unfürbetrachtet komend ift. § Difer myn fründ. Spricht nit der ritter. fi fpricht fründ. wann fie will von im etwas haben. § Aller difer. Wil fie ertzaigen wie begir- lich er das geton hette wann es kund gewefen war das fie ir fwefter gehalten wäre, und ir fundre begird zu. ir und anders, und auch will fie bewyfen wie vil fie Phedrie haimlicher rat getrüwe die fie dem ritter nit fagen wolt und lat es auch Parmenonem hören. Darumb fie oben fprach. mag der it swygen. § Das ich. Merck wie fwermütig- lich fi fprach. auch mit dir. als ob fie fprach. dem ritter tet zorns noter wann dir. wann ich ertzaigt im untrü das ich dich nam. § Ge- mainfchafft hette. Merck wie fie fchampere werck mit erbern Worten auß fprichet.
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erdiclit er emfig urfaclien das er fie mir nit gebe, fagfc wann er ficlierhait liette, das er dir fürgefetzt wurde by mir. und beforgt auch wa ich fie von im enpfienge das ich in verlaffe, fo wolt er mir fie geben, aber er furchte das. Doch als ich argwonen, fo hat er fein gemüt zu der junckfrawen geftellt. Phe. Auch nit wyters? Tha. Nichtz. wann das ich fie fuche (mein phedria) es find viel fachen darumb ich fie beger herdan zebringen von erft das fie mein fwefter gehaiffen ift. on das,
§ Sagt. Merk das das wort fagt nit gefetzt wirt von den wyfen. wann fo man etwas ertzelen will das ainer gefagt hat das villycht nit war ift. oder erdicht, oder üppig ding, fo fpricht man mit opperfcher geberd er fagt. § Sicherhait hette. Das ift das ich mich etwer mit ertzaigte das er gedechte er wer mir lieber. Merck wie langfam. mit wievil vor red kombt fie uff das fie in bitt ain wyl hinweg zetziehen. § Doch als ich argwonen. Merck wie fcharpf und hoch liftiger fund das ift. fie waiß das fich die büler umb kain ander fach mer fynden wann umb das fie von aim bain als die hund nagen, darumb das fie den haß Phedrie gegen dem * riter lindern mochte, fo fpricht fie doch arg|wonen ich er hab etc. das Phedria gedencke. das war gut wurde er die jungk- frawen hold hon. fo leg nit daran das ich fie ain zyt dem ritter gute wort lieffe geben. § Auch nit wyters. Als ob er fprache. hat der riter nit mer mit ir zefchaffen gehabt, fo antwurt fie nichtz. und wurt dar by verftanden das fie nit gefchwecht ift wie wol fie argwonet der riter hab fein gemüt zu ir geftellet. dannocht ift not das fie keüfch beliben fye, foll fie ainem fryen Jüngling gemahelt werden, als bald befchehen wirt. darumb wird fie keüfch behalten. § Herdan zebringen. Spricht nit von im als ain gab zenemen. funder herdan zebringen als von aim gauch oder gogelman. da mit fie fich aber Phedrie enpfenglicher machen will, wann er mercket das fie in für ain guten man hat.
* de
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das ich fie wider yn fetze und den iren wider gebe Ich bin ainig. ich han niemand hie. weder freund noch maug. dar- umb phedria begere ich fründ zemachen mit meiner guthait. Lieber hilff mir emßlich wie das uff das aller ringeft be- fchehe. und loß den ettlich tage den vorderern tail by mir haben. Antwurteft mir nit? 0 du bofte. folt ich io etwas anntwurten mit deinem gefchefft? Par. Enhen. der unfer Ich lob dich, es will im doch zeletft zehertzen gan Du bift ain man. Phe.
§ Wider yn fetze. Wir werden wider yn gefetzt denen zu den wir willen hond zekommen. Wir werden aber wider gegeben denen die uns gern haben, allfo find fie baide hie. § Ich bin ainig. Meins gafchlachts. und geborner fründ halb. § Ich hon niemant hie Ge- machter früntfchaft halb. § Weder fründ. Maint geborn fründ nit bülen. Darumb maint fie gemacht fründ zeüberkomen mit irer gütig- kait. das Phedria mercken müge das fie nit bülen maint § Hilff mir. Merck ain feltzem zwingen des fie in biten wolt ze verdulden das er ain zyt von dann zügo. bit fie in ir hilflich zefein. und waiß das es vorhin im gar wider ift. § Mir nit. Redt fmaich|end mir. als ob fie fprach. von meiner liebe wegen folteft mir billich antwurten. § Doch zeletft. Als ob er fprach. er merckt doch zeletft die untrüw wie lang er gefchwigen hat. und beduncket mich das der text beffer fye nach dem finn. Es will im doch zeletst zu hertzen gon. oder es will in doch zeletft fchmertzen. wann Parmeno hat ain verdriffen gehabt das er folang gedultig gewefen ift. darumb fpricht er: § Du bift ain man. das du die bülerin verachteft und ir gcfchwetz.
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Aber ich wift nit wa du hinuß wolteft. Ain megdlin ift von hinnen geraubt worden, mein mutter hat es als ir kind er- tzogen. fie ift myn fwefter gehaiffen ich beger fie herdan zebringen das ich fie den Iren wider gebe. Fürwar alle dife wort gand an das end. dannocht wurd ich aufgefchloffen, der empfangen warumb anders wann das du in lieber haft dann mich und fürchteft die die yetz her gefürt ift. das fie dir denfelben nit abfetze. Tha. Hen furcht ich das felb ? Phe. was bittzelt dich aber fünft?
§ Aber ich wift nit wa du hinuß wolteft. Merk wie in widerwertig- kait nichtz fo wol mag geret werden man müg es verkorn. allfo was thais für getzogen hat phedriam zewaichen wie wol es allfo was. Doch ward er die felben wort alle wider fie bruchen das fie alle darufif giengen das er uß triben wurd und der ritter yn gelaffen. und nit darumb das fie das junckfreülin gern bette, funder darumb das ir der ritter lieber wäre, als dann der text lauter uß wyfet. § Dife wort. Die falfch oder erlogen find § Und furch ft die etc. Als ob er fprach du haft doch den ritter fo lieb das da nit fehen mochteft das er ain andere auch lieb het. damit er ir die wort auch verwirfft do fie oben fpricht. Als ich argwonen fo hat er fein ge|müt zu der jungkfrawen geftellet. § Das fie dir denfelben nit abfetze. Er nennet in nit. Sunder als ain zorniger lieb haber fpricht er den felben. § Hen furcht ich das felb? Als ob fie fprache in gefpott. das thet mir wol not folt ich deß fürchten. Als ob es fie verfchmache das er nun gedencken folle das fie deß ritters fürchte. § Was bittzelt dich aber fuft. Wann es das nit ift das ich fage. Es mocht auch fton. Was macht dich anders forgfeltig. Oder was bekümeret dich fünft.
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fag. hat er dir itfc allain gab gegeben. Haft du ie empfun- den das mein gütigkait vor dir fye verfchloffen gewefen. hen. als du mir fagteft wie du ainer morin zedienen begerteft ließ ich nit alle ding und fuchte fie? Fürbas fagteft du wolteft gern ain verfchnitten haben die doch allain die künigin brauchen
§ Sag. hat er dir it allain gab gegeben. Hie vahent an ir zwitracht uß uffhebung der früntfchaft fo fie ainander ertzaigt haben. Als ob er fprache thais du mochteft fprechen der ritter bat mir ditz und das gefchenckt darumb ift billich das er mir lieber fye. fo antwurt Phedria. Ich hab dir uß gutem willen allweg gegeben was du be- gerteft. und ift mein gütigkait in dir nie verfloffen gewefen. Als ob er fprache. Ich bin doch gantz dein gewefen mit | lyb und gut. und was ich dir hon ertzaigt das hab ich von hertzen geton. und nit un- willigklich. als menger tut. darumb dir meine gaben und ertzaigen folten enpfengklicher fein. § Als du mir fagteft. Als ob er fprach. als bald ich von dir hört das du gern ain morin haben wolteft ze- dienen. da bedorfftu mich nit darumb biten. ich beftellet fie darby du groffern willen mercken müft. wann ob du mich darumb gebeten hetteft. § Ließ ich nit alle ding. Als ob er fprach Ich ließ doch alls mein gefchefft und fücht fie mit gantzem flyß das ich dir willfagen mochte in groffen und klainen dingen. § Ainer morin. Als ob er fprach. Die morin find doch feltzen by uns. dannocht bracht ich dir fie zewegen. und ift fein uff heben gegen ir deß guten und bofen widergelt. Merck wie fcharpff. § Ain verfchniten. Die verfchnitten * knecht oder hemling hond den anfang genomen in Perfia. wann was Jüngling von Babilonia gefangen wurden in Perfiam die ließ man ver- fchnyden. und gab fie den rychen frawen zedienen. § Für bas fagteft. Merck darumb das er ir undanckperkait defter groffer mache, fo hebt er ir zwifach die güthait uff von im befchehen. nit zefamen gerechet, er mocht wol zefamen gefprochen hon. als du fagteft wie du gern ain morin etc. aber er fagt ietlichs befunder das er fie defter mer mocht verunglimpffen. § Die doch Das fein mitbuwer nit fprechen mochten, fiha was fpotlicher gab hat ir Phedria gefchenckt. das will er fürkomen und fpricht. es ift ain künigliche gab oder nun der mechtigen frauen. deß glychen auch die morin.
* verfchniten . . . verfchnitten
T er e nz.
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Ich bracht in zewegen. Geftern hab ich fünfftzig pfunt 8v pfennig iimb fie baide gegeben, dennocht bin ich von dir verachtet, das hon ich in myner gedechtniis gehebt, wird ich dar umb von dir verfmecht ? Tha. was ift das phedria ? wie wol ich die geren her dan züge, und ich main durch das ding aller baft befchehen mochte, Aber für war ee das ich
§ Ich bracht in zewegen. Merck wie er von dem verfniten redet. Ich bracht in zewegen und von der morin. und füchte fie. dar umb das er ertzaigte fein arbeit und irn willen geton. wann füchen und ze- wegen bringen ist ietlichs groffer wann flecht kauffen. Und ift wol zemercken wann fie gewonlich nun die mechtigen frawen hetten das man fie nit liderlich ankomen mocht. darumb fpricht er und fücht fie ich bracht in zewegen. Als ob er fprach. Mit groffer mü und arbait. § Geftern hab ich fünfzig pfundt pfennig. etc. | merck wie er baider gelt zefamen flecht. das die fumm defter rychlicher fye. wann es war fcbimpflich folt er der morin summ ainig gefagt hon die nit mer dann achthalb pfunt koft. als hernach der herolt fpricht das find achthalb pfunt pfennig. § Geftern. ain uffhebung undanckperkait feiner güthait ift fwerer. darumb fpricht er geftern. nit vor langem*. § Dan- nocht bin ich von dir veracht. wann Verachtung und güthait ift groffer. fo ift auch güthait an ir felb groffer die man leüten tut unverdient. § Was ift das phedria. Oder was fol das uffheben hin und her. und ift ain wort da mit fie willfagen ertzaigen will. Darumb fpricht fie. § Wie wol ich fie gern her etc. Als von ainem toren und narren, und wol gefein mocht durch die ding, dannocht wil ich es nit wider dich tun. darumb fpricht fie. § Aber für war ee das ich dich zefynd will haben etc. Merck wie liftig. fo fie ficht das fie mit hadern nit überwinden kan so ergyt fie fich dar umb das fie in mit gütigkait überwunde, als die frawen die Jüngling lycht mügen. und fpricht alle dife wort. Ee das ich dich zefynd woU haben, darumb das fie im zaigen mochte das fie in lieber hette wann er sie. Als ob fie fprach. Ich will es von deinen wegen laffen wie wol mir schad daran lyt. und du nichtz von meinen wegen laffen wilt. § Durch das ding. Sie will nit fprechen durch dich und dein abwefen und ist doch ir mainung.
* * lano'e
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dich zefjnd woU haben, ich tu als du haiffc Phe. 0 das du das wort von hertzen und warlich reteft, ee das ich dich ze- fynd woll haben, und das ich glauben mochte, das lauter ge- redt fyn. ich mocht alle ding wol erlyden. Par. Er fchlupft mit ainem wort fo bald überwunden, Tha. 0 mir armen, red ichs nit von hertzen? Was dings haft du ye von mir wollen, joch in fchimpff, du habefts erlanget, und ich mag von dir nit erwerben, das du nun allain die
§ Ich thü als du haift. Merck* mit welicher geberd deß augefichtz das zelefen fye. wann fie will es nit gern tun funder als zwungelich. wann er nit anders "will. § Das wort. Er nimbt hie wort für die gantzen rede das lauter geredt fein on vermifchung der liftigkait. Als das honig füß ift wann das wachs darvon geleütert ift. allfo weren mir deine wort auch füß wann fie lauter weren. § Er flupfft mit ainem wort. Merck den knecht wie er wandert das der fleh erft fo manlich ftelt das der mit ainem wort überwunden ift. und fo bald ee das fie auch das zeh erlin auß den äugen truckt. darvon er oben | fprach. Die wort alle wirt ein falfchs zeherlin etc. § Was dings haft du ie von mir etc. Merck wie Thais Phedrie begegnet. Phedria fprach. Als du ainer morin begerteft. fo fpricht fie. was haft du ie von mir wollen, das groffer ift wann das Phedria fagt. und mer wann du begerteft etwas in fchimpff. dannoch gedacht ich es zevolbringen. ich wartet nit ufF dein gebot, ich faret felbs deines willen, das dir dein woUuft nimer vertzogen würde. Merck auch wie fie mit difen kurtzen worten alle Phedrie lange klag fo gar hin hinder wirfft. § Und ich mag von dir nit erwerben. Als ob sie fprach. Ich hon dich alles gewert, das du mich joh in fchimpff gebetten haft. Und ich mag nit von dir erlangen das du nun allain zwen tag wycheft. und fpricht. Nun allain die zwen tag. das fie ertzaige wie klain fie begere wider das groß das fie im geton hat.
* * Mrerck
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zwen tag wychen woUeft. Phe. Ja wann die zwen tag war 9v were. das fie nit zwaintzig tag würden. Tha. Frylich nit mer denn zwen tag oder. Phe. Oder, ich byt nit. Tha. Es fy nit. laß dich nun des erbitten. Phe. wol an. es ift ze- tun als du wilt. Tha. Ich hab dich billich lieb. Phe. Du tuft wol. ich züch ins dorff und keftig mich da felbs die zwen tag. es foll allfo gefchehen gewißlich man füll thaidi willfagen.
§ Wychen woUeft. Spricht wolleft. damit fie ertzaige das fi wider fein willen nichtz thün wolle. § Zwaintzig. Er macht es zwen- undzwainzig. wann es nach der ftimm nit vaft unglych lautet das fie nit hin nach fpräche. ich fagt zwaintzig du haft mich nit recht gemerckt. § Nit mer wann zwen tag oder. Merck wie fie wolt haben gefprochen zwen tag oder dry. aber ee das fie es gar uß rett fo under- fpricht er fie. und fpricht auch. § Oder, das fie nit mocht fprechen dry. er fprach vor. Ich byt nit. Als ob er fprache. es ift an zwaien zevil. § Es ift zethün als du wilt. Merck fein willfajgen. Er fpricht als du wilt. ob es auch fuß an im felber nit gut ift oder mir nit ge- feit. § Ich hab dich billich lieb. Spricht fie das er defter minder argwons habe irr liebi gegen dem riter. § Ich züch ins dorff. Merck wie er die ftat haffet. do er feines bülen gemainfami nit haben mocht. § Und keftigen mich dafelbs. Er fpricht nit da fein, funder da mich keftigen. § Die zwen tag. Das foll man fchwarlich lefen. als ob es groß fy zwen tag von ir zeblybeu. und in zwai jar beduncke. § Es foll gewißlich allfo gefchehen. Merck wie im felb der inbrünftig lieb haber gebüt. als ob er fprache. wie wol es mir vaft hert und fwer ift dannocht muß es fein. § Man foll thaidi willfagen. Zaigt was krefft die liebi hat. In follichem willfagen muffen darumb doch die groffeft unainigkait auff erftat. zwifchen den mit nagern ains bains.
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du parmeno fchaf das die her gefürt werden. Par. Vaft gern. Phe. Die zwen tag fjeft bewart thais. Tha. Und auch du, wiltu fus ichtz anders Phe. Ob ich fus ichtz woll? ja wann du by difem ritter bift, das du von im fyeft. und mich tag und nacht liebhabeft. mein begereft. das dein träum von mir fy, mein wartft, mein gedenckft, mich hoffeft, das dein wolhift ab mir fye, das du gantz by mir fyeft. zeletft will ich, das dein gemüt mein fy, wan ich bin das dein. Tha.
§ Parmeno fcbalf das die bergefürt werden. Will fagen. für ir her den. verfniten und die morin. § Die zwen tag fyeft bewart. Phedria zücht hinweg. Es iffc ocli not foll die fabel gerecbt fein das er von dannen gefcbaiden werd. wann in feiner gegenwertigkait möchte fein brüder Cherea nit gefürt fein in deß verfniten geftalt. und die junckfrawen gefwecht hon. darumb gefegnet Phedria Thaidem* die zwen tag. das er zaige nit lenger von ir fein mügen. § Und auch du. Syeft behüt. müft verfton. § Willt du fuß untz anders. Merck felber weß fie fich erbüt. § Wann du by difem. Redt er gar nydiglichen § Difen. Als ob er fprach by jenem fchelmen oder gogelman | § Mein warteft. Warten ift neher wann hoffen darumb fetzt er fie baide. So magft du auch fprechen. § Mich hoffeft. Das ich dein auch gedenck und in alle dife wege liebhabe, oder aber mich hoffeft furo von mir das felb gelaubeft. hab gefetzt als hernach kombt. Ich hoft' ich hab iren brüder bylich funden. § Das dn gantz by mir fyeft Mit dem gemüt Merck er wonfcht das dem ritter das groffeft laid widerfare das er hat. wann fein groftes laid ift das er nit by ir fein folt. Darumb fpricht Phedria das du gantz by mir fyeft. Als ob er fprach. und von im fo befchehe im als wee als mir nun gefchicht. § Ich bin das dein. Als ob er fprach. bis du mein gemüt wann ich bin dein gemüt.
Thaide
0 mir armen, villeicht hat der ain klain vertrawen zu mir, und urfcailt mich nun aus der anndern fin. und ich by poll in guter gewiffen, waiß das für war, das ich nuntz valfch erdicht hon, und in meinem hertzen difem meinem phedria kainen lieber, und alle ding von difer Jungkfrawen wegen geton habe, wan ich hoffen iren bruder billich gefunden hon ainn gut edlen Jüngling. Der mir gezilt hat uf huit in mein huf* zekomen. Ich wil hin yn gon. und wartten wann er kome.
§ 0 mir armen. Merck wie fie ainig mit ir felber die v/arhait der fabel fagt. wann folt fie es vor dem knecbt geredt hon. fo wer deß Cherea anfchlag nit volbracht mit der jungkfrawen. § Und urtailt micli uß der andern fin. Als ob fie fprache. wie wol es ungehort ift das man getreu oder warhafFt bülerin finde. Doch fo hab ich gantz in dem war gefagt. § Difem meinem Phedria kainen lieber. Spricht bas kainen lieber wann das fie fprache. den ritter lieber habe.
SIC
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Der dritt tail deß erften underfchaids. Redt der jüngling und der knecht mit ainander. Und ficht Parmeno das Gnato ain jungkfrawen fürt der Tbais zefchencken. als im enpfolhen was der felben Thais ain morin und ain verfchniten zefchencken.
Bild
Straße. Vorn Parmeno und Phedria, beide nach links gewandt. Aus dem hintergrund kommen Gnato und Pamphilia.
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[T]U * allfo als ich gebaiffen han. das die hingefürt werden. Par. Ich wills tun. Phe. Und flyßlich. Par. Es befchicht Pbe. Aber by zyt. Par. Es foU fein. Phe. Ifts dir aber genug geboten? Par. Ha. du bitft fo vaft als ob es fwer fye. 0 das ich allfo lycht etwas finden mocht phedria, als das vergat. Phe. Und ich vergang auch mit, das mir lieber ift. bifa nit fo ungedultig dar umb. Par. Nain gar nüntz. es foll aus gericht fein, gebütft aber fuß untz? Phe. Unn- fer gab ziere mit wortten, als verr du macht, und den unfern widertail, treib von ir fo faft du macht. Par. Lieber ich habs gedacht, ob du mich auch nit manteft.
[D]As** ift der ander actus oder gefchicht mit ir inhalt als du fichft und helt in ir mengerlai torechter teding deren di mit der kranck- hait des hurübels befwert fynd Und meldet dife fcena nun was*** vor geret ift. Doch befchaidenlicher und mit minder nyd. wann die büler hond befuuder freüd und begird fo fie offt von iren bülen reden § Ha du bitft fo vaft. Parmeno redt das in ftraff wyß daß er fo not- lich tut umb das fein ze verlieren und doch kennen folt. das es on wider gelt gar verlorn ift. § Als das vergat. Verloren wirt. § gebütft f aber fuß untz er fp rieht gebütft aber zeertzaigen das er dife ding on feins herren gebot nit gern tut. Als er auch hernach fpricht. Haiftu michs Cherea. und fpricht. Ich bit dich und gebüt dirs. § Unfer Gab. Er fpricht nit mein, als ob parmeno auch tailhafftig und fein ding fye. § Und den unfern. Er fpricht | den lang uft'getzogen an den reden. Als ob er fpräch. Den heßlichen laidigen fchelmen der unß an unfer liebi yntrag thüt. § Tryb von ir. Das ift uß irem ge- müt in ir zelaidigen mit lützen und vernichten mit wortten.
* [T] lücke durch zwei zeilen ** [D] lücke durch zwei zeilen *** was] s verkehrt t gebüft
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!r^ Phe. Ich züch ins dorf und belyb allda. Par. Ich fchetzs. Phe. Aber lofa du. Par. was wilt Phe. Mainft mich fo ftet mügen fein, und erlyden das ich dar zwifchen nit wider kom? Per. Dich? by hercle ich main es nit. wann du wirft aintweders glych ietz wider komen oder bald zu nacht wird dich dein urwachen zuher tryben. Phe. Ich will etwas würcken, das ich fo müd wird das ich flaff ob ich auch nit will. Par. Ja du niachft wol ee das du müder wacheft. Phe. Ach es ift nuntz dein teding parmeno. man muß by hercle die lychtmütigkait hinwerfFen. ich bin mir felber zeglaubig. zeletft das ich joch on fie fye die drei gantz tag, ob es nott fein wirdt. Par.
§ Ich züch ins dorif. etc. Das hat er vor auch gefagt. Aber er zaigt wie hart er anfaht hin weg zeziehen. § So ftet mügen fein, und erlyden, Merck er fpricht verftetigt und erlyden. das ift mer wann das er fprache. mainft ob ich als ftet fy und ob ichs lyden müg. funder ret er als ainer der darinn verzwyfelt ift. das er nit fo veft fein müg das erß auch nit erlyden künd noch müg. § Dich? Als ob er in wundern fprach. fragft du deß du foltft wol wiffen das ichs nit gedenck das du es tun mügeft. § Ob ich auch nit will. Maint das in die groß arbait die er im fürfetzt zethün tzwingen werd zu. dem flaff ob er gern wachen wolt. § Ah es ift nuntz etc. Ich bin mir felb etc. Merk die wort alle wie hoch er yn her kombt. Als ob er joch etwas gar groß tun woU. und zeletft fagt er von dreien tagen, darby du deß inbrünftigen bülhertz oder des hurübels irrfal mercken macht.
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Hui der dreier und aller dreier tag. lug was du tüeft. Phe.
Die urtail ftat. Par. 0 ir guten göt. was kranckait ift das ?
follen die leüt von der liebe allfo verwandelt werden? das du
nit kenneft- den vorigen fin. Es was kainer minder unge-
fchickt wan* der. kainer redlicher und vefter. Aber wer ift
der, der da her zücht? ja ja es ift des ritters zutütler gnato.
Er fürt ain iungkfrawen mit im, deren zefchencken. Unhun
fie ift erber geftalt. wunder wird ich huit nit fchandtlich
befton mit meinem alten hemling. Die übertrifft "^"^ Thaidem
eiber.
*
§ Hui der dreier. Parmeno wundert ab feiner fag fo hoch angefangen, und fpotlich geendet. Als ob er fpräch in fpot. das war ain groß, wolteft fo lang von ir fein, darumb fpricht er § lüg was du tüft. als ob er fprach. Wilt du dich ains groffen underftan. § Die urtail ftat. als ob er fprach. Es raüß fein. Merck wie hoch er mainet auß zebelyben. und wirt fo bald widerkomen. das er auch nie in dem dorff rüwet. Er belybt auch nit lenger uß wann als die zyt begeret die jungkfrawen zefwechen. § Was kranckait. Merck entfchuldigung der liebe, fo fie ain kranckait ift fo entfchuldigen fich die Jüngling defter minder, wann fi kombt lychtlich und ains tails unwiffent und plint. darumb fpricht Parmeno. die leüt werden verwandelt von der | liebe, er fpricht nit das fie toren werden. Als ob er fchetzte fich vor der kranck kainen Jüngling wol behüten mügen. wa wyl und ftat dar zu dient. § Minder ungefchickt. kainer redlicher. Das macht auch das in Thais mer liebet wann den ritter. § Und fefter. An dem gemüt das er sich anfechtung von zytlicher wolluft minder ließ über- winden. § Unhun die ift erber geftalt. Hat Parmeno ain verwundern von irr fchoni. was fol dann Chorea tun. § Wunder wird ich hüt etc. Er maint der fo alt ift und die jungkfraw fo fchon. und fo jung. § Die übertrifft. Dar mit will er die jungkfrawen veft loben, doch Thaidem nit fchelten.
* wa; dann lücke von 1 buchftaben ** übertraft
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0 Der ander underschaid. Redt Gnato und Parmeno mit ainander Und als Parmeno fragen wolt wenn er fein fchencki bringen folt So ficht er das Gnato die Jungkfrawen her füret der Thais zefchencken.
Bild
Straße. Vorn nach rechts gewandt Parmeno, nach links Gnato und Pamphilia. Im hintergrund Cherea.
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Gna. 13 v'
[0]* Untötlichen göt. was übertrifft ain menfch das ander, was ift underfclaaid des verftanden gegem narren, das ift mir alfo inn fin komen. als ich zu her kommend was, beftellet ich ainen meiner ftatt daher, und auch Ordens,
[I]N** difer fcen wirt Gnato in getzogen der ain zütütler was oder lieb- kaller. und wirt darinn gezaigt der felben wefen. und wie Ti Tmaicben künden umb irn bauch zefüUen Und wie fie das ir mit flecken ver- tempffen und dann hoflecker werden, oder in ewiger armüt belyben. Und haiffen rechts namens lecker oder fchlüch. Er will auch | zaigen das man von erbern leüten etlich in folicher fchuld erfinden mag. als er fpricht im text. Ainen meiner ftat und ordens etc. darby man mercket das er auch guter leüt und reich da haim was Er will auch zaigen was wefens und gegen wem fie zu tütein. welichen weg. mit was Worten etc. Es ift auch zemercken das Gnato dife wort mit nie- mand redt funder allfo geend redt er mit im felber. hin und her die leüt anfehend. Und find dife wort ftraffwort. Difer lieb kauender fitten die nun zu difeu zytten nit allain in der Fürften und herren hofe. funder in allem ftät gaiftlich und weltlich den fürgang hond. Darumb fpricht er. § 0 untötlichen got Als ob er fpräch. 0 got was wilder fitten find in die weit komen fo die fchmaicher den frumen fo wyt vor gond. darumb fpricht er. Was ift underfchaid deß ver- ftanden gegem narren. Er mainnt deß fchmaichers und liftigen hof- leckers gegen dem fchlecht frummen die man nun narren halft, dar- umb fpricht er auch. Nit unfrumen. § Was ift underfchaid. Das ift in verwundern zelefen. Als ob er wunderte das ain menfch fo liftig folt fein wann das ander. § Beftellet ich ainen. Beftellet mit im zereden. nit das ich in nun fehe. § Meiner ftat da her. Meiner ftat maint nit allain die ftat dannen er geborn ift. funder auch den ftät darinn fie baid gewefen find. Wann fie reich burger waren gewesen. nun waren fie in armüt. Darumb fpricht er. Und auch ordens. Das ift armüt. Wann fie betten baid ir gut mit füllery und fchlecken vertempfft. Und foUen dife wort, der fein gut etc. lächterlich gelefen werden, wann er maint fich felb nit darinn fchelten das er gern wol gelebt *** hat mit effen und trincken. Und das sein damit verthon.
* [0] lücke durch zwei zeilen ** [I] keine lücke *** geleibt
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nit unfrumen. der fein gut auch vertempfft bat. Ich fich in rauhen, unfaubern alt von klaidern und auch jaren, krancken. was zierd ift das (fprach* ich) das ich armer verlorn hon, das ich het. ha war zu bin ich kommen? all mein kennß wol und fründ band mich verlaffen. Da verfmacht ich in gegen mir. Du ungenietter torocbter man (fprach ich) haft du dich allfo geftellt? das dir fürbas
§ Nit unfrumen. Als ob er fprach. erber leüt aber unhilflicb. als fo man fpricht. er ift erber und nuntz mer. er ift fuß nieman nütz. Und werden die leüt alfo gelobt die nichs befunders für gendes hond. doch nit boß noch fchalckhafft oder liftig feind. § Rauhen. Zerftro- bolten**. ungetzierten. zerriffen. § Alten von klaidern und auch ja- ren etc. Merck, nach dem text fo müfte fton mit jarn und klaidern umgeben war unverftentlich. und ift doch fain mainung er hette vil jar und alte klaider. Wann in lajtin ftat obfitum. Und halft fitus ain beftetigung. § Krancken. Magers lybs und eilenden. § Was zierd ift das. Spotlich, als ob er fprache. wie gaft fo zerriffen. Doch hat es in latin wol mer fin das zetütfch nit not ift. § Das ich armer verlorn hon das ich gehebt hon. Merck er fücht im felb gelimpfF. und fpricht nit ich hons mit fehl ecken verton. § Ha war zu bin ich komen. Zaigt im klaider. als ob er fprache. Sich meine klaider und eilend. § All mein kennßwol. Als ob er fprach. Sich was ift die weit, wann ainer das fein verthüt fo ift er iederman unwerd. und denen mer den man guts gethon hat wann den andern. Und ift ain ftraffung der weit bofen fitten. § Da verfchmacht ich in gegen mir. Das ift das er am anfang geredt hat. Was übertrifft ain menfch den andern etc. Als ob er fprach. Wir fynd glych gewefen. nun ift er fo arm fo verzwyfelt fo verlaffen. und ich fo fchon fo wol beklaidt. fo wol mügend. § Du ungenieter. Sich wie er in ftrafft und faft anfert das er fo arm ift und doch hin für wirt fagen es komt kainer zu dir wann allfo bedacht das er feinen wolluft mit fmaichen vol- bringe mit fo wenigem Ion er mage. *** das ift zu ainer ftraff geret den hurn und hüben die fich nit halten künden das fie zeleben haben.
* spraeh ** sie
***
SIC
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kain Hoffnung mer in dir fye? Haftu den rat mit dem gut verlorn? fich mich an uß der Ttat geboren, was varb? was fchyns? was klaidung? wie ift mein geftalt deß lybs? ich hon alle ding, und hon doch gar nichtz. und fo ich nichtz hab fo gebrift mir nichtz. aber ich unfeliger mag nit der leüt goggelman fein, noch fchleg leiden, was? glaubftu es gang allfo zu.
§ Kain hoffnung. Als ob er fprach. Biftu verzwyfelt. fo als gar vil weg der narung feind. Und helt das wort vil in im. § In dir sye. Als ob er fprache. Ich fich wol wann dir nit ettwas von gefchicht züfelt fo haft in dir nit fo vil vernunfft das du ettwas erden ckeft dich zeneren. § Haft du den rat mit dem gut verloren. Als ob er fprache in ftraffwys. Wie bift ain man du hetft vernunfft oder lift genüg in dir* wolteft dus brauchen. Darumb | fpricht er. § Den rat das ift vernunfft mit dem gut. Das ist. haftu dein vernunfft verlorn mit dem zytlichen gut etc. das ift der fei gut mit deß leibs gut. § Sich mich an auß der ftat geborn. Aus der ftat das ift auß dem verderben wi- der dar zu kernen das ich zeleben hab. und als ding hab fo ich nuntz hab. § Was färb. Wider das er oben gefprochen hat. Ich fich in rauhen. Und er fpricht. § Was fchyns. Wider uufauber. § Was klaidung. Wider mit alten klaidern wefen deß lybs oder geftalt deß leibs ** wider krancken. § Ich hon alle ding. Wider das ich armer het hon ich verloren. § Und hon doch gar nuntz. Gen dem das er oben gefagt hat. Meiner ftat und Ordens. Als ob er fprach. Ich hab als wol nichtz als du. Aber ich kan mich doch waidenlichen behelffen. § Aber ich unfelliger. Merck wie Therencius die zyt ftrafft. das die leüff der weit fo boß feind. das fich der menfch feiner frümkait klaget, und haift fich unfalig fo er frumb und arm ift. und wolt nit lieber fprehen***. ich will ee felber in armüt fein, wann ain fchmai- cher. § Glaubftu es gang allfo zu. Das ainer fpotwort und fchleg muffe leiden, das was.
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* dir] i verkehrt ** lybs . . . leibs
;**
Sic
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r'^ du irrft ganz des wegs. ettwan was difem geflecht vor zeiten folicher gnieß by der alten weit, das ift ain nagel nüwes vögeln. Difen weg hab ich der erft erfunden, es ift ain ge- flecht der menfchen die in allen dingen die vorderften fein wollen, und finds doch nit. den folg ich nach, gen denen ertzaig ich mich nit das fie mein fpotten, funder begegnen ich inen mit fpot worten. Und da mit hab ich verwundern von iren finnen. was fie fagen das lobe ich. wider reden fie dann das felbig ich lobs. würd ainer aber wider nain fagen, ich fag nain. jehens ja, ich sprich ja. Zeletft hab ich mir gebotten
§ By der altten weit. Da die leüt frümer waren. Wir fynd nun zege- fchyd. Darum!) fpricht er. § Etwan was vor zytten folicher Ion. Das ift ain nagel nüwes vögeln. Merck by der alten weit gab man den leüten die fich treiben liffen offen und trincken als für ain Ion irs treibens. Nun machen fi fich als vogler die das gefügel ätzen und dann vahen. AUfo vahen fie die leüt mit fchmaichen. § Gegen denen erzaig ich mich nit. Gat auff das der arm fprach. ich mag nit der leüt gog'gelman sein. § Sunder begegnen ich inen mit fpotworten. Als ob er fprach. Ich gedenck vor wie ich inen begegnen foll mit zü- tütteln und liebkallen ee das fie anfahen mich zetreiben. § und da- mit Das ift dann zemal fo fie mich treiben wollen fo lob ich fie in andern fachen die fie gern hören untz das meins dings vergeffen wirt. Oder ich gib in recht was fie fagen. als ob alle ire wort und werck mir und menglichem wolgefallen. § Was fie fagen das lob ich. Wi- derreden etc. Merck was fie fagen es fei gut oder boß. er fchembt fich auch nit zefchelten das er erft gelobt hat. fo es nun feinem fmaichherren gefeilt. Merck die bofen leüif der gantzen weit, on in der herren hof von den gnaden gottes.
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in allen dingen liebkallen. der genieß ift nun der frucht- bareft. Par. was vernünfftigen menfchen, der macht die torocliten menfclien gar unfinnig. Gna. Dar zwischen kamen wir da ann marckt. da lieffen zuher in freüden all pfennig- lofer, merfifcher, metzger, koch, würfter, vif eher, willpreter. denen ich by meinem gut, und nach deß verlieren nutz* was, und noch offt nütz "^ bin. Sie grüffen mich, ladent zum nacht- mal. freuen
§ Der gnieß ift. Vil beffer wann der zu alten zjten do man die fpilieüt fing und ir fpottet. Und merck wie das wort genieß nit uif ytel erbers lautet. Als fprach man Told oder Ion. funder laut es ettwas allfantzifch oder vortailifcli. § Ann marckt. Etlich fprechen zu der metzel. Das mag nit fton. wann er fagt von aller lyplicher fpys die findt man nit under der metzg. funder marckt bedeüt die ftbit da man folich lypnarung kaufft. § Mor fifcher. Die zu Athenis ain fundre ftat betten, und die füeffen waffer fifcher auch ain fundre. darumb werden fie baid genennt. [ § Koch. Es ift noch an vil enden fitlicb das befunder koch feind by den man mengerlai befunder effen und flecklin findt. auch gemaine fpeiß. § Würfter. Seind auch die nit anders tund dann würft machen, gar mangerlai von flaifch von fifchen. von kreütern und airen. mit und on gewürtz. als auch der hieigen herren koch wol wiffen § Wilpreter. Ift gemainer wann vogler. und begreifft mer in im. und haift wilpreter nit wildper- ter. als die fpitzwyfen füchen. wann das würt von ringe der fprach auß gelaffen Als in vil andern zerbrochen und zefamen gelegten wortten gefchicht. § Den ich by meinem gut etc. Ee das ich mein gut vertempfFt mit füllery. und auch ietz fo ich nit aigens hab fo bin ich in doch von fremden nütz. § Ladent zum nacht mal. Ob fie in laden mit inen zeeffen. Oder ob fie in laden das ift bitten, an- fchreien oder rüeffen von inen zekauften. fich du auff.
* nutz . . . nütz
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fich meiner zukunfFt. Do mich der felb arm hungerig in fo groffen eren fach und fo ringklich mein narung gewinnen, da ward mich der man flechend biten, das ich im vergunte das von mir zelernen. und ich hieß in mir nachvolgen ob ei^s vermochte. Und wie die Junger von den Philofophen ire namen habend. Allfo follen die fmaichler gnatoner gehaifen fein. Par. Sich nun was muffig gan und fremde fpeis tuend. Gna.
§ Zükunfft. Wann mans eigentlich nimbt fo ift zükunfft allain deren der man warttend ift. und zu den man begird hat zekommen § Da mich der felb arm hungrig. Darby merck was den friimmen bezwungen hab das lieb kallen zelernen. das was hunger und armüt. Mer merck wie dannocbt der gemain man auch erbermd hat über den armen frumen hungrigen Mer wie lycht wir von der erberkait vallen in ringfertigkait durch vermalgen bofer gefellfchaift. wann do der frumb arm erfach das dem fein fmaichen fo wol erfchoffen was do bat er im zegünden das auch von im zelernen. wie wol er | vor fo ftarck dar wider was. und mainet es nit mügen erleiden. § In fo groffen eren. Das fie in allfo grüften und engegen luffen § Der man. Merck mit was geberd das zelefen fye. do ward mich der man flehend bitten etc. § Das von mir zelernen. Merck was gewalts und fürgangs hat nun in difer zyt boßbait fchmaichery und liebkallen überkomen. das nun die frumen von folchen leckern muffen begeren zelernen. das fie an der herren hoff aucb für mügen komen und gehalten werden, § üud wie die junger. Ob er fpräch. fo ich defs fmaichens ain maifter bin und mir ander auch nachvolgen wollen fo baiffen fie billich nach meinem namen gnatoner. wann ich haiß gnato. als platonici. a.ri- ftotilici*. epicurici. von iren maiftern plato ariftoteles epicurus* ge- nannt, und criftenleüt nach crifto. alfo gnatoner nach dem gnato, § Sich nun. Parmeno underredt hoflich deß gnato lange fag
SIC
T e r e n 2 .
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Aber da mit vertzüch ich die zu thaidi zefüren. und biten das fie zu dem nachtmal kome. Aber ich Tich parmenonem vor der tür traurigen des mit nagers knecht. Unfer ding ftat wol. ift nit ain Avunder ob die leüt frürt. Zwar ich muß den wicht umbtreiben. Par. Durch die gab mainent die thaidem ir sein. Gna. Gnato macht den hochften parmeno- nem vil hailes tailhafftig was tut man. Par. Man ftat. Gna. Ich fichs. Aber fichftu ichtz das du nit wolteft. Par. Dich Gna. Ich glaubs. aber fuß ichtz? Par. warumb fragft? Gna. So du traurig bift. Par.
§ Unfer Ding ftat wol Wann er ftat vor der tür und nit im hauß. und traurigen - das bedeüt unfer ding recht fein. § Durch die gab. Pavmeno mocht wol fpotten. wann er weft all anfleg thaidis als er hört da fie mit phedria redt § Gnato macht Parmenonem den hochften gar vil hailes tailhafft Merck wie alle feine wort fpot fein, er fpricht fein obriften. er mainfc freund, als ob er in für den beffcen freund habe und ift gantz übel an im. und grüft in hoch doch in fpot, aber Parmeno danckt im nit. § Was tut man. Redt fchmaichwort. Im ift nuntz not zereden. darumb antwurt Parmeno und fpricht. § Man ftat. Gnato wolt nit jehen was machft fo antwurtet er nit ich ftand da. Doch mocht er wol gefagt hon. ich ftand da. wann er getorffc nit hin yn gan. § Aber fuß ichtz. Er | maint vor die jungkfrawen. aber er antwurt von im felber. darumb fpricht er. Aber fuß ichtz. § Warumb fragft. Er fraget den der in fragt, darumb das er nit bedürff antwurten.
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Nichtz frylich. Gna. Du folts nit sein, aber was beduncket 'lieh von der handtraich. Par. By hercle trün nit boß. Gna. Ich bren den man. Par. was falfchen hertzen. Gna. wie empfengklich mainft du dife gab thaidi werden ? Par. Das redftu nun fo wir auß getriben sind, aber lofa. aller ding ift widergelt. Gna. Dife fechs gantz monat will ich dich rüwig machen, das du nit fo ftet auff
§ Nichtz freilich. Parmeno ertzaigt fich frolich do er allfo fprach. Darumb fprach Gnato. aber hoflich. § Du folts nit fein. Damit er im zu verfton gebe, das er fein trauren wo! gemerckt hat. § Nit boß. ift der fynd lob. wann der fynd ain ding mit fchelten mag. und doch nit gern will loben. § Ich brenn den man. Das redt er in im felber. Als ob er fprach. ich rupf in doch das es im wee thüt. § Was falfchen hertzen. Als ob er sprach, du verftafts nit recht, du wenft das nit enift. § Wie empfengklich maineft du dife gab etc. | Merck wie raitzt er Parmenonem. Als ob er fpräche. Merck wie gar fchon die jungkfraw ift. darumb fie Thaidi vaft empfengklich wer- den muß. und ie lieber fie die jungkfrawen haben wirt, ie mer wirt ir der ritter lieben und dem junckherren laiden. § Aller ding ift widergelt. Merck wie beheb Parmeno was zeverfchweigen. das er in gehaim von Thaidi gehört het. und war doch all da wol die stat ge- wefen auß zelaffen da er von Gnato allfo geraitzt ward. § Sechs gantz monat. Er belybt an feinem raitzen. und redt als ob durch in alle ding gehandelt werden, und er aller ding heber und leger feie. Als er oben fprach. Gnato macht fein obroften etc. Als ob er fprach. Ich bin der ding maifter. und du mein hochfter freund, darumb muß ich dich die fechs monat für ander mein freund fllig machen, das du nit fo müd werdeft. auff und ab zelauffen. und nit verfchmeltzeft vor wachen tag und nacht zehütten.
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und ab lauffeft. oder bis gen tag wachft. und was? ich mach dich feiig. Par. Mich? hunhun. Gna. AUfo tu ich den fründen. Par. Ich lobs. Gna. Ich heb dich villeicht du woltft anderf wo hin gan. Par. Niiendert *. Gna. A lieber fo hilff ain wenig Mach das ich hin yn zu ir gelaffen werd. Par. Mach nun hin. ietz ftat dir die tür offen fo du die füreft. Gna. Soll ich dir yeman heraus berüffen?
§ Ich heb dich, villeicht du woltft anderß wo hin gon. Er hatte gern auß im bracht das er verftanden hette warumb er da ftünde. ob er hin yn wolt fein, und man in nit wolt yn laffen. § Lieber fo hilff. Er redet dife wort fpotlich. Als ob er fpräche. Ich hon gewalt hin yn zegan. du müft aber hieauffen beleiben, und getarft gantz nüntz darwider thün. § So du die fürft. Das redt er haimlich gegen Gnato murmeln das die junckfraw nit hört und verküwt es doch under der Zungen das er feinen** haimlich nit auß lieffe.
Sic " feine
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Par. Laß die zwen tag vergan du glückhaffter tuft mir nun die tür auf mit aim vingerlin. ob ich itt machen wird, das du offt mit den füeffen umb fuß daran ftoffen werdeft? Gna. Staftu noch hie parmeno? Hen bift du it hie hüter gelaffen. das vil leicht kain undertreger haimlich von dem ritter zu ir loffe? Par. wie hoflich gerett. wunder, was dem ritter ge- feilt. Aber ich fich unnfern jungern hauß fun da znher komen
§ Wilt du ieman lierauß beruft werden, als ob er fprach. du getorft doch nit hin yn ichtzit werben.
§ Wie hoflich geredt. Als ob er fprach. was narren tading treibt er es bedorfft fein nit. ich waiß mer dann er. darumb fpricht er. § Wunder was dem riter gefeilt. Als ob er fprache*. narren büben lind all feins gleichen.
* * fprche
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mich wundert warumb er von pirreo ab fei gangen, wann 18 1 er foll nun da offenlichen hütten. es ift nit umb suß. und kombt eillend. ich waiß nit was er umb luget.
§ Mich wundert warumb er von pirreo ab fei gangen. Sein mithüter heten in erweit ain mal zebeftellen do fach er die jungkfrawen under wegen. Pirreum* was ain vorftat oder bollwerck vor Athenis dar inn die hüter lagen wider die rauber. darinn auch das tochterlin ge raubet ward, und ftünd gegen dem mor das es die rauber gar leicht unge- warnet über fallen mochten. § Und kombt eillend. Hie wurt fürge- meldet fein geberd zu den künfftigen Worten wol dienend.
*
* Pirreü
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Der ander tail daß andern underfchaids. Redt der Jüngling und knecht mit ainander. Und fo Cherea die Jungkfrawen gefücht hat fagt im Parmeno das fie der Thais gefchenckt fei. Das * lat fich Cherea für den Eunuchum verwandeln der Thais zebringen hernach.
Bild :
Straße. Vorn von links Parmeno, von rechts Cherea. üeber letz- terem hinter dem offenen Fenfter Pamphilia.
SIC
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Che. 19-
[I]ch * bin tod. fo ift auch die junkfrau nendert. ich waiß auch nit Avie fie mir uß den äugen komen ift. wo ich fi foche? wa ich frage? wo** ichs erfare? welchen weg ich gang bin ich ungwiß die ainig hoffnung ift. wa wahin*** si komen ift fo mags nit lang verborgen blyben 0 was fchöner geftalt. nun fürbas tilk ich all frawen uß meinem gemüt. Ich bin difer teglicher geftalten urdrützig. Par. Sich aber den andern, ich waiß nit was er von der liebi ret 0 glück- haffter alter, frylich der ifts. wird der anfahen lieb zehaben, du wirft fprechen. jenes ding fy ain fchertz und fchallen gwefen
[IJNf difer Seen wirt gezaigt ain nüwe liebi aines jungen fprüßhngs Und dev rat die jungkfrawen zefinden fo klüglich das du weneft es befchech ietz § Ich bin tod. Was kan er anders reden fo er eilend fücht und nit fint. und waiß nit wa er auß foll. § Wa wahin fo mags nit lang verborgen belyben. ir fchoni wirt fie zaigen oder verraten. § 0 was fchoner Spricht nit allain angefleht, funder geftalt deß gantzen leibs was man fehen mag. § Nun fürbas. By difen worten ift wol zemereken das er vor difer zyt auch gebület hat fo er fprieht. § Ich tilk. und ich bin difer teglicher formen urdrützig. und noch fprechen wirt. und du kenft mich, wie wol ich ain fchone geftalt erkenn § Sich aber. Er gedajcht an Phedriam feinen brüder. darumb. Spricht er. fich aber den andern brüder. § Ich wais nit was er. Als auch fein brüder geton hat. § 0 glückhaffter alter, Mainet dife zwaier brüder vatter der zwen follich miftünd fun hat in der liebi. Er maint das widerwertig unglückhafft. oder macht das auch auff güts verfton Als ob er ain fürmeldung tu uff den auß gang der ge- lücklich wirt. wiewol die baid fun in bofer liebi verwickelt werden, darumb halft er in glückhafft den außgang angefeheii.
* [I] fehlt ohne lücke ** wo . . . wa . . . wo] sie *** wa wahin] sie t [I] fehlt ohne lücke
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gegen dem * das uns deß wüten geben wirt. Che. Das all got und gottin das alter veiiiren**. der mich hiiit verhindert hat. und mich auch das ich im geftanden bin und in nit verachtet hab. aber fich parmenonem. gegruft feieft. Par. was bift traurig? wie als fnell? wannen geft? Che. Ich waiß by hercle nit, weder wannen ich gan, oder wo hin ich gon wird. fo gar hab ich mein felbs vergeffen Par Ich bit dich was ifts Che. Ich hab lieb. Par. Hen*"^^ Che. Parmeno nun ertzaig wie du ain man fyeft. waiftu das du mir offt unge- beten zu gefagt haft.
§ Gegen dem. Aus difen worten ift gut zeverrton das cherea vor wol geübt ift gewefen auff die ding. Und wirfc nit umbfuft gemeldet. wann folte er vor nit folliches vaft gepflegen hon fo wer nit gloplicb das fich ain junger ungenieter fprüßling dar zu begebe das er fich in aines verfniten wys füren h'effe. und ain unerkannte jungkfrawen mit gwalt fwecbte. darumb wirt er von Parmeno wütend yn getzogen als von ainem der es waiß. LFnd wie wol im an dem alter gebreche fö- lichs zetun fo gibt er doch feiner natur defter mer zu das er yn brün- ftiger fy in der liebi das die zagen jar erfüllt werden durch die hitz der liebi. § Daff alter. Er fchilt alsft alter von des alten wegen der in verhindert hat. und | maint den alten darumb fpricht er fürbas. Der mich huit etc. und nit das mich etc. § Und mich. Er fetzt zwo urfach warumb er fpricht das die got mich auch verlieren. Die ain das er dem alten geftanden ift. Die ander das er in geert hat nach feinem alter, und das er in nit veracht hat. und zelang ftünd das er der jungkfrawen nit nach volgt § Was bift traurig. Als wir fprechen. warumb traurft was gebricht dir. § Wie fo notlich, ald wie ylft. Er fach an feiner geberd im etwas notlichs anligen. deß er hoffnung het. § So gar. Als ob er fprach. fo unfinnig bin ich. § Wie du. Wie redlich du fyeft ob du halten wolleft das du mir offt haft zu gefagt fo ich dir alle flecklin von effen und trinken in dein kamer haimlichtft bracht
* de ** eic *** He t daf tt sie itt hallich
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Ich hab dir etwas funden das du lieb habeft. yetz in difen 20 dingen wird ich fchaifen das du deinen nutz erkenneft. da ich in dein zellin haimlich zefammen trug alle meines vatters ipeiß. Par. Tu torlich Gh. By hercle das ift befchehen. <3arumb fchaff, du nun das dein gelübt erfchynen. Par. Ift es fo ain wirdiges ding darumb du dich arbaiten folt? Che. Es ift kain jungkfrau unfer burgerin deren
§ Ich hab etc. Er hat kain benügen an dem das er im fagt er hab im oft verhaiffen. Er Tagt im auch mit was wortten und wie das er in defter mer bewege im zehalten § In difen dingen. Als ob er fpräche. Ich will verfüchen ob da erkennen wolleft was nutzs du von mir gehebt haft. fo ich dir alle weg das beft von effen und trincken haimlich zu getragen hon. Und du mir alle weg wol darumb gehaif- fen. Darumb tu ietz als du dich allweg zethün erbotten haft. § Tu torlich. Als ob er fpräcb. Wie machft fo viel teding. weder zwy-j felft an mir das ich dir deß gehaiß lognen wolle, oder wiltu mir dein güthait fuß auff rupffen. als ob ich undanckper fye. § By hercle das ift befchehen. Als ob er fpräch. Das ift befchehen das ich aine fun- den hab die ich lieb hab. Aber du vertzüchft zelang. fie mir ze- fchaffen. ^ Ift es fo ain wirdigs ding etc. Ettlich halten das Cherea dife wort fprech. Und ift der fin. 0 Parmeno es ift ain folich ding das du dein ädern billich darumb ftreckeft. Als ob er fprach. Sie ift der eren wol werd das du dich ubeft mit allen deinen krefften henden füffen und haubt. und dich ftreckeft. das ift vaft arbaiteft. Sind es aber deß knechts wort, fo ifts der fin. 0 Cherea lüg nun das es der eren wert fy das du dich darumb fo vil bekümerft. Ettlich nemen ain andern fin der mir nit gefeilt, es ift auch fein mainung «it gewefen fchamper zereden. § Es ift kain Jungkfraw. Merck die antwurt auff die frag wie kaine im land noch in der ftat ir glvchet-
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gleich, die ire muttern flyflich ziechen, mit hangenden achseln, mit gefchmucktem leib das fie ran feien, ob aine bas mü- gender ift fprechen fie fügt an ftryt. fie vertziehen in die fpys, und ob fie wol gut von natur ift, mit irem fleiß machen fis lieftifch allfo hat maus lieb. Par. wie ift dann däw"^ die dein. Che. Ain nüvve geftalt des mundes. Par. Heben.
§ Die ire müter. Merck wie er maint ob die jungkfrawen etwas fchon feind fo ift es doch nun von fleiß der mütern nit von natur. Als die junckfrau die er gefehen hat. § Mit gefmucktem. Das ift hart yn gebrifen und gegürt das fie fchmal und ran werden, wann es noch auff ertrich fitt war fo verftünd maus wol. aber es ift vergangen als den gaiffen faltz lecken. Merck wie er fpricht zwai ding, das ain das fie die achfeln hencken. das ander das fi den leib in zwingen, und die baide darumb das fi | final und ran fyen. und etlich hond mit getzwengter prüft von yn brifen und folichem vil arbait auß menger- lai urfach. § Ob aine bas mügender ift. Etlich fagen das den jungk- frawen zelob. aber cherea will die nit loben die mager und dürr feind. funder die leibig feind und fpricht. Wann ain jungkfraw leibig ift fo gefeilt fie mir. die mütern fagen fie fügt zefechten als ain bauren knecht § Sie vertziehen in die fpeis. Merck wie vaft er zwungne fchoni verdamnet. Wann fo die zwingnuß auff hört fo ift ir fchoni auch vergangen. § Und ob fie wol gut. Das ift wol mügend leibig. § Mit irer getzwingnuß machen fie lieftifch. Wann liefth find die urlangen bintz. nit knopffet und nahent in gleicher groffe und fchmal. Die geftalt gefeit im nit. § Allfo hat mans lieb. Das ift allfo wenen fie man habs defter lieber. Als ob er fpräch. allfo hat mans lieb? Nain freilich man het fie lieber wann fie von aigner natur wol leibig und wol gefar weren und fie nit allfo fchmal auf züge. hungerig** und mit färb angeftrichen. Merck aber wie er dife bofe fitten der jungk- frawen ftraffet. § Ain nüwe etc. Er fprach oben. Ich bin der teg- lichen geftalten urdrützig. darumb fpricht auch er. § Ain nüwe geftalt. Wann was nüw ift das gefeilt den leüten. § Heben. Ift ain wort das etwas verwunderns bedeüL
^ SIC
** hunherig
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Che. Ain wäre färb, ainn* feften leib, und wolfafftig. Par. 21 wie vil jar? Che. Seclitzecbne. Par. Ift der plum. Che. Schaff das du mir die antwurteft es fy mit gewalt oder haime- lich oder durch biten, es gilt mir glych, das ich fie nun brauche. Par. was ? die jungkfrau. was volcks ift fie ? Che. By hercle ich waiß es nit. Par. Von wann ift fie? Che. So vil. Par. wo wonet fie? Che. Das auch nit. Par. wo % haft fie gefehen? Che. Am I
§ Ain wäre färb Das ift ain natürliche färb deß leibs. nit von
falfchen färben angeftrichen. als die künden die fuft nit geftalt hond
fie blafen dann in das büchßlin. § Ain feften leib. Von natürlicher
feuchtigkait wann ir ift die fpeis nit entzogen, darumb ift fie wol-
mügen** und vol geplüetz. § Sechtzehen jar. zaigt das recht alter der
zeitigen jungkfrawen. § Schaff das ich die. Merck er nent dreierlei
gewalt. haimlich. und biten. das ift durch bülen oder kupeln. die
alle drü find untzimlich. aber durch kauffen bringt ainer aigen leüt
in fein gwalt. doch wift er nit geltz hinder im fo wift er auch feinen
vater nit | hinan zefüren. Darumb fpricht er. nit mit gut oder mit
gelt, wann erbet kains. und fpricht. § Mit gewalt. wann fie was***
ain jungkfrau § Haimlich. Wann fie was behüt. § Mit biten. Wann
es was kain gelt alda. da mit begegnet er der haimlichen frag deß
knechts ob er fprechen wurd. wie foU ich fie zewegen bringen fo wir
nit gelt haben. § Es gilt mir gleich. Merck es war ainem freien
Jüngling untzimlich folichs zetün. aber er rett ietz uß anfechtung deß
gemüts brinnent in der liebi. und als ain büler. nit als ain freier
edler. § Was volcks ift fie. Parmeno fragt nit allain von gefehl acht.
funder auch ob fie frei fei oder aigen. wann es in der ftrafi' groffe
under fchaid hette. Darumb fchwert Cherea by hercle er wiffe es nit.
wann folt Parmeno gewift hon das fie frei edel war gewefen er hette
fich nit underftanden Cheream zu ir zefüren.
am
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weg. Par. wie hafts verloren ? Che. Das han ich doch yetz am her gan mit mir felber grißgramet. und main auch das gar kain menfch feie, dem gute felikait fo widerwertig feiend. Par. was tibels ift das? Che. Ich bin vergangen. Par. was ift befcheen? Che. Fragft mich? fag kennftu meins vaters ohaim und mit gefellen achimenidem *? Par. warumb nit? Che. So ich deren nachfolg fo begegnet er mir. Par. Frei- lich uneben. Che. Ja freilich joch unglücklich, wann dir feind andre
§ Wie hafts verloren. Merck wann Cherea die junckfrawen nit verlorn hette. fo mocht die fabel iren rechten außgang nit gehebt hon. wann Iblt Cherea gefehen hon wa hin man Tie gefürt hette fo war er von Thais erkannt worden, das er für den verfchnitten nit mocht fein gefürt werden**, und weren Parmenonis und Cheree anfchleg nit be- fchehen. in für ain verfchniten zu ir zefüren. § Mit mir felber. Ift ain zaichen groffers fchmertzen fo ainer in im felber grißgramet und keftiget. § So widerwertig feiend, da gebrift als mir. § Wider- wertig. Wann ich wolt freüd füchen fo kombt mir laid. § Güte falikait. Ift ain gmain wort. als vil als | groffe falikait oder groß gelück. wann er fchetzts im felb für ain groffe falikait das er fi gefehen het. Aber vil für ain groffer un gelück das er fie aus den äugen het verloren. § Was uogelücks ift das. Das im der alt fo uneben begegnet, haift er ain Unglück, oder ungefell. § Achime- nidem. Das ift mit der geberd zelefen. das man auß dem lefen mercke das er geheffig feie. § Warumb *** nit. Als ob er fprach. Fragft fo torlich, folt ich in nit kennen. § Ja freilich unglücklich. Er fpricht freilich, wann Parmeno mocht gedacht hon. Wie leicht ift er entzünt in der liebi nun von fehen. und het villeicht zweifelt ob es war wäre, darumb fpricht er freilich oder werlich.
* achimenid(
** sie
*** waramb
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ungemacli zefagen parmeno, ich mag wol fweren das ich den 22: in difen nechften fechs oder nahend fiben monaten nie ge- l'ehen hon, dann yetz fo ichs aller minffc wolt. und fein aller rainft bedorfft. Eho ift das nit aim wunder geleich? wie mainft? Par, Ja werlich. Che. Er lieff als bald von verrn her zu mir, bugglot, zittern*, mit hangenden lefftzen, kychend. loi los ich main dich cherea (fprach er) ich geftund. waift was ich dein wolt? Sag, mir fei morn
Er liefF als pa!d etc. Merck darumb das er zaige im alle feUkaifc widerwertig fyn fo macht er doch den alten buckloten laufFen das er kychet. und doch lauffen v/ider das alter ift. § Keichent. Vor übri- gem hüften der in ftetigklich keftiget. § Bugglot. Vaft gebogen vor alter das er sich nit mocht auff richten. Merck auch wie Cherea den alten fo ungeftalt machet, wann er het erft ain überfchone geftalt der jungkfrawen gefehen. und wann zwei widerwertige ding beiain- ander gefehen werden fo ift itlich feiner geftalt defter grober, darumb bedücht in der alt vil defter ungeftalter ze | fein do er der jungk- frawen geftalt in im het. und verlutzt in mit allen dingen gegen der jungkfrawen zefchetzen. für ain jungkfrawen fetzt er ain alten, für ir minne geftalt deß mundes fetzt er ain hangendes maul, für irn veften leib ain buggloten ziterten. für ir wäre färb kychend und hüftend plaich als follich lungenfüchtig feind. Und fo er ain bülender Jüngling ift fagt er im von gericht und wyßhait. und fo er vaft eilen foU macht er in ftill ftan. § Los los. Er redt fremklich. dar by merck das er im vor auch gerüfft het aber Cherea gieng für fich als ob er es nit horte, darumb ift es mit feiner geberd zelefen. § Waift was ich dein wolt. Merck aber ain widerwertigkait Cherea der gachet der alt vertzücht in erft mit übrigen worten und fragt ob er wiffe v/as er woU und hett im gleich fo pald fein mainung gefagt als ge- fragt, und alle andre wort vertzücht der alt auf das lengft fo er wol kurtz het gefprochen Sag im das er morn mein fürfprech feie.
SIC
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aiii reclitag. \vas dann? daftu das deini vater flyßlich ver- kündeft das er gedenck morgens mein fürfprecli zefein. mitz er das redt vergieng ain ftund. ich frag ob er it mer wolL ich habs reht* (fprach er) So ich da her fich zu der jungk- frawen, da ift kaine. fie het fich die weil etwa da her in dife unfer gaffen gekert. Par. Ain wunder maint er nit die, die deren huit gefchenckt ift. Che. So ich daher kom da was kaine. Par. Ift etwar mit ir gangen? Che
§ Was dann. Merk wie kurtz feiend cheree worfc wann er eilet, und merk mer wie vertzügenlich der alt redt von lauffen. müde, zitern. hüften. und keichen. das er in manen müft und fprach was dann, als ob er fprach. Red für dich, kauft du es nit pald fagen was du wilt. § Das er gedenck. Aber ift die red über lengt. wann er mocht ^.s'-ol gefagt hon das er mein fürfprech feie. Merck hie die ftraff der fürfprechen die mit übrigen wortten nit all ain die fach verziehen fander auch die gerechtikait. und richter mit den umftenden und fich falber entrichten. Merk wie er lange red verdamnet. | § Untz er das geredt. Als ob er fprach, er vertzoch dife wenige wort als lang das ainer mocht ain ftund rechnen. Merck er eilet und bedaucht in ain kurtz zeit lang fein. Auch ftrafft er die fpitzweifen die ir fachen mit umbworten ain ftund vertziehen. Die fie mit dreien worten mochten aus richten, § Ich frag ob er it mer woll. Wann wir gern hinweg giengen fo fprechen wir wilt du fuß ichtz. Allfo tet er auch wann er eilet von im. und vor Thais fprach zu dem Phedria. § Ich habs recht. Het wol gefprochen. nain. aber er macht umbred ich hons recht, und auch das es gemaine antwurt ift wann man fpricht wilt ichtz mer das man faget nain im ift recht allfo. Da fpricht er ich habs recht, maint er auß gericht. § In dife unfer gaffen. Wann Thais faß auch alda in der felben gaffen und was in der felben hau& gefürt. § Ift etwar mit ir gangen. Er verlach fich wol das es kain andre were. aber er wolt es aigentlich wiffen.
* f3](3
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Am magt und der fryhait. Par. Sie ifts freilich. h6r auff es ift befchehen. Che. Du gaft mit aundern dingen umb Par. Kenfts wer f.e ift? Sag mirs. oder hafts gefehen^^ Par. Ich habs gefehen ich kenß. und waii wahin fie ge- turt ,ft Che. Ach parmeno kenfts aber? Par. Ich kenns Che. und waift wo fie fei. Par. Sie ift da her zu der bu- lerin thaidi gefürt, und ir gefchenckt. Che. welcher ift fo niechtig mit fo groffer gab? Par. Der ritter trafo, phedrie nutgraber Che. Du predigft gar hert tail meins bruders. Far^ Ja freilich wann du wifteft, was er ir dar gegen ^e- kaufft hette, du fprechest S » " o^
*
§ Es irt befcheheu. Als ob er fpräch, es ift auß ge rieht, es ift die recht. § Du gaft mit andern dingen umb. Er redet recht auff feine wt wann er fprach es ift befchehen. das dinet* nit uf feine wort als ob er fprach. Dir leit anders an. er wift aber „it was er von im lind het geredt, f.e ifts freilieh. § Und waiß wa hin. er gab die antwurt ee man in fragt, wann in verdroß der vil fragen, und ylet auch das er deß Phedrie fchenck Thaidi breehte. § Der ritter Trifo.
habe ab aim fohehen mitnager. § Du predigft. Als ob er fprach. fo
freLh M t'/'' "■'' '""'°''' ^'^ ™™^S züverfeheneken §Ja gab Phedrie. d,e fo fehnod ift. und ift vor durch fein aigne gab gelobet. Das feind zwen we. für in. und baid wider Phedrifm.
1 r/'^ ue"- ^""^ ^'""' ^'^^'' *^'l der herter w&r gegen Thaidi. das Ift der bofen** das fie in nit lieb hab als den ritter. Mefck wie gab und miet gewalt hond und. fürgang in der bfilfchafft. Darumb tib aul3 oder gang auß. °
*
SIC
SIC
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noch mer. Che. was? ich bit dich durch hercle. Par. Ain verfchnitten *. Che. Den ungeftalten menfchen (ich bitt dich) den er geftern kaufft hat. und das altweib? Par. Den felben. Che. Der man wirt freilich mit der gab auß ge- fchlagen. aber die thaidem hab ich nit gewift unfer nach- bürin fein Par. Es ift nit lang. Che. Hei, das ich si auch nie gefehen hon. aber fag mir, ift fie fo fchon als man fagt? Par. Ja trün. Che. Aber nichtz gegen difer der unfernn ? Par. Es ift ain ander ding. Che. Ich bitt dich bei hercle fchafF das ichs ha-
§ Was? ich bit dich. Was fcheackfc er ir dar gegen. Merck wie fenft flycht der rat her yn das Cherea für den verfchniten thaidi haim gefürt werde, und fpricht. § Ich bitt dich durch hercle. Als wir. Ich bitt dich durch got fag mir was etc. § Den ungeftalten menfchen. Spricht menfchen wann er was weder man noch fraw zefchetzen. § Der wirt freilich mit Merck er fprach nit uß gefloffen oder uß ge- triben. funder uß gef lagen, als man den hunden tut. und ift fchno- der § Aber die Thaidem. Es ift alles not zu rechter fchicklichait difer fabel wann folten Cherea und Thais einander gekennt haben, fo mocht Cherea nit zu ir gefürt worden fein für ain verfchnitten. dariimb fpricht parmeno. § Es ift nit lang Das es defter glop- licher | feie das ain Jüngling fchon nachbürin nit erkenn, darumb fpricht er auch. § Hei das ich fie auch nie gefehen han. Als umb die vorigen fach das er nit erkant müg fein fo er für ain verfchniten gefürt wirt § Gegen difer der unfern. Ift hoflich für gegen der meinen, als ob es nun den knecht auch antreff. Es ift ain ander ding. Merck er fchilt kainem brüder die feinen, wann fie waren baid lieb gehabt.
*
* vefchnitten
T e r e u z .
— Ge- ben müg. Par. Ich wils mit fliß tun. und mich üben dir 2< zehelffen. willtu fuß ichtz? Che. warumb galt yetz haim? Par. Das ich dife gab als dein bruder gehaiffen hat, thaidi haimfüre. Che. 0 glückhafften verfchniten der in das haus gegeben wirt. Par. Als wie ? Che. Fragftu ? Der die fchonften von geftalt alle zeit da haim ain mit aigne ficht, reden mit ainander. wirt by ir in ainem haus fyn wirt etwen mit ir effen. zu zeiten nahent flafen. Par. wie wann du felber nun glückhaft wurdeft? Che Wie parmeno? antwurt.
§ Ich wils mit Heiß tun Merck er haift es von erft zetün. und dar- nach will er erft heltfen. das macht fein haim eilen, die fchenki zeverfüren darumb fpricht er. § Wiltu fuß ichtz. Als gewonlich die abfchaidenden fprechen. Und auch aus difen werten die laichery ent- fpringen wirt. in gleicher weife als ob es allfo befchehen feie fo fenfft wechft aines aus dem andern. § O glückhafften verfniten. Merk wie durch Cheree reden fo er den verfchniten falig fchetzt das er hin ein fol gefürt* werden, wurt Parmeno defter mutiger Cheream für in hinein zefüren. wann es war doch fuß zevil das er im folte folichs zu. hon gemutet es war auch dem knecht zefrevel gewefen folichs zetün oder zu folichem zeraten. darumb gebürt | es gleich fich felber unfürtrechtig inher flychent. § Fragft du. Merck wie begirlich er die fünff ftafFel der liebe meldet fehen mitreden tetfchlen. nach dem kuß das fetfcheln. das wirt alles in dem text begriffen von dem der in küwen kan. Sehen reden freüntlich taften nach dem fchnebeln auff hin plaften. Er nemts auch alle fünff mit langen worten** ains nach dem andern das er defter lenger frod haben müg von ir zereden und das er groffe hoffnung künftiger frod ertzaige. § Wie wann du felber. Es ift zebeduncken Parmeno rede das mer in fchimpff ee wann darumb das es befchehen folle. aber es will dem Cherea nit ain fchertz fein.
*
* gefür
** woten
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Par. Nimb deß klaid. Che. Sein klaid? was dann darnach? Par. So für ich dich da hin für in. Che. Ich hors. Par. Und lag du feieft er. (]he. Ich mercks Par. Du enpfachft den nutz von dem du yetz gefagt haft, den er haben werd, mit ir effen, by wefen, antaften, fchertzft mit ir, etwan Tchlaffft nachend. voruß fo dich ir kaine kennet, noch enwaiß wer du feieft. über das ift din alter unnd geftalt das man dich leicht für ain verfchnitten fchetzen mag. Che. Du haft fchon geredt, ich gefach nie kain boffer rat geben furderlich laß uns nun ynhin gan. rieht mich ietz zu. furhin fo bald du mäht Par. was fagft. ich hon nun gefcbertzt. Che. Du klaperft. Par. Ich armer
§ Nimb* deß klaid. Merk aber wie fitlich parmeno in gat. er wolt nit zemal in die boi'en fach fallen das er fprach wolauf ich will dich für den hemling thaidi haim füren, es war zefrevel. dar umb fprach er dife ding an zefahen. Nimb* deß klaider. und do er merckt feinen willen do ret er mer. So für ich dich da hin für in. feinen willen, aber merck by cheree worten do er fprach. fein klaid. was dann darnach, als ob er fprach das gefeit mir wie mer. und darnach. Ich hors und mercks alles gern und gefeit mir wol. § Mit ir effen. die ding wem gnügfamlich oben ertzelt. aber dife ftaffeln der liebe ainem Jüngling offt fürheben und betrachten macht in ynbrünftiger. § Vor uß. Als vor zenechft begriffen ift fo er fpricht er hab fie nie gefehen. fie fei auch nit lang by in an der gaffen gefeffen. § Dyn alter. Wann on part als all verfniten feind. § Und geftalt. wann du bift fchon. § Was fagft. Merk wie liftiglich der knecht fich gern uß der groffen fchuld züge. doch das es dannocht befchehe. aber nit uff in gelegt wurde. § Du klaperft. Als ain ftock. als ob er fprach. Ich ker mich nit an dein gefwetz. es m^ß fein.
mili
was hon ich geton? ich bin vergangen, wie ftaft? du ent- richft* mich ietz. ich fag dir wol bleib. Che. Gee wir. Par. Laß nit darvon Che. Es ift gewis. Par. Lug das der rat it zu liftig fei. Che. Nain warlich, laß gan. Par. Die bonen werden in mir zerftoffen. ach wie ain verdachte bü- berei. Che. Solt das fo ftraffbar fein, das ich in ainer bu- lerin huß gefürt wurd. und das ich den felben die uns und unfere plüende Jugend all weg allfo verherend und uns all zeit in
*
§ Du entrichft*. Etlich fprechen an difem end. wie? flechft mich darzü. als ob er fprach wie wilt mich noten das ze tun mit ftoffen und f legen. Aber im latin ftat perculeris und nit percufferis. und perculeris bedüt wegnuß oder entrichtung daß gemüts. Und percuf- feris deß leibes wegnuß oder flahen. Nimb welches du wolleft. fo ift doch das der fin. Ich fich wol du wolteft mich noten das ich dich in der geftalt Thaidi haim fürte, doch wie dem allen fo fol man doch die ding underfchidlich fitlich und verftentlich lefen uff den fin das man uß den worten verftan müg das der knecht gleißnet das er es nit I gern tu. funder als ainer der von feinem herrn getzwungen wirt das zetün. § Laft nit. Als ob er** fprach. hör lieber laß von deiner narrenweiß es ift mein fchimpff. mainft das mir ernft fei. aber cherea wolt fich nit daran körn es müft fein und fprach ja frei- lich ich laß nit ab es ift gewiß es muß fein du bedarfft mir kain fchimpf daruß machen. § Die bonen. Das ift das übel wirt als uff mich gelegt und du tüft es. Zegleicher weiß als fo man bonen ftoft der morfer all ftoß muß enpfahen***. allfo wie wol du zeftraffen wereft umb die groffen miffetat fo muß ich doch die ftoß und fleg für dich leiden. Etlich fagen das fprichwort. die bonen werden uff mir zer- ftoffen. fei genomen von den kochen wann fi die bonen nit recht fieden das die herren fprechen man folt ins uff den kopffen zerflahen. allfo mainet er man werde doch in ziehen f er hab die bonen übel kocht den Cherea in ains verfniten weiß auß zefüren die jungkfrawen ze- fwechen. darumb werd er geflagen und von im getzwungen, § Solt das. Merck uff difen text. wie er gleich mit gleichem maint zever- gelten fein. Und küw den text wol wann er hat gar vil in im. § verhernd. Das ift das beft von unß ziehen, als die trelche uß den ehern.
* sie
** ober
*** enpfaben
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all weg keftigent. nun widergelt, und fie alfo laich als wir von in glaicht werden, oder mainft du es fei gleicher das wir dife ding leiden wann das fie von mir übergefchydigt werde? und wie wann fie es innen* werdent. niemant wirt es fchelten. fie werden die gefchicht alle billich fein fchetzen. Par. was ift das wiltus ye tun fo tus, aber das du hinnach die fchuld nit auff mich kereft. Che. Ich tus nit. Par. Haift michs aber? Che. Ich haiß dichs, ich zwing dichs auch, und gebüt dirs. Par. Ich will dem obern gewalt nimmer entflihen nun volg mir. Che. woll got das es wol gerat.
wann es ftat im latin defpicatam und kombt von fpica das ift ain eher, etlich fprechen verfmehen oder verachten und wäre defpicatam für defpectam. § Oder mainftu. als ob er fprach. lieber wiwol** es dich villeicht zeliftig dunckt und ftraffbar ift dannocht ift uns weger das die bülerin folichs von uns enpfahen wann wir von inen. Es wirt auch von menglichem nit fo groß gefchetzt alf du fürchft***. wann unfer ding wirt gelobet und das ir gefcholten. § So tus. für. wiltus ye fo tu ichs. § Haift michs etc. Merck wie Parmeno difer fachen nit ain fecber fein will, funder aia knecht. § Woll got etc Das fprichwort hat ain urfprung von hectore und Aiace. wann als die kriechen ains mals für froiam zugen do vertrib fie hector mit ftarker haut on groffen widerftand. nun | ailain von Aiace der fich gwaltig- lich fein er wert. Nacb langem fechten fragt in hector wer er war. er fprach. ich bin Aiax thelamonis von Exiona geborn. die was Priami feins vaters fwefter. Da lieffen fie den has und begabten ainer den andern. Aiax hectorem mit ainer gürtel. hektor aiacem mit aim fwert. und gerieten baid gab nit wol. wann als Hector von Achille erf lagen ward do band man in mit der felben gürtel an die füß und flaipfft in dreimal umb die ftat Aiax erftach fich felber mit dem gefchenckten fwert. darumb das im Achillis waffen nit werden moch- ten. Darumb nemen die weihin f kain meffer oder gürtel gefchenckt fie geben etwas gelts her wider wie wenig das feie in maß als ob es ain kauff feie.
*• SIC
*** sie t si^.
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Die* drit underfchaid. Redt der Ritter und Gnato mit einander, daa 2( hört Parmeno haimlich. Und redt ye auch darzü.
Bild:
Straße. Vorn von links Trafo, von rechts Gnato. Rechts von diesem sieht Parmeno hinter einer hausecke vor.
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Tra. [FJReilich* thais fagt mir groffe danck? Gna. übergroffe. Tra. wie gichft. waß fie frölich? Gna. Nit fo vil von der gab, als das fie ir von dir gefchenckt ist. deß zaigefc fie fich figlich. Par. leb befich da her, das ich wann es zeit fei hin für. aber fich den rifcter. Tra. Es ift mir von got be- fcherfc das alle meine tun zedanck werden auff o^enomen. Gna.
§ [D]Ife** Seen das ift der tail oder gefchicht gat allfo das fie geredt wirt zu der zeit als gnato die junckfrauen thaidi gefchenckt het. und der riter gegen dem huß gieng thaidem uff das nachtmal zef ordern und gnato vor dem huß zu im kam ee das Parmeno fein fchenck bracht het. und helt in ir deß liebkallers zütüteln und der fmaicher kunft. als er oben gelert hat in der fcen o untotlichen. Helt auch inn*** die torhait des ergüdigen ritters. § über groffe. Merck uit' das liebkallen. der riter | fragt von groffem danck. der liebkaller legt darzü und antwurt nit allain ja groffe. Er fpricht übergroffe. der riter fragt, ift fie frolich der gab halb, er antwurt. fie zaigt fich figlich. das ift über frolich. als die in ainem ftreit den fig genomen hond. Merck folichen fint man kainen mer. Glofa. Er lügt das land ift vol. § Als das fie. Merck aber wie groß der zütütler der thais lieb macht gegen demf riter fo er merckt das er gern hört das fie in lieb habe, er fpricht es fro fie mer das die fchencki von im kom wann die fchencki. als ob fie in Über hab wann die gab. das doch wider der bülerin wefen und natur ift. § Deß zaigt Merck wie der zütütler ain adelich wort braucht, figlich. als ob fie ain ftreit ge- wannen hab. und tut es dem riter zefmaichen und zerüren § Ich befich. da wirt parmeno yn getzogen als die drit perfon di mit ir felb ret. darumb ift Unordnung der red wann er ret im finn und ift die mainung. das ich wann es ift zeit fie hin füre die gab von meinem herren als mir befolhen ift. § Das ift mir. Als ob er fprach. das ift ain befunder gab oder befcherung von got das ich menglichem gefellig bin. allda berürt er die befcherung. das wir fotumff haiffen. das ift ain auffatzung von den goten ains yetlichen menschen wefen. davon die maifter vil gefchriben hond. in funder Tulius ain gantz buch. Ovidius. ßoecius und vil ander, aber es gehört nit hie yn zemifchen.
^- [F] lücke durch zwei zeilen ** [D] lücke durch zwei zeilen
t de ti" fotü
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Ich habs by hercle wol gemerckt. Tra. Der künig Taget mir 2' all weg den groften danck, was ich begund. den andern nit allfo Gna. welcher die wyßhait hat das in dir ift, der zücht offt wol in fich mit Worten groß eer mit fremder arbait er- worben. Tra. Da fagfts. Gna. Darurab hat dich der künig allweg in äugen. Tra. ja trün. Gna. tragen. Tra. ja wer- lich er getraut mir auch fins gantzen hors und aller feiner gehaira. Gna. wunder. Tra.
§ Ich habs. Merk wie der zütütler alle deß riters wort beftetiget als er oben gelert hat fprechents. ja ich fprich ja. § Der künig Merk wi* der ergüdig riter vor übriger begird gelobt zewerden fo ain höhen fprung tut uß klainem zütüteln untz uff den künig on als niitel. Merck fyn torhait. § Welcher die Mainet weißheit haben fy in im. Merck aber uf fein fmaichen er gyt dem riter weißheit und klügbait der wort deren kains in im ift. darüber ift es ain vermifchte red die man uff güts oder args verfton mag. auff args als ob er fprach. du legft dir felber eer zu die I ain ander verdient und erworben hat und dir nie gegeben ift. aber der riter verftat es uff den beffern fin das ift der erft. darumb fpricht er dar uff, § Du fagfts. als ob er fprach. Du verftaft** die ding alle gar wol Etlich hond im text du häfts für du fagfts. ift auch recht, wann was wir in dem gemüt verftand das haben wir. § Darumb hat dich der. Merck aber die groß begird gelobt zewerden. wann ee das Gnato gar uß redt fo underredt im der riter. wann Gnato wolt gefprochen hon. § In augeu tragen, aber ee das er das tragen voll uß geredt fo fpricht der riter. § Ja trün. und eilt das er fich felber fürbas rüme. Und mügen dife wort aber in ain andern weg genomen werden, als ob er fprach. darumb hat dich der künig für ain toren inn äugen, aber Trafo be- gert gelobt zewerden. darumb vernimbt er es für ain lob wie wol im gnato das fpecklin durch den mund zücht. § Wunder Das wort wirt in zwen weg genomen. der ain ift Du fagft wunder groffes vertrüwen das der künig zu dir hat und liebi. das ift fein liebkallen. Der ander ift verdeckt und fpotlich. als ob er fprach. es ift ain wunder wann aiii künig ainen folichen leichten torochten ergüdigen riter fein 8 hores oder rät getruwen foU. und der fin ift beffer.
*- v'ftat
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r« Und wann er maßlaidy der leüt empfieng, oder has des ge- fcheffts, oder wa er ruwen wolt, fo berüeffet er mich ainigen. (kenfts felber) nachent. Gna. Ich waiß. als ob er das eilend ans dem gern üet wöll fpeien. Tra. Du hafts. dann fo fürt er mich allain mit im zu ainem zech gefallen. Gna. Hui du meldeft von ainem treffenlichen künig. Tra. Ja er ift ain menfch deren sfar wenisf ift. Gna.
§ Maßlaidy. Das ift der herren und amptleüt von im gefetzt, das ift wann in verdroß deß gemainen nutz zebedencken mit feinen raten von übriger mü. und er wolt ergetzlichait fücben und rüwen § Verftats felber wol Merck aber deß ritters torhait. der maint man verftand in e das er hab uß geret. als gewonlich die finu armen tünt die mainen man fehe in in das hertz was fie reden wollen, und man merck es auß irer geberd. § Als ob er das eilend. Das ift den ver- driß und müde deß gemütes auß wollen treiben yeglicher wys als wir überflüffikait deß lybes uß dem lych|nam fpeien. allfo fpeien oder tryben wir iinrü und verdriß mit ergenlikait* uß dem gemüt. Und redt Gnato grob, wann in verdroß auch übrigs rümen deß ritters. als ob er fprach. Ja die herren habend geren follich narren mit denen fie fich ergetzen und ir gemüt erholen. § Dann fürt er mich. So er fleh in weißhait geübt und verdrieffen het. § Allain mit im. Merck wie hoch er abher feit der vor ain haubtman was deß gantzen hores und obrofter rat. den fürt er yetz und das er fein unrü und müde mit in** als ainem goggelman vertreibe. Yil ander finn nimbt man uß dem text. deß ift aber genüg, doch fpricht er nit umfuß allain. auch fp rieht er. fürt er mich und fpricht nit. er berüfft mich. § Du meldeft etc. Als ob er fprach hat er dich recht lieb fo ift er ain goggelman als du. Ift er aber weiß fo helt er dich als du bift für ain narrn mit dem er fein kurtzweil fücht. Und nach den baiden finnen rauft du die nachgenden wort verftan. § .Ja er ift ain menfch. Und deß gnato red fo er fpricht
Sic
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Ona.* Ja ich main kainer wann er mit dir lebt Tra. Sie nydten mich all. biffen haimlich. ich verachtes. Sie neidten mich erbermklich. aber doch ainer gar vaft, den der künig der indifchen helfant marftaller gefetzt het. Als mich der felb mer und mer befwerend was, fprach ich. ich bit dich Strato biftu darnmb fo frevel, das du gewalt haft über Beluas? Gna. By hercle das was fchon und weiflich geret hunhun du würg- teft den menfchen. was fprach er? Tra. Er was gleich ain ftum. Gna. wie kund rat fein? Par. 0 ir lieben göt wie ain verlorner
§ Ja ich main kainer. als ob er fprech. ja wann er ain menfch ift der dich von weißhait fürneme oder vernunfft wegen lieb hat fo ift kain follicher menfch mer uff ertrich. aber der ritter nam es als uf im zelob wann er was ergüdig. Oder man mag nemen das er das wort. Ja ich main kainer. haimlich gerett habe. § Ich verachtes. Ir neiden und haimlich ftnpffen und beiffen. Als aigenfinnig leüt tünd. § Sie neidten mich er. Das ift vil zefaft das es zeerbarmen was. Und merck eben wie zwe** mal ftat fie neifcen mich darby du un- kundenhait deß ritters mercken macht, der unnützlich ain ding zwe- mal** rett on endrung deß fmnß. und als bald darnach. § Aber doch ainer gar vaft. und het doch vor gef prochen. All erbermklich. Das doch I mer ift wann gar vaft. § Den der künig. Als ob er fich gegen gar aim groffen geftrübt habe der gewalt über Indifchen Helffant ge- hebt hat. die doch groffer feind wann ander. Merck fein torhait. § Beluas. iJelue haiffen die groffen unvernünfftigen thier die man zu kriegen braucht, und wirt von dem wort bellum getzogen. das krieg bedeüt. § Da würgteft. Merck auff den liebkaller. er fpricht würgteft als ob er mit im gefochten hab. nit geredt. § Er was. Er het ain wolgefallen von feinen geüdworten. und macht vil wort, het wol kurtz geantwurt. nichtz. § Wie kund. Merck kluge ftupffwort. wann er het vor gefagt du würgteft den menfchen
* Gna.] hier und 28 r" ende ** sie
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'^ und armer menfcb. und den groffen fchalck. Tra. wie dann das gnato? hab ich dir gefagfc wie ich rodium rüret in der zech. Gna. Nie. Aber ich bitt dich fags. ich hons yetz mer dann taufent mal gehört. Tra. Der Jüngling den ich lag rodius waf bv unf in ainer wirtfchaffc von gefchichfc het ich ain hürlin er fing an mit im zefchertzen und mein fpotten. was fagft du fchamper menfch (fprach ich) du bift felbft ain has, und fuchft die pretlin. Gna. Ha ha he. Tra. was ift? Gna. Hofflich fchon unnd ordennlich.
§ Und den groffen fchalck. Maint gnatonem der den ritter alfo mit liebkallen umfürt*, doch ftat im latin facrilegus das ift ainer der heilige ding ftilt. Doch wirt es für ain fchalck genomen. § Wie ich rodium rürt. Das ift zefpot bracht mit ftichwortlin. § Nie. Merck wie liftiklich fo pald der ritter alifo ret do verftünd gnato das er es gern gefagt het. darumb bat er in zefagen. § Ich hons yetz mer. Dannocht wolt er es im zugefallen mer hören, ob er es nie gehört het. Und merck das gnato dife wort in im felb ret nit laut das fie der riter hört § Von gefchicht. Merk wer die narren reden lat wie fie ir aigen fchand felber melden, als hie der ritter lang von grof- fen I dingen hat gegüdet. zeletft fagt er felber wie fein von feins bülen wegen gefpotet würt. als der text weift. § Du bift felb ain has. Ift beffer verborgen wann glofiert. füch yetlichs felber den fin der recht ift. du fuchft oder begerft das dn felber gibft. § Ha ha he. Der zütütler lacht das der ritter wenen folle es gefall im fo wol. als ob er es nie mer hab gehört, darumb ift es mit feiner geberd zelefen. § Hof lieh, allfo das es die leüt erfro. und den redenden gefeilig mach. § Schon. Mit zimlichen fchonen faubern worten. § Ordenlich. Wol getziert und mit worten geblümt.
* sie, nicht umb-
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nüntz darüber. Lieber ift das fprichwort dein? ich wond es wer alt. Tra. Haft vor gehört? Gna. OfPt. es wird für andre gebraucht. Tra. Es ift mein. Gna. Es tut mir we das folichs dem torochten freien Jüngling fy zugeredt. Par. Das dich got fchent. Gna. Ich bit dich waß er? Tra. Er was verlorn. Alle die da waren fturben vor lachen, dartzu forcbten fie mich yetz all. Gna. Nit unbillich. Tra. Aber los du würd ich mich entfchuldigen gegen der Thaidi ?
§ Ift das fprichwort dein. Vor zeiten wann etwas mercklichs und fchons geredt ward der gedehtnuß * wirdigs. das ward dem erften finder im zelob behalten geaignet und zu gefchriben. Allfo will Gnato dem ritter liebkallen als ob er wene es hab von im ain anfang. und fpricht. § Ich wont es wer alt So es gemainglich gebraucht wirt. § Es tut mir we. Merk wie der liebkaller fpricht der Jüngling erbarm in das er alfo von im wurde gefchent. als ob er im gar grof- fes geton hab und ift doch fein fpott. als er vor auch fprach. Du wurgteft den menfchen. nun zaigt er über in erbermd haben. § Das dich got fchend | Das redt Parmeno umb fein falfches zütüteln und maint Gnatonem. und redts doch haimlich das es Gnato nit hört. § Ich bit dich. Gnato redt kurtz das der güder wider zereden kom. darumb redt er nit gar auß. er redt mit halben worten. § Die da waren. Merck deß ritters torechte* wort, fpricht die leüt fturben vor lachen, er ift ain tor darum b werden im torochte** wort zu geaignet. § Dartzu forchten fie mich. Das ich it ain andern auch rürte mit difen wortten. Du bift felb ain has und fuchft die prätlin. und ich bit dich Strato biftu darumb fo fraidig. das du gewalt haft über beluas. § Nit unbillich. Das rett er gegen im liebkallend und ift doch fein gefpot. § Würd ich mich entfchuldigen. Das ift ain vorred oder Zettel zu dem krieg zwifchen dem ritter und thaide künftigen- als du da felbs bas verfton wirft.
SIC
sie
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das lie argkwonet, mich dife liebhaben? Gna. Nichtz minder, ja du folt wol den argkwon meren. Tra. warumb ? Gna. Fragft? waift nifc. ob fie etwan phedriam meldet oder lobt, das fie dich prenne. Tra. Ich mercks. Gna. das das nit befcheche, ift allain dife büß. wa fie phedriam nennet, du als pald pamphiliam. aber wann fie fpricht, laß wir phedriam her ein mit uns zeeffen, fprich du, berüff wir pamphiliam zefingen. lobt fie deß geftalt, du deren herwider. Und gib allweg
§ Das fie mich. Aus difen wortten ift wol zemercken das thais den ritter darumb gekipelt hat. als dann die frawen tünd die efel vail hond Ach du haft die auch lieb ich mags nit leiden, mir bricht das hertz fo ich dich mit der fich reden etc. Affen fpil und deß gleichen. Sie hat dife wort auch mit Phedria von dem ritter geredt, als oben an dem end difer Seen 0 mir. § Ja du folt. Das wirt ain urfach das der ritter wirt auß geftoffen. Und merck das weit fürtrachten deß Poeten und wie gleich ains aus dem andern felb wechft. als ob €8 yetz gefchehe vor uns. § Dife büß. Das fie dich gantz argkwone pamiphiliam vaft lieb haben. § Wa fie. Wa bedeüt die ftat und die zeit, und ftat hie wa das ift wann. Und merck bei difem text den fchonen zettel zu* dem kipeln oder kriegen zwifchen dem ritter thaide. und gnatone zebefchehende. § Als pald. Darumb das die bülerin verftand das du fie mit der müntz betzalen wolleft die fie dir ge- lihen hat. Ain gevatterfchafft übern zäun die ander herwider. und das du ir alle untrüw mit gleichem** wilt vergelten ob du auch Pam- philiam nit lieb haft. § Mit uns zeeffen. Der text hat comeffatum. das bedeüt nit allain effen. funder darzü lüftliche wol beraitte fpeiß nieffen die man flecklin nennt, und das befte tranck unmeffigklich genoffen nach bofer begird. § Laß wir. Stat wol. wann Phedria was aus dem haus. Pamphilia was darinn. Darumb bedorfft er ein- laffens. fie nun berüffens, § Du deren. Das ift fo lob du der Pam- philia geftalt herwider. das ift gegen irem loben das fie Phedrie tut.
gleiche
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gleich umb gieichs, das fie wider bitzel. Tra. Ja wann fie 30 vi mich lieb hette, fo wer das hilfflich gnato. Gna. wann fie |
deß das du gibft begeret und lieb hat, fo hats* dich vorauß j
lieb, und mag ir leicht befchehen das ir wee tut, und all- J weg deß nutz beforget den fie enpfacht das du erzürnter den etwan anderfwa kereft. Tra. Du haft wol gerett, aber das kam mir nit in fin. Gna. Es ift ain fpot. du haft nit daran gedacht, wann freilich trafo du hetteft felber das vil bas er- I
funden. 1
§ Das Tie wider bitzel. Will fie dich raitzen mit dem phedria fo raitz fie mit der pamphilia. § Ja wann. Hie merck ain weitfürtrachten deß endes und der richtung die zeletft foU befchehen wann der ritter würt leiden muffen in der richtung das im phedria bei thaide wei'd fürgefetzt, und wie das defter leichter zedulden werde von dem ritter fo ift fein arckwon gut darzü. das er allweg gedacht fie het phedriam lieber wann in. Und ift dife red deß ritters wol zemercken. Sie ift auch vernünfftig wiewol er fuß vil torlichs tut. Und fetzt der poet mit fleiß auch etliche vernünfftige wort des ritters. zemercken das gantz narren nit find in comedien zejfetzen. wann es bringt nit frod noch ergetzlichait folich ytel toren oder unfinnig um treiben**. § Wann fie. Merck was bofer vergifft liebkallen in im hat. der ritter redt wol und weiflich, aber von ftund an beraubt Gnatonis liebkallen in einer weißhait mit fmaichenden raten, und gibt doch durch feine wort nit zeerkenen *** das fie in lieb habe. Merck den text wie er das geßlin umhin** laufft fo er im nit gleich mag begegnen, doch das er in verkore in feiner vernunfft fo vil er deren hat. § Anderfwa. Er fetzt die ftat für perfon und maint anderfwahin ainr andern. § Aber das. Das ift zelefen als ob der fin den Gnato gefagt hat den ritter groß und fremd bedunck das ain ander etwas vernünfftigs vor im finden folt. darumb fprach er. Aber das kam etc. Als ob er folichs felb wol het betracht. wann er es nun bedacht het. § Ain fpot. Ob er main das er ain gauch feie, oder das feine wort fchertzlich feien. Merck die baid finn.
«
* hafts
** um-, nicht umb-
*** sie
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Der ander tail deß dritten underfchaides. Bracht Parmeno die gab Phedria vor der Thais hauß als fie ^an wolt mit dem Trafo effen. Die befalch fie ir wol zebehalten und gieng. Do fchickt Trafo den Gnato für das er hieß das nachtmal beraiten.
Bild:
Straße. Thais geht aus dem haus. Links Gnato und Trafo. Rechts Dorus Enuchus in Schellentracht, Parmeno, mörin.
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[M]Ich* bedunckt ich hab des ritters ftim gehört aber fich in. gegrüft feieft mein trafo. Tra. Mein thais, mein woUuft. was thut man. haft uns nit etwas lieb, von der faitten- fpilerin? Par. wie ain liftiger anfang. von feiner gab, fo er erft kombfc.
[I]N** difer fcen werden vil und mengerlai perfon yn getzogen. doch fo m aif terlich under gefchidet das yetlicber rede nämlich auß der an- dern würt erkundet und wol zu geaignet. Und redt dife wort mit ir felbs. wann mit dem ritter zereden ift freüntlicher und bringt mer begirlichs willens in bei dem namen zenennen. darumb fpricht fie zu im. gegrüft feieft mein trafo. und fpricht nit mein riter. als ich auch vor oben gefetzt hab. und wie etlich zu namen etlicher*** feind zenemen wann die aigen namen. § Mein woUuft. Der text hat meum fuavium. das wäre du mein füß küßlichs meülin. bedunck mich gnüg und verftentlicher fein mein woUuft oder mein freüd. wann fuß wäre not zefagen von dreierlai küffen. das ain haift ofculum das ift der kuß deß frides und der gaiftlichen. das ander haift bafium und ift der kuß der freüntfchafft und rechter lieb, das drit haift fuavium und ift der unkeüfchen untzimlichen liebhabenden küffen. Für den kuß hab ich woUuft gefetzt zu underfchaid der küß. § Was tut man. Er wolt ir gern gefallen nach dem als er fie küft het. Und ret fmai- chent. was tut man. Merck wie grob und peürifch. § Haft uns nit etwas lieb Merck wie er fpricht. etwas von der gab wegen. Ift wol zemercben der argkwon das fie Phedriam lieber bet. darumb antwurt fie fmaichende. über vaft umb dein verdienen, und fprach nit urab dein geben. § Saittenfpilerin. Spricht er. und fpricht nit von der jungkfrawen. und redt yetz als ain büler. und als ob im ir fingen auff dem faittenfpil wol gefall, und fie defter ee gedencken folle fie fei ir gell, wann gewonlich fo find lautenflaherin und leirerin auch gut gefellin. das ift auf teütfch bülerin. wolt er den argkwon Thaidis meren als im Gnato geratten het. § Wie ain liftiger. Parmeno be- greift den ritter umb das er anfacht zereden von feiner gab. wann der woltüer foU vergeffen was er feinem freund wol tut. aber der fol der güthait all weg ingedenck fein der fie enpfangen hat. darumb fpottet Parmeno deß ritters anfang. wie ain liftiger, das ift un- höflich
*
* [MJ lücke durch zwei zeilen ** [I] fehlt ohne lücke *** sie : erlicher?
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Tha. Über vaft uinb dein verdienen. Gna. So gee wir zum nachtmal. was ftaft ? Par. Hern hem du mochteft wol fagen der wer von jenem geborn. Tha. wa du wilt, fo vertzüch * icbs nifc. Par. Ich will zu hin gan. und gleich thun als ob ich erft auß her gang, gaft etwan hin thais? Tha. Ey Par- meno, du haft by pol wol geton. hüit wird ich gon.
§ überfaft. Merk wie hoflich die bülerin ir libe * nit auff geitigkait fezen wolt. funder auff billigkait deß widergelts. das es billich were das fie in vaft lieb het. wann er heb fie auch allfo. etlich zelennd es doch in den weg das fie im damit dancke. und umb dein ver- dienen, wann du haft mir die jungkfrawen gefchenckt. aber das erft ift hoflicher. § So gee Der lecker vergift deß fein nit wann er fetzt die hochfte felligkait auff wol effen. damit er auch fein gut verton hat. dar|umb manet er fie ungeftümigklich. weß ftaft. als ob fie des groffen gats fomig feie. § Hem hem. Etlich wollen den latini- fehen text verftan das das teütfch allfo darauff diene, macht wol fagen das ain red auß der andern geborn feie, wann fie feind baid torlich, aber difer text ift gleicher, der war von jenem geborn. als ob er fprach herr und liebkaller ** find uß aim tigel gegoffen. oder über ain laift geflagen. baid torochter red. deß ritters anfang ift fpotlich fo er mit erzelung feiner güthait anfacht, und der lecker nun von füllen fagt Auß difen werten merckftu Parmenonem liftiger fein wann fie baid. § Wa du wilt. Wa bedeüt hie die zeit für wann du wilt. § Als ob Er was vor herauß. aber ferrer geftanden das er fie dan- nocht reden hört. § Gaft etwahin. Darumb das er Thais gemüt er- kunde fragt Parmeno gleichfend das er fuß wol wifte. wann er bei dem erlauben Phedrie was zwen tag zu dem ritter. § Ey Par. Merck wie die bülerin mit fmaichworten Parmenoni gnüg wolt tun das er fie defter minder vermercken folt den ritter vaft lieb zehaben. umb das fie gefprochen het. wa du wilt etc. und als ain erfchrockne gibt fi wort nit auff fein frag dienent noch fuß vil finß habent. § Du haft bei pol. Als ob fie im fmaichen woll und zaigen das fie in gern fehe wann er kome und was er frage, und antwart doch zeletft. do fie fich von dem fchrecken erholt fmaichent und fenfft. § Hüit wird ich gon. Als ob fie es auch nit gern tue.
* vetzüch
* sie
** liekaller
T ere n z.
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Par. wa hin? Tha. was? fichftu den nit? Par Ich fichs und verdrüft mich, wa du wilt ib feind dir die gaben hie Yom phedria. Tra. weß fton wir ? warumb gang wir nit hin? Par. Ich bitt dich laß das befchehen mit deinem frid, deren zu geben was wir wollen, zefamen komen und mit ain reden. Tra. Über fchone gab gelaub ich, aber den unnfern nit gleich. Par. Die gab wirts zaigen. Hörend ir.
§ Sichftu den nit. Spricht den. wann het fie gef prochen fichftu nit mein freund es hete Parmenonem verdroffen. het fie dann gefprochen fichftu nit den litter fo hete es Trafo für fmach auflpgenomen. darumb fand fie das wort den. § Ich fichs. Das redt er darumb das er Thaidi deß ritters liebe entzihe. § Wa du wilt etc. Was mocht dem ritter heffigers befchehen wann das fein mit bauer von ftundan nach im in feiner gegenwertikait feine gab feinem bülen fante. darumb fpricht der ritter als bald. Weß ftan wir etc. dar;niit er zaigt das er Par- menonis wort nit leiden mocht und im fein reden fchmertzen bracht. Merck wie die gab tue wann er fie fehen wirt von feinem mitgraber bringen. § Von Phedria. Merck wie Thais deß ritters namen vor Parmenone nit nennen wolt, auch nit fprechen wolt meim bülen, fie fprach fichftu nit den. darumb das es in nit bekümert. alfo nennt Parmeno Phedriam mit fleiß das er den ritter brenne. § Laß das. Als ob der krieg yetz zwifchen dem ritter und Phedria fei angegangen, wann in kriegen macht man frid. Und find fpotwort. Als ob er fprach. Wir werden gewalt bei ir haben es fei dir lieb oder laid. Auch zu ir zekomen und mit ir reden nach unferm willen, und alle dife wort find neidiglich und trützlich zelefen. § Aber den unfern. Das ret er kecklich von der jungkfrawen fchoni wegen deren gab gleich er mainte nit finden mügen. § Die gab etc Er beforgt deß verfniten nam würde von in veracht darumb wolt er nit fprechen ir werden ain wunderlichen verfniten fehen. er eilt wol das er pald herfür gienge und von inen gefehen wurde fie zeraitzen darumb rüfft er überlaut. Hörend ir haiffen die außher gan. und eilet das der ritter nit hinweg gange ee er fie fehe.
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haiffen die wol pald außher gan. als ich gehaiffen hon. Gang du her. die ift bis daher von morenland. Tra. Da find fünff pfund Gna. Hart. Par. wa biffc du dore, gee her zu. hem. fich dir den verfniten wie ift er nit adelicber ge- ftalt, und von plüendem alter? Tha. Ja allfo habend mich die gott lieb,
§ Gang du her. Merck wie er an der mindern gab anfacht di wol zeverfmehen were und fteigfc uf zu der koftlichern damit der vorigen fnode wirt vergeffen. Auch wann er cheream vor folt gefchenckt haben were argkwon uf erftanden das er nit ain verfnitner were. wann fo er die morin vor gefchenckt hat. an der kain zweifei was wann fie recht aigen erkaufft were. § Die ift. Das ift das Phedria oben zu Thaidi fprach da | er ir fein güthait uff hüb. han ich nit als du etc. darumb fpricht er von morenland. das er die gab koftlicher machte von ferre wegen deß lands dannen fie komen was. das ift auch das Phedria im befalch. unfere gab zier mit werten. § Da find fünff pfund. Merck wie liftiglich wolt er Phedriam thaidi laiden und fein gab. er waiß der bülerin liftikait und flecht die gab an umb fchnodes gelt das fie Thaidi defter minder enpfenglich fei. als ob fie yetz foU verkaufft werden umb gelt, und ift alles fein füchen das er der Thaidi gunft und danckperkait gegen dem Phedria müge mindern, und daruf liebkallet Gnato. § Hart. Das ift es find hart fünff pfund. § Wa bift du Dore? Er tut als ob er in füch und rüfft Cheree bei deß ver- fnitnen namen darumb das man in defter minder argkwone das er kain enuchus feie. § Hem fich dir den verfniten. Merck wiewol dife wort uff Phedrie fag dienend do er zu Thaidi fprach. Fürbas fag- teft etc. als ob Parmeno fprech. hem fich dir den verfnitnen nach deinem begern. § Wie. ift er nit etc. Der text ftat baß in Iragweiß zelefen dann allfo wirt fein wolgetani och geftalt zwifach gelobt von Thaidis antwurt und feinem fürheben, fuß vt^ann Parmeno fprach er ift adelich oder wolgetan fo blib es allfo unbeftetigt. wann das be- dorfft nit antwurt. § Und von etc. Als Jüngling die nun zu iren tagen komen find. § Ja allfo haben etc. Sie fwert darumb fo fie in loben will, das nit gedacht werde das fie gefallen ab im hab von Phedrie wegen, funder von warer fchoni getzwungen werde in zeloben- auch vor dem gegenwürtigen ritter.
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Er iffc fchon. Par. was fagft du Gnato , haft ichts das du verfmeheft ? aber du trafo ? fie fweigen es ift gnug gelobt, bewere in in latin. in geradikait. in mufica. das ain frjer billich wiffen foll. ich gib dir ain kunnftreichen Jüngling. Tha. Ich will den Enuchum kommbt
§ Haft ichts das du. Haft für finft* ichts an im das du fchelten mü- geft oder verfmehen. § Sie fwygen. Auf fein frag darumb ift es ge- nüg lobs. vor auß fo fie die vorigen gab gefcholten hond. darumb fragt er den trafo och in funder. § Aber du Trafo. Schilteft du die gab auch. § In latin. In geradigkait. In muficis. Wann der edlen freien Jüngling gehört zu zelernen latin fechten, ringen, fpringen. und deß gleichen, auch in muficis. das ift auff gefang. faitenfpil und deß geleich, deren ding was Cherea kunftreich das ift geübt. § Ich will etc. Etlich legen den text auß das der Thais rede kombts dar zu das fich der verfniten recht helt oder nüchtern, das ift erkant und fürbetrechtig ift als die nüchtern menfchen feind. fo will ich den wol halten, das muß man zu erfoUung der red** hinzu legen, wann fie wolt es in gegenwertigkait deß ritters nit gar uß fprechen das fie in nit ertzürnte. aber Donatus der über Therentium fchrybt will das dife wort deß ritters feien, und das er dife wort etwas zornigklich *** in trowen und vertzuckt rede, doch alfo das Thais wol darvon mag bewegt werden und zu dem das fie vor argkwon auff in hat der jungk- frawen halb noch mer wider in Unwillens betrachte. Und will Donatus das der ritter dife wort rede als ob er ain beduncken habe wie der nit ain verfchnitner feie, und im darumb trowen wolle, das alles zu künfftigem krieg wol dienet und fpricht § Oder nüchtern, das auch brechaftig ift. als ob er fprach wann er dannoch nüchtern das ift vernünfftig würt. und feine narren klaider ablegt fo will ich im Ionen umb fein torhait das er fich mir zefmach allfo lat herein füren. Mer und ob die red un vernünfftig und on groffe finn ift muß man dem torochten ritter zu zelen der nit wol weft was er reden folt und doch reden wolt das er nit aber von Parmeno gerupfft wurd als vor do er fprach fie fweigen ift genüg gelobt
** rrd
*** erftes i verkehrt
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es dar zu, oder nüchtern. Par. Und der dife ding gefent hat, begert dich nit im allain zeleben, und von feinen wegen, die andern auß gefl offen fein, ftreit erzelet er auch nit, noch fein wund mafen für her zaigt er ift dir auch nit wider, das etlicher tut, funder wa es dir nit fwer fei, wa du wilt, wa dir die wyl wirt fo hat er gnug. wirt er dann enpfangen. Tra. Der mag ains armen eilenden heren knecht fein. Gna. By hercle nieman mocht (waiß ich woi) der fo fil hete, das er ain andern beftellte, den erleiden. Par.
§ Dife. Das ift fo groffe gab. § Von feinen wegen. Mit difen Wor- ten will Parmeno Thaidi den ritter laiden. als Phedria in feinem abfchaiden von im begeret. wann den ritter ir zelaiden mocbt er nit bas tun wann das er in feiner gegen wertikait allfo redte. Von feinen wegen die andern auß gefloffen fein, und fpricht. § Die andern. Als ob fuß vil weren die fie gern büiten. fo muffen fie beforgen das inen nit befchehe als phedrie von deß ritters wegen befchehen ift. § Streit ertzelet er etc. Er maint den ritter der von groffen dingen faget geüdend on werck. § Noch fein wundmafen. Die feind loblich, aber nit by bülerin. wann | nach dem gellt haben fie nichtz liebers dann fchone deß leibs irer bülen. darumb wolt Parmeno in laiden von der mafen wegen. § Er ift dir auch nit wider. Das er dein bülen von dir treibe als der ritter. § Das etlicher tut. Maint den ritter da mit er in Thaidi will laiden. wann er macht fie gedencken Phedrie unt- zimlichs auß flieffen dar zu fie der ritter unbillich gebracht hat. Und dienend alle Parmenonis wort auff dife mainung. Und das fein herr defter mit befferm willen enpfangen werde. § Der mag ains armen etc. So er feinen herren fo undertenig macht. Wie wol es etlich anders auß legen.
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Ach fchweig du. den ich doch und er aller niderften menfchen fchetze. wann fo du dein gemüet gefetzt haft dem lieb ze- kallen, fo main ich du mochteft die fpeiß aus dem für lanngen. Tra. Gan wir nit? Tha, Ich will die vor hinein füren, und gebieten das ich will, und von ftund an uß hergan. Tra. Ich gee darvon. warte du. deren. Par Es ift untzimlich den kai *
§ Den ich doch under allen niderften menfchen fchetze. Merck des maifters mainung und hohen fin wie er die liebkaller under allen wefen der menfchen bofer fchetzt. Ift zemercken. § Wann fo du dein gemüet gefetzt haft etc. Das gemüet ftelt man nit wann auff fchware ding, Darümb fchetzt Parmeno Gnatonem defter ringer fo er dem narrochten ritter will umb die fpeiß vil liebkallen von dem doch fwer ift etwas zebringen. § Du mochft** die fpeiß auß dem füer lanngen. j Das fprichwort würt zogen darauß. wann ainem ain küchlin oder etwas in das feüer feilt fo langt er es hart ungeprennt. Allfo fchetzt er den Trafo als das feüer von dem etwas zeerlangen hert ift. Da mit rürt er fie baid mit ainer antwurt und gutem widergelt feiner red fo er fagt er main er fei ains armen eilenden Herren knecht. Mercks wol. § Gan wir nit? Merck wie er eilet von haß und ungü- tigkait wegen übern Parmeno. § Ich gee darvon. Dar auß merckft du das der ritter verdrieffen het ab dem fleiß thaidis. Phedrie gab fo wol zebewaren. § Es ift untzimlich Parmeno wie er mocht het er gern unainigkait zwifchen in gemacht, als ob fie yetz an folt fahen mit im zekriegen. Du wilt dich fchemen mit mir zegan und deß glei- chen. Doch redt er wol bedacht mit feinem bülen und nit mit ainer torin. Und mainet es doch. Aber er wolt fie nit fchmehen funder von feineß harren wegen in gutem willen behalten, als er im ge- botten het.
Sic
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fer mit feinem bulen auff der ftraß gan. Tra. was foll ich dir vil fagen du bift dem herren gleich. Gna. Ha ha ha. Tra. was lachft? Gna. Das du yetz gefagt haft. und das du mir von rodio fagteft. kam mir in fin. aber thais kombt. Tra. Gee hin, lauff für. das alle ding dahaim berait feien. Gna. Das fei. Tha. Pithias hab wol eben acht, ob cremes da her kumen wurde, das du in von erft bitteft zewarten. ift im das nit eben das er widerkome. mag das nit gefein, fo für in zu mir. Pith, Ich wils tun. Tha. was wolt ich mer gefagt hon? ehern verforgen die jungkfrawen fleißlich, und bleiben im hauß. Tr. Gee wir? Tha. Volgen ir mir nach.
§ Du bift. Merck der torocht ritter liett im nit mer rohmach zefagen. wann das er in feinem herren wolt gleich fchezen. für das er in vor alfo hert gerupfft het. § Was lachft? Er fraget nit dariimb das er es nit wiffe. funder darumb das der torocht ritter empfand das er des hübfchen wortlin lachet fragt er. als ob er fprach. fag hab ich in nit wol auß gericht? Und thüt es das er gelobet werde, als er allweg begeret. § Und das du mir etc. Merck wie der ritter fo ge- naigt ift auff liebkallen das er bei dem gnato ftill ftatt die weil er im zu tütelt. und doch vor fprach. Ich gee darvon. und wolt fich leich- ter von feinem bulen wann von dem liebkaller hon gefchaiden. § Hab wol eben acht. Dife wort hört der ritter nit er wurde fuß zefer ertzürnt. doch feind fie als ain zettel deß künfftigen kriegs. | § So für ifl zu mir. Ich fei wo ich woll. § Volgen ir mir nach. Sie mainet Ire megdt die mit ir gon folten.
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Der drit tail deß dritten underfchaids. Kumbt Cremes und will in 35 Thais hauß. und fo fie nit anhairafch ift, fo fürt in Dorias hinumb in deß ritters haiiß zu ir.
Bild: Straße. Pithias und Cremes nach links.
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Cre. [0]N* zwyfel ye mer und mer ich gedenck, fo ifts nit ain wunder gibt mir thais ain groß übel, alfo liftigklich fich ich mich von ir gewaicht werden yetz nun fo fie hat gehaiffen mich in ir huß zu ir berüffen, wurd mich yeman fragen, was gefcheifts ift dir mit deren? trün ich wefts nit. und da ich vor kam fand fie ain urfach das ich do vertzüge, fie hete gotz dienft volbracht, wann fie wolte ernftlich ding mit mir ausrichten, als pald was argkwon. Die ding befchehen alle bofliftiglich fie fatzt fich an mich, fie er "^^
[I]N*** dife Seen wirt ain peürifcher Jüngling gezogen, der veft fein vermaint vor der bülerin liftigkait. darumb was mit im geret würt nimt er auff in auffatz in zelaichen befchehen fein, man verftat auch wol auß den Worten -das er vor bei Thaidi gewefen ift. und das fie mit im geret hat. Mer wie er der bülfchafft angenietet und forgfeltig ift § Allfo hftiglich. Von ir gewaichet werden. Merck wie ftet er fein wolt fo enpfand er doch etwas fürbas in im von ir entzünt werden, auß irem ertzaigen dar von fein gemüt erwaicht wurd. als das hert wachs von dem feüer. und auff fie bewegt. § Sie het gotz dienft. Wann als offt die leüt vor zeiten etwas ernft|lichs wolten anfahen, fo brachten fie got vor ain opffer. als nun die criften vor anderm gefchefft gern meß horent und opffern. § Boßliftigklich. Es war gnüg gefagt liftiglich. wann liftiglich bedeüt allweg boß. doch fetzt er boß dar zu mit verftentnuß und anzaigen das alle liftigkait boß fei. Doch wollen etlich das liftikait der guten und der bofen feie, und zu underfehaid fetzt er boß § Sie fatzt fich an mich. Das ift zu mir. das tet fie darumb das fie ire red enpfengklich machte, aber er nani es anders auff. § Sie ergab fich mir. Er will als das ertzelen das fich zu den wercken ziehen mag. und zu der mainung feines unrech- ten auffnemens irer wort, wann fie begeret nit feins leibs.
* [0] lücke durch zwei zeilen
** sie
*** [I] fehlt ohne lücke
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gab fich mir. fucht mengerlai red. und do ich kalt was, 86 kam fie zeletft da hin uß wie lang mir vater und muter tod weren. ich fagt es ift ietz lang, und ob ich guter hab in Sonio, und wie ferr vom mor. ich main es gefall ir, fi hat es fin von mir zereiffen. Zeletft, an welchem tag mein klaine fwefter vergangen were? und wer mit ir? und was fie het da fie verging? und wer fi kennen mocht? warumb fi das fragte wan das fi villycht vermaint die felbe mein klaine ver- gangne fchwefter fein wollen als dann ir türftigkait ift. doch lebts, fo ift fie fechtzehen
§ Sucht mangerlay. Red füchen gat uf fag und antwurt. darumb fücht fie glimpflich mit im zereden im zegefallen und auch antwurt im zegeben. als auch noch vil der vertzwuntznen mediin find die uff yede red ain oben drauff künden. § Wie lang mir vater. Das fragt fie von deß tochterlins alters wegen, wiewol Cremes das anders uff- nam. darumb gab er ir* ain gnügfam antwurt. er fprach nit mei: wann. Es ift lang, da mit wift fie nit wie lang. § Und wie ferr. Sie fraget darumb das fie gebort het fi were von den mor raubern geftolen worden, das fie doch wiffen mocht ob es der warhait gleich fehe. aber Cremes mainet fie fragte von luftberkait | und fchoni und nutz deß felben güts in Sonio. Und wie fi das von im bringen mocht. § Von mir zereiffen. Merck das wort zereiffen und nit zebringen. "Wann von ainem etwas zereiffen bedeüt mer macht deß hebenden und widerftenden. dann reiffen als fo man ainn** boum aaß der erden reift mer wann fo er leit von dannen zebringen. § Warumb fie das fragte. Die red ift brechhafft Aber fie fol allfo gelefen werden das man auß der geberd und geftalt deß lefenden mercken müge was ge- brechend feie.
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® jar alt, nit elter. So ift thais elter wann ich. Nun hat fie aber ernftlich bitten lallen das ich kom. nun lag lie was lie woU oder laß mich unbekümert, wann by hercle ich kom nit zum dritten mal. Horlt horlt. Pith. Hen, wer ilt da? Cre. Ich bin Cremes. Pith. 0 du mein fründ holds. Cre. Man will mir zu letzen. Pith. Dich hat Thais über faft gebetten das du morgen widerkommeft. Cre. Ich gee ins go. Pith. Ach lieber tus. Cre. Ich mag nit lag ich. Pith. Oder vert- züch hie bj uns, untz das fie komme. Cre. Nichtz minder. Pith. warum b
§ So ift Thais. Darauß merkt man das Cremes ain junger torochter gefell was und Thais und die jungkfrawe wurden mit einander erzogen. Doch was Cremes zwifchen den zwaien alters halb doch ungenietet. § Hen wer ift da. Sie flüg die tür zu in feinem rüffen do klopft er dar umb fpricht fie wer ift da? § Ich bin Cremes. Er was ain püri- fcher knecht. wie wol er von den edeln burger zu Athenis was darum b antwurt er pürifch. Ich bin Cremes. Als er auch bald raer würt ertzaigen fo er fpricht. Ich gee ins go Und fie fo lieplichi mit im rett. Du mein fründ holds. Da muß mans erfüllen menfch oder lieb das doch wol zeverfton were von denen die gemüetter weren gewefen wann der grob knejcht. Aber da fie im freüntlich und fmaichent zu redt, darumb das er willig were zebeleiben als Thais befolhen het. do wand er fie wolt in bulen. und fprach in im felber. § Man wil mir züfetzen. und Ich gee ins go. da mit er zaigen wolt nit zekomen. und das was pürifcher. wann das er fprach. ich wils nit tun. darumb fpricht er als bald. § Ich mag nit fag ich, wann fo er im dorff ift fo mag er nit bei Thaidi fein. § Nichtz minder. Erfüll, tu ich. Als ob er fprach. was mir zetün komen mag das will ich tun wann her wider kommen.
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mein creraes? Cre. Ach gee laß darvon. Pith. wilt aber ye nit, fo bitt ich dich daß da* hin gangeft da fie ift. Cre. Ich gee. Pith. Gee hin Dorias bald für den zum ritter.
§ Ach gee laß darvon. Das redt er zorniglich wann als er nit bleiben wolt bat fie in fmaichend mit an greiffen do ertzaigte er fein paurn ädern und ftieß fie von im und fprach zu ir, § Ach gee. Doch laut es im latin. Maiam in rem hinc abis. das wejre gee in ain boß ding, als wir fprechen. gee an galgen. doch ftat es nit fo lauter, darumb fetz ich. Ach gee laß darvon. Mit den worten allen will er nun fein widerfpenigkait ertzaigen und forg das er nit von ir behafft werde. Und vor auß do fie mit angreiffen fo freüntlich fprach. Warumb mein Cremes. § So bitt ich dich. Merck wie grob der Jüngling was fo bleibt doch die dirn fenfftmütig gegen im. wann folicher frawen megt follen nit ungütig fein, funder lieplich freüntlich fmaichend fich ertzaigen. das geit gewin. darumb fpricht fie aber fenfft. § Da fie ift. Gleich als ob fie fo nach feie das fie die ftat finger zaige. umb das in der ferre nit verdrieffe. Und merck wie ftill der krieg zwifchen dem ritter und Thaidi einher f leicht, wann der ritter wirt wenen fie hab im ain mitnager zehauß gebetten darumb er Pamphiliam berüf- fen wolt als Dorias fagt in der fcen. als mir got helff etc. Der text laut. Amabo ut illuc tranfeas ubi illa eft. Das were. Lieber fo gang dahin da ift fie. wann amabo ift ain liebender underflag und ift als vil als ach lieber, und mag auch wol beftan. aber das ander ift verftentlicher.
Sic
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Der vierd tail deß dritten underfcbaids. Sucht Antipho Cheream * und ficht in gan auß Thais hauß in hennßlins weiß.
Bild:
Straße. Cherea links aus dem haus gehend, schellentracht. Rechts antipho.
Chei
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An. 38i
[GjEftern* find wir etlich Jüngling ains worden, uff hüt mit einander zeeffen in Pirreo. und hond cheream dar zu fchaff- ner gemacht, wir band pfant gegeben, die zeit ift gefetzt, und ift nun hin, und ift nichtz gericht an dem end da es fein foll. der menfch ift nindert da. und waiß nit was ich fag. oder was ich gedencken foll. die andern hand mir nun das gefchefft befolhen, das ich den fuch Ich will gan befehen ob er dahaimen feie. Aber wer gat da her uß von thaide ? ift ers oder nit? er ifts. was menfchen ift das? was klaider find die? was übels das fei kan ich nit verwundern noch gefchetzen. Doch fei was es woll wolt ich gern vor von verrn erkunden.
[I]N ** difer Seen wirt ain perfon für geworffen. deren Cherea fagen wirt wie es im fei ergangen mit, der jungkfrawen. wann es ift haim- lich befchehen. darumb foll es dem volck kunt werden fo muß das von feinem fagen befchehen. als er auch begert in der nachgenden Seen. Und ret Antipho mit im felber. § Aber wer gat da her uß von Thaide. Die felzam geftalt der geberd und klaider bewegt Antipho- nem zu Thaidis hauß zegan und wolte doch in Cheree hauß. Und merck was Cherea alfo unkantlich von der geberde und klaider wegen das in fein befter gefell nit erkennet fo was nit unbillich das er in Thaidis huß nit erkennt ward, wann Antipho zweifelt lang ob er Cherea wer oder nit Und do er in erkannte dannocht fprach er in im felb. Was menfchen ift das. als ob er fprach. es ift fremd das der jüng|ling da her uß gat in den feltzemen klaidern. und alfo forg- lich umb lügt, darumb fpricht er. Was Übels das fei etc. das er fich furcht § Erkunden. Ift etwas haimligkait und mer verborgne ding füchen zewiffen Und lautet etwas weiter wann erfaren oder fragen.
* [G] lücke durch zwei zeilen ** [1] fehlt ohne lücke
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Der fünflFt tau des dritten underfchaids. Reden die zwen mit ein- ander. Und fürt Antipho den Cherea mit im haim das klaid zever- endern.
Bild: Straße, antipho und Cherea (schell entraclat) nach rechts.
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Che. [I]St* jemand hie? Es ift niemand. Gat mir jemand nach? Es ift niendert kain menfch. Soll die freüd nit auß mir brechen? Oh Juppiter. jetz ift fterbens zeit, fo ichs er- leiden mag. Das mir das leben mit ainch-
[D]Ife** Seen muß man mit Worten und geberden recht lefen. nach dem als dann aim frolichen Jüngling wol getzimmet. dem in woUuft ge- lungen ift. So aber kain freüd oder wolluft gantz ift fie fei dann ge- main der freund darumb fo wirt fein liebfter freund und gefell auch darein getzogen das er fich mit im freüwe. Und auch fo die ding haimlich find das man wiffen müge | was befchehen fei fo muß es allfo geoffenbart werden durch zukommend perfon und fpricht. § Ift jemand hie? Wann do er hin auß gieng. beforgt er das er it von den leüten vor dem hanß gefehen wurd. und fprach. § Gat mir je- mand nach? Maint das volck in dem hauß das fie in it fehen auß her fliehen do er die Jungkfrawen gefchwecht hette. Und do er nie- mand vor dem hauß fahe vor dem er fich beforgte. und im niemand nach lieffe. do wünfchet er ains guten gefeilen dem er fein freüd ertzalte. und was fo begirig dar auff das er fprach. § Soll die freüd nit auß mir brechen. Und fpricht brechen von übriger begird zefagen. § Das mir das leben mit aincherlai. Merck wie er das leben difer zeit rupffet. wie das auff das glückrad gebunden feie das kain freüd fo groß ift fie werd leicht vermalget von dem leben. Alle ding find zergencklich auff' fchne gebunden, darumb wünfchet er in freüden zefterben.
* [I] lücke durch zwei zeilen ** [D] lücke durch drei zeilen
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erlai krankhaifc dife frod nit vermalge. Ich fich aber wol das mir niemand hofflicher kombt der mir nach gange, Und mich mit vil fragens betrüebe, mich tobe, was wefenns
§ Ich fich aber wol das mir niemand hoflicher kombt. Das dienet wol zu der nachgenden red. fo er mit Antiphone reden wirt. den er gern hett und hoflich was. das ift das er auch jung was und ain bülhertz. noch in der falken meüß. Mit dem er von follichen dingen getorft reden, wann | vor alten weifen und vernünfftigen hette er fein übel nit gemeldet, als Parmeno * oben fprach. 0 ftraffbars übel die bonen werden in mir zerknüfcht etc. § und mich mit vil fragen be- tubte. Er begert vil gefragt werden, wann er ift vol freüden. Aber die traurigen wollen nit gefragt fein. Und wann fie einwenig zevil gefragt werden mer wann fie wollen, fo ift ir gemaine red. Ach du machft mich tobig mit deinem fragen. Oder fie fagen allfo. Wilt mich zetod fragen fo laß mich vor beichten, oder deß gleichen, dannen hat Cherea feine wort getzogen. wann er gern vil gefagt hette darumb begert er vil gefragt werden. § Mich tobe. Maint mit fragen. § Was wefens das feie. Das ich allfo notlich gebare mit hinderfich fehen ob mir nieman nach gange auß der Thais häufe mit umbfehen wa ain guter gefeil were dem ichs fagen mocht und andre als der text fagt.
* Panmeno
T erenz.
98
I
das feie, oder was ich frolich fei. wo hin ich gang, wannen 4( ich wüfche. wa ich diß klaid über komen habe, was ich mit maine. ob ich finnig feie oder un finnen *. An. Ich will hin zu gan, und die gnad als er begert von im entpfahen. Cherea was ifts das du allfo gebarft ? oder was bedüten dife klaiderV was ifts darumb du frolich bift? was machft dir felber ? bift it finnig? wie fiehft mich an? warumb fwygft?
§ Oder was ich frolich feie. Das ift warumb ich frolich feie § Wannen ich wüfche Als ain haß auß ainer hegken. allfo wüfcht er oder fprang auß der bülerin hauß. Darumb fo fpricht er nit wannen ich gienge oder kerne, funder wüfchte oder entrinne, als aus ainer unerbern ftat. § Ich will hin zu gan. und die gnad etc. Maint mit fragen fo er deß begert. Magft wol mercken das er nach zu im komen ift das zeerfaren. als er in der vorigen Seen gefagt hat. Sei was es woll. wolt ich gern vor von ferren erkunden. Und mainet freünt- fchaift fo er fpricht gnad. | § Cherea was ifts das du allfo ge- barft etc. Merck wie hoflich Antipho wider meldet die wort Cheree das er verftan mag das er alle feine wort gehört hab. und lenger bei im gewefen fei wann er wenet. § Wie fiehft mich an? warumb fchweigft. Aus den zwaien fragen magftu wol mercken wie er gebart hat die weil er mit im redt das er fich bedachte zeantwurten und in gern fahe.
vn Irinnen
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Che. 0 hochtzeitlicher tag deß menfchen. Fründ gegrüffc feieft. under allen menfchen ift kainer den ich yetz für dich begere zefehen. An. Sag mir was das fei ich bit dich. Che. Ja ich fleche dich ye durch hercle das du es horeft. Kenftu die die mein bruder lieb hat? Anti. Ich kennß trün, als ich main Thaidem. Che. Die felben. An. Ich gedachts wol. Che. Hut ift ir ain Jungkfraw zegab gefchenckt worden was bedarfF ich ire fchon fagen oder loben antipho fo du mich erkundet haft, wie ich ain maifter fei ge-
§ 0 hoclizitliclier * tag deß menfchen. Er lobt den tag und macht in hochtzeitlich *. fo im alle ding fo gar an den ** tag nach feinem willen befchehen der jungkfrawen halb und deß den er zekomen für alle menfchen begert. Zegleicher weiß als der tage*** Unglücks von den leüten verflucht würt. als das all tag gehört würt. § Fründ gegrüft feieft Cherea begert fein, und wolt im etwas groffers fagen darumb grüft er in billich. Aber Antipho was fo begirig die fremden ding zehoren. das er in nit grüft. Er fprach nun fag mir was das fei ich bitt dich. § Ja ich fleche dich etc Dient wol zu feiner begird zefagen als er erft gewünfchet hat. Und merck wie Antipho in bitt zefagen und er flehent in zehoren. Das groffer ift. § Wie ich ain maifter |feie. Als ob er fprach. Du waift von mir das fie fchon muß fein, die ich lobe. Als er auch oben gemelt hat gen dem Parmenon f. do er ain fchon frawen pild befchreibet. Doch find mengerlai finn in vil heübten ff. ainem gefeilt das aim andern ain anders. Sichftu Rütfchen eilen gern, fie dunckt dich der helle morgen ftern.
* sie ** sie *** sie t sie tt hübten
7*
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ftalten zeerkennen. in der bin ich bewegt. An. Hen du? 41 Che. Ich waiß fechftus, du fprechft fie were die vorderft. was bedarfs vil wort, ich hat an gefangen fie hold zehabenn, und von gefchicht, gab fich das glück, das ain Enuchus da haim was den mein bruder Thaidi kauft het, und was doch ir noch nit haim * gefürt, da entwarff
§ In der bin icli bewegt wann ich hon fie fchon erkent als du mich deß waift ain maifter fein. § Hen du? Als ob er fprach. Dir was doch nie kaine eben, du haft doch den angel geflickt darumb will Cherea fie fchon beweifen auß feiner urtail und fpricht. § Ich waiß fechftus. Das er im defter minder verweifen müge das er auch in den ftrick gefallen feie, und er doch maiuet in mocht kaine bef Iahen, doch mag man wolff und beeren zemen | § Was bedorffs ** vil wort. Als ob er fprach. A ja ich bin von ir gefangen an der liebi ftrick. Aber los auff wie es mer gieng biß ich dar zu komen bin als du mich fichft. Und merck wie er rechte Ordnung helt. von erft fo fagt er ir fchoni. das ift auß der geficht, und darnach ward er in ir bewegt. darnach da het er fie lieb durch das im hin für nichts zefchwer was. Wann in der liebi ift kain maß. Als am anfang Parmeno zu feinem herren fagt. Weliche ding etc. § Do entwarf mir der knecht. Par- meno riet im nit das er es tun folt. Er entworf *** oder meldet im die mainung ain wenig und er ergreiffts oder zuckts von ftund an auff. wann fie gefiel im und dient zu feinem ding, wie wol fie unrecht was. aber er was gefangen von der liebe und was kain Ordnung mer feines wefens. Er fragt nit ob fie im mit glimpff oder unglimptf wurde nun das er fie hette. als er oben fagt zum Parmeno. Schaff das ichs haben müg. Und merck wie Therentius fpricht. do entworff *** mir der knecht Parmeno. Er wil die groffe laicherei dem knecht geben, wann aim freien Jüngling erber leüt follich lift zeerdencken nit zeme. aber das bald auff zucken macht fein liebi.
* hai
** Sic
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mir der kriecht Parmeno etwas das ich bald ergriff. An. was ift das? Che. Sweig ftill, fo horfts defter ee. das ich feine klaider wechfell, und mich haiffe für in da hin füren. An. Für ain verfnitten? Che. Alfo ifts. An. was nutz mocht dir darvon* nff erfton? Che. Fragft? ich fechs, ich horts, ich wer bei deren ich zefein begerte. Dunckts dich klaine urfach oder wegnuß. ich ward dem weib gefchenckt als pald fie mich enpfieng was fie frolich, und fürt mich hin in ir huß. enpfalch die jungkfrawen. An. wem? dir? Che. Mir. An. Gnug ficher. Che. Sie verbot das kain man
§ Sweig ftill. Als ob im die fragen urfach feien das nit fo bald ze- fagen als er gern wolt. dar umb ffcraffet er in nmb unordenlich frage damit er den fagenden hindert. § Und mich haiffe Er fagt fein übeltün feinem haimlichen fründ es zeme fuß kaim freien Jüngling zegünden ** von feinen mißtaten, doch brint er noch, und ift der flam vorn äugen das er zimlichs nit erkennen mag. als Phedria oben fprach. Ich vergang lebend fehent etc. § Was nutz. Er maint in etw^as ze- ftrafen das er die torhait beftmit und er doch kain nutz darauß ver- ftünd. darumb fpricht Cherea. Ich fächs etc. § Dunckts dich. Und mainet ye er foll im die fach glimpfiFen und nit Widerreden. § Was fie frolich. Darumb was es on argkwon das er nit verfniten were. vorab fo fie im die jungkfrawjen befilcht. § Fürt mich hin. Merck er fpricht in ir hüß. als ob er fprach, es was gar ain ebne ftat zu den fachen, als ob folichs in ainer bülerin hauß minder unglimpffs uff im trüge und bas befchehen mocht. § Wem? dir?*** Er fragt nit. er wundert dar ab. § Gnüg ficher. Als ob er fprach. Du hütft wol gnug als der wolff der fchaff Oder gnüg ficher wann du lieft kain andern hin zu. als auch Thais geboten het. Etlich mainen er fprach gnüg ficher als ob er in erfrowen wolt ob er etwas geton het. oder ob er in vertzaghait fie nit getorfte hernemen fo doch weil und ftat waren.
* darnou
** sie
*** i verkehrt
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zu hin gieng. und gebut das ich nit von ir kum, das ich in dem innerften gemach ainiger bei ir ainigen feie. Ich gehieß es, die erden gar züchtigklich anfehent An. 0 armer. Che. Ich gee liin zum nachtmal. (fprach fie) und fürt die megdt mit ir. iren wenig junge dirnlin, die waren beiiben. die rich- ten behend zu das fie badten. ich manet zefürdern. die weil man zurüftet, faß die junckfrau in der haimlichften kamer über fich ain gemalte tafel an fehent da difß gemeld was
§ Und gebüt. Merck das kain argkwon was das er unVerfniten were. das ret er fo frolicli und mit folcher gebart als ob er zaigen wolle das im alle fachen gantz nach feinem willen volgienge*. und wie torlich in bedüchte und doch nach feinem willen das Thais ander man ver- bot und im fie befalh § 0 armer. Das du ainer bülerin zegab für ain hemling gegeben bift. er redt fchimpflich. als ob er fprach. du wert glükhafft es gieng doch gantz nach deinem willen. § Ich gee hin. Merck wie fich alle ding fchiken nach Cheree willen § Und fürt. Als Thais oben gefprochen hat zu den megdten. volgen ir mir nach und fchikt fich | als wol. § Die richten. Die dirnlin richten das bad zu do die frau auß dem hauß kam. wann fo die katz auß kombt fo raien die meüß. § Das fie badten. Merck wie der Poet alle ding ordnet, wann es würt auß dem lafterlichen fwechen ain rechte hocht- zeit und fo gemain ift all gemehelt jungkfrawen zebaden vor dem zu legen umb die begird deß manns gen ir zemeren. § Junge dirnlin. Die noch in leerja-ren waren und der eptiffin noch nit gehorfam getün heten. § Ich manet. Das fie von der jungkfrawen kernen und er allain bei ir belib § Uberfich. Merck wie fich alle ding zu ge- dürftigkait deß Jünglings fchicken die jungkfrawen an zewenden. ainigen bei ir zefein wann Cherea was nit darumb komen das er fie begerte zefwechen. funder das er bei ir wonen mocht. anfehen. mit ir effen. etwan nahent bei ir flafFen. als oben ftat. Aber von der guten fchickligkait aller ding ward er geraitzt und gehertzigt fie an zewenden
SIC
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wie Juppiter etwan (als man fagt) ain güldin flegregen Dane * in die fchoß gefendt habe. Ich fieng auch felber an das ze- fehen Und da er folichs fchimpffs felber gefpilt hette. ward mein gemüt ye mer und mer befrott, das fich got zemenfch verkort hett
§ Wie Juppiter. Merk wie der poet ain zimlich gemelt der bülerin hauß gibt das alle vertzagt Jüngling gehertzer machet von frawen ze- begeren und wolluft mit inen zehaben. als auch Cherea darvon ward gehertziget. § Als man sagt. Das setzt der poet das er zeverfton gebe das folliche fagen nit war funder gedieht feien, doch vil darjauß zelernen. Wann Dane * nach der warhait ward mit gold von ainem künig überwunden wie hübfch wie ftet fie fein wolt. und von dem vater behüt was. wann fie was Acrifii tochter der ain künig in Krie- chen was. und fie von irr groffen fchoni wegen fo lieb hette das er fie uff ainn hohen turn verfloffe das kain man zu ir komen folt. Aber die liebi durch ir gewiß kuppler das ift miet und gab öffnet den turn das der fie lieb het zu ir kam und fwengert fie. Da der vater das vernam er floß fie in ain truhen und ließ fie uff das mor dar uff fie gebar Perfeum, und flos allfo mit dem kind untz in Italia do nun Rom leit. do funden fie die fifcher und ward von in dem künig ge- antwurt. der fie umb ir fchoni zeweib nam. Von dem ftamen ward faturnus geborn der die groffen ftreit wider Eneam fürt als er von Troia flüchtiger kam das felbig laud zebefitzen. Als Virgilius im fi- benden buch von Enea berürt an dem . XXXVII verß. Nachus acri- fius. Die war hiftorien ift verkort in das gedieht wie got Juppiter fich verkorte in ain güldin regen der durch die rauchlocher ein fiel, den fie auch allfo begirlich in ir fchoß enpfieng. Und er fich do in ainß Jünglings weiß fehen ließ. Das berürt der Poet im text. Und würt in den worten der frawen geitikait geftupfft. und das gemain fprichwort. Es ift ain ftaini herta das miet und gab nit erwaichet. § Ich fieng. Wann gewonlich fo ain menfch ufmercken hat zu aim andern, was dann das felb anficht dar uff" wirt es auch fehen. § Und do er. Merck wie er das ain fchimpff halft und nit ain mißtün oder übel, wann er maint es auch zetün. darumb will er es nit für ain Übeltat halten, funder im felber etwas glimpff" fchopffen. als er oben mit Par. ret. 0 ftraffbarß etc
SIC
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und durch fremde ziegel haimlicli durch ain rauchloch komen. 43 v und ain frawen trieger worden. Und welchen got? der die . oberften tenipel daß himels mit fchall erfchellet. Solt ich menfchlin das nit tun? do tet ichs, und auch luftlich, die weil ich die ding mit mir betrachtet, ward fie dar zwifchen beruft zebaden. fie gat, wufch fich kam wider, nach dem legten fie die anß beth. ich ftund wartend ob fie mir ichts gebüten. aine kam. horfts (fprach fie) dore. nimb den wedel unnd mach
§ Durch fremde ziegel Das ift zu dem tach ein. § Durch ain rauch- loch Das alles würt nit gefetzt alf got unmüglich funder als ain ding daf jovi untzimlich und zefchnod was. dem von menfchen leicht mag nachgevolget werden. § Solt ich menfchlin. Merck er kennt das es weder got noch den menfchen zimlich was dannocht wolt er es thün. do es got getbon hette Merck was bofer ebenpild der obern den un- dern urfach geben zefünden § Und werlichen * got. Merck ye groffer der fünder ift ye mer urfach er den andern gibt. Irrt der hirrt die fchof vergant Und merck wie er jovem erhebt und fpricht welcher got der die obriften | tempel deß himels mit fchall etc. und nidert fich f eiber und halft fich ain menfchlin. wann ye groffer und wirdi- ger ain perfon ift ye minder er miß tun foll. Und herwider ye fchnoder ye ringer wirt fein fünd geachtet. § Auch luftlich, ünvertzagt on hinderfich fehen § Ward fie dar zwifchen. Es ward zeletft ain hoch - zeit darauß darumb gehört ir vor zebaden. Und merck wie er fpricht. Die weil ich die ding etc. Darauß du wol mercken macht das er nit im finn het fie zefwechen do er fich von erft füren ließ, funder das im die üppigkait deß gemeltes dar zu urfach gab und das er in ainer bülerin hauß was nach dem gemainn wort. Die ftat macht ain dieb § Nach dem legten fie die. Merck wie alle ding ordenlich ** befchehen als auff ainer erbern hochtzeit.
' sie
** oder ordenlich
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114 ro deren ain lüfFtlin die weil wir baden, wann wir gebaden, wiltu dann fo bade auch. Ich nam in trauriger. An. Da wolt ich dein fchemlich maul über gern gefehen hon wie du dich geftelt heteft den wedel zeheben, ainn folichen efel. Che. Sie het das kaum vollret, fie wüfchten all hin uß, giengen zebaden, fie rumpelten, als gewonlich befchicht wa die herren auß feind. In den dingen bezwang die junckfraw der fchlaff. und ich fchilcht haymlich durch den wedei , und fich damit umb und umb, ob alle ding wol verfehen feien
§ Deren. Sie maiaet die Jungkfrawen und deutet auff fie mit der ge- berd. § Nimm den wedel. merk wie oben fie im Tagt welker* wedel gut wer lufft zemachen. wann es find funder wedel dar zu gemacht, und haift wedel von weyen. Er was ain nüwer diener in dem hauß darumb bedorfft er underweifung. § Ich nam in trauriger. Er gebart trauriglich er was aber frolich. doch gebart er dem glych als ob er lieber badenn wolt. Auch beforgt er den argkwon das er nit ain hemling were. darumb zaigt er fich traurig, wann durch frolich ge- hend were der argkwon gewachffen. § Da wolt ich dein fchemlich maul etc. Es ift nit untzimlich das ain freund dem andern fcher|zlich fchmechtwort gibt mit geberden darzü gehörend. als auch der text zelefen ift. § Wie du dich geftellt heteft. Wie du gebaren kundeft den wedel zehalten, wann es was ain befunder dienen mit dem wedel wol künnen windlin machen, als yetzt fürsten und herren ftatur ** hond die fich vor lang zeit in dem fürfneiden muffen geübt hon ee fie dar zu genomen werden, darumb fo fpricht er. § Ain folichen efel. Der in den dingen ungeübt ift. § In den dingen. Der fchlaff betzwang fie. wann die natur begert der rü. und dar zu was das lüfftlin deß wedeis hilflich. Die ding alle zaigen wol das die Jungkfraw kain argkwon auff Cheream hette und flieff*** on forg.
••' SIC
** sie *** ton
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Ich fach es fein, ich fperr den rigel für die tür. An. was ii\^ dann ? Che. was dann narr ? Anti. Ich kennß. Che. Solt ich ain foliche urfach, mir für getzaigt, foftutze*, fo erwünfchte, fo ungehoifte verlieren, fo wer ich erft recht der, den ich gleichßnet. An. Ja bei hercle als du fagft. was ift aber die wyl deß mals halb befchehen? Che. Es ift gericht. An. Du bift eitel nütz, wa? in deinem hauß? Che. Ja bei dem freigel äffen difcum. An. Es ift vaft verr da hin. Che. So gee wir
§ Teil fperrt den rigel für die tür. Das man ir nit ze hilft' mocht komen § Was dann narr. Fragft To torlich, was thüt ain liebha- bender Jüngling ainiger bei der ainigen. die er lieb hat in haimlicher kammer befchloffen. § Ich bekenns. Das ich torlich gefragt hon § Solt ich ain follich urfach mir allfo für etc. Merck was er fage. Er fpricht für getzaigt oder für gehebt, nit das follichs von erft fein mainung were funder im für gebotten. § So ftutz *. Nit langfam. § So erwünfchte Nit allain erweite funder erwünfcht das mer ift. § So ungehoS't. Nit allain vor betrachte funder ungehofft. dar zu er kain gedencken het. wann er begeret allain fie zefehen. | bei ir wonen etc. als oben gefagt ift. und im widerfür groffers wann er gedencken torft. § So wer ich erft der. Als ob er fprach. Hette ich fie do nit an gegriften do fich fo vil urfachen dar zu begaben fo wer ich wol ain rechter hemling für den ich hin zu gefiirt ward. § Ja bei hercle als du fagft. Gebricht, es ift. das es allfo ftande. Ja es ift bei hercle als du fagft. § Was ift aber die weil deß mals halb befchehen. Merck wie er widerkombt an die fach darumb Antipho von feinen gefellen ward auß gefchickt. § Du bift eitel nütz. Er lobt in fo er ains und das ander auß kan richten. § Ja bei dem freigelaffen difcum. Ain knecht ward freigelaffen hieß Difcus.
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t5rö defter beider. An. Ender die klaider. Che. wa verender iclis? Ich bin tod. wann ich hon kain hauß, fo beforg ich yetz mein bruder das er it dinnen fei. Auch raer, ob mein vater it yetz fei wider von dem dorfP komen. An. Gee wir da ze- nechft zu mir, da enderfts. Che. Du fagft recht. Gee wir. und als in mitten will ich rat von dir nemen, wie ich mich deren für bas gebrauchen müge. An. Das befchehe.
§ Ender die klaider. Das dient wol zu dem nachgenden. wann er wirt wider in der Thais hauß komen fo im feine klaider zetragen zimlich feind. § Ich bin tod. Ift ain alt fprichworfc deren die erftockt find und nit wiffen zevolbringen das fi gern wolten. Und bedeuten dife wort nit mer wann ain verftockts gemüt. § So beforg ich yetz. Er fagt urfach warumb er nit in fein huß getar komen. und ift im als ob er kain hauß habe. Und merck wie er yetz den bruder befor- get. wann das füer ift ains tails b gelefcht * aber vor die weil in das inbrünftig | füer der lieb raitzet do beforgt er weder ditz noch das § Auch mer Das ift als ain eintzügige vorred deß vaters der von zim- lichen rechten bei erlichen gemehelfchafft fein foll. § Zu mir. Das ift in mein hauß. § Gee wir. Die wort bedeuten das er eilet.
SIC
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Der vierd underfchaid. Gieug Dorias auß deß Ritters hauß und trüg 45 y' etliche kleinat die ir Thais gegeben hett.
Bild: Straße, dorias in frauentracht mit rosenkranz.
I
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Dori. [AjLlfo* haben mich die gott wol lieb, als ich den fach was ich nifc gar on forcht. das der it ettwas haders oder gewalts thaidi an legt, wann da der Jüngling da hin kam, der junck- frawen bruder, batt fie den ritter, das er in hieß zu in laffen. Der fieng an zürnen, und getorfts doch nit verfagen. Thais lag im darnach an, in zeladen. das thet fie darumb, das fie in enthielte, wann die zeit was nit das zeeügen das fie be- gert von der fwefter. er lud in truriger. er belib da
[I]N ** difem fierden tail oder gefchicht wird ain waiclimütige perfon ein gezogen die fich leicht erfchrecken lat. wann weiber find forchtfam. und mainet Dorias der ritter were gar grüfelich. und was doch vert- zagt und das zeerkennen wirt er von der forchtfamen frauen fraidig und manlich gefchetzt das fein nach gendi zogi lutrer erfchine. und defter ee zefpot wert und unnütz gefeben § Allfo haben. Wir fpre- chen unfer fag zefeftigen als mir got helff. merck uß difen werten wie die magt offenbaret was nach dem nachtmal in deß ritters wirt- fchafft befchehen fei. das man darauß verfton mug wie das end werd. § Das I der it. Das ift fmachlichi zelefen. als von ainem der ieder- mann zehaffen feie, als ob fie fprach. der unfinnig oder der gauch oder gockelman. § Bat fie den ritter. Das ret fie auch fmachlich. als ob fie fprach bat fie ritter fchoblin. § Der fing an. Wann er went es war ainer von feinen mitnagern oder gemainern. § Und getorfts. Als die wenwol all tünd *** die mit Unwillen den weihen wil Ifagen. ich kenn ir vil mit harin failen hart geftrickt. Affen fail feind ainfach poch bindens faft. § Thais lag. Merck wie verfchambt fie was. wie- woi fie in zornig fach umb das fie begert in ein zelaffen dannocht wolt fie das er den Jüngling auch darzü lüde mit in zeeffen. das er ir auch nit verfagen torft. wiewol er in ungern lüde. Merck was das gauch fpil vermüge. § Das tet fie. Das fetzt er das du merckeft das fie irem Phedrie nit untrü ertzaigen wolt mit dem Cremes fie achtet ritter fchoblins nit vil. § Er lud. Das ist ungern
^' [A] lücke durch zwei zeilen ** [I] ohne lücke *** tüud
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fie fieng mit im die red an. Der ritter wont im were ain 46v® mitnager zeaugen gefürt, er wolt ir widerumb laid tun. horftu (fpracli er) knab hol Pamphiliam das f * uns fröd mache, fi erfchri in kainn weg zu wirtfchafft. Der ritter widert fich, darumb kamen fi zekrieg Die weil tet das weib ir gold von ir, und gibt mirs hin zetragen das ift ain zaichen fo erft fi mag das fi fich von dannen hebt, ich waiß es.
§ Er belib do. wie wol er vor hin frech was. dannocht Heß er fich thaidem erwaichen. wann fie kund ftreichen und fmaichen und maint doch nit das fie rechte fach fürte, als fie thet. § Ain mitnager. Es wer groffer wann fie in hinein dem ritter zeaugen gefürt hette. wann wer er ungefarlich felber komen. darumb legt er alle fchuld auff Thaidem. als ob fie im das zelaid geton habe, das ift ain urfach das Cremes in deß ritter hauß nit gefmecht würt. wie wol in der ritter ain mit nager verdencket. § Er | wolt ir. Ir Thaidi nit Cremi. § Hol Pamphiliam. Er volget gnatonis rat den er im oben gegeben** hat. und fpricht nit beruf Pamphiliam wann fie was nit in deß ritters hauß, er hieß fie holen auß der Thaidis hauß. § Das fie uns frod mache, Merck das fmehen als ob es in Thais nit frowe. Merck das raitzen nach Gnatonis lere, als ob er fprach. du haft ain andern. fo will ich die Junckfrauwen. § Si erfchri. Spricht erfchri. und nit fie antwurt ze ertzaigen iren groffen Unwillen darzü. § Zu wirtfchafft. Maint es wäre untzimlich ain wol gezogen junckfrawen zeladen über wirtfchafft der woUufcht*** und unkeüfchait. Und gebricht. In kainn weg ift fie zeberüffen zu folicher wirtfchafft. Sie redt es nit gar auß das fie fich felber und den ritter nit fmehe. wann wie groß bülerin feind fo weren fie dannocht gern erber gefehen. Sie fpreche fuß fie gehört nit zu unfer hürrei. § Widert fich. Er wolt fie haben. § Die weil. Das er ir das nit für die junckfrawen neme und defter gerüfter were von in zekomen. § Das weib. Spricht der Poet und nit Thais das er aller weiber liftikait damit berüre. § Ich waiß es. Wann alle ding fchicken fich zu unainigkait.
***
gegeben sie
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t7r° Der ander tail des fierden underfchaids. Als Phedria auß dem dorff kam fach er Pithiam gar betrübt aus Thais haus gan eilens.
Bild:
Straße. Links vorn phedria nach rechts; rechts hinten, den türklopfer in der band, pithias.
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[D]Ie* weil ich ins dorff gan ward ich mit mir felber under wegen (als dann befchicht wa etwas befwerd in dem gemüt ift) ains aus dem andern gedencken. und alles in den bofernn tail. was darfFs wort? fo ich die ding betrachte, fo fürgee ich das dorff ungeachtet. Ich was yetz ferr gegangen, do ichs mercket. ich gieng wider umbher Übels muts. da ich an die wegfchaid kam ich geftund. ward mit mir gedencken Hun hun. foltu zwen tag hie bleiben allain on die? was ifts dann? Es ift
§ Die weil ich ins dorf gan. Die hochtzeit zevolenden was not das Phedria kerne durch den die ding geleütert werden. Nun folt er ye zwen tag auß beleiben darumb ift not zefagen was in bewegt habe wider zekomen. Und kam doch der Thais halb auch nit uneben, wann fie was in Unwillen von dem ritter gefchaiden. und was das vollbracht darumb fie feines abwefens begert. § Und alles in den bofern tail. Da gebricht auifnemen oder rechnen oder anders deß gleichen fo ich die ding betrachte die ain büler betrachtet der gern bei feinem bülen were. und nit fein mag und ainn andern bei ir waiß. § Ungeachtet. Das ich nit wift daf ich darfür | gegangen was wann mir lag Thais im finn, § Do ichs mercket. Das ich für das dorflp hin auß was. § Da ich an die wegfchaid. Da ich von der gemaine** ftraß eben gen dem Dorff folt gon. § Ich geftund. Merck er geftund und gieng nit zu dem dorff do er es vor im fach, das ift mer wann das er vor unwiffend darfür ging. § Hun hun foltu zwen tag hie belei- ben. Das ift zelefen mit unmutiger geberd. als ob es in überlang beduncke. § Hie. Im dorff allain on fie und on all ander wolluft. § Was ifts dann. So ich fchon wider hin ein gang. § Es ift nichts. Merck wie die büler mengerlai ratflagen. und ob fie wol etwas güts rats finden fo beleiben fie doch nit dar auff. als hie fpricht er
[D] lücke durch zwei zeilen
'- sie
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nichts, was nichts? berür ichs nit, fo fich ichs aber. Eh zimbt ain^ nit, fo wirt das ander zimen. werlich in der letften linien lieb haben ift nit gar nichts. Ich fürgieng das dorf wiffent was ifts aber, das Pithias betrübte fo fchnell auff her gat.
§ Es ift niclits. und ift gut und war. aber er beleibt nit auff dem rat. er fpricht als bald darnach. § Was nichts. Und maint doch es fei etwas wann er fie müg fehen. § Eh zimbt ains nit. merck wie er eh fo fpotlich hin zu fetzt, gleich als ob er mit aim andern rede und nit mit im felber. Und merck wie er zimbt und zimmen | fetzt, gleich als ob er von gar groffen dingen rede darinne man groffe zim- ligkait füchen muffe. Er redt als ain ynbrünftiger von Venus hitz. § Werlich in der letften linien. Es find fünff linien der liebi. fehen. reden, lieplich ftraichen. kuffen*. thünd die frawen laichen, als auch oben gefagt ift. § Ich fürgieng das dorff unwiffend. wann die liebi zwang mich, als mir Parmeno oben gefagt het. § Das Pithias be- trübte. Das ift ain eingang der nechften Seen, darbei man mercket mit was geberd fie reden würt. wann fie ift traurig und betrübt umb das die Junckfrauwe gefchwecht ift.
SIC
T e r enz.
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Der drit tail deß vierden underfchaids. Pithias fücht den verfchnitnen 48 fo begegnet ir Phedria dem fagt fie wie der verfchniten die faiten- fpilerin gefchwecht hab die Trafo gefchenckt het in beiwefen Dorias.
Bild:
Straße, phedria nach rechts, ihm entgegen pithias, hinter ihr
dorias.
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i9 ro Pith.
[I]Ch* arme wa find ich den Schalckhafften unnd ungetrüwen oder wa fuch ich in? Das er aber folich Übeltat getorft tun? Ich bin hin. Phe. Ich forg was das feie. Pith. und darzu das übel da er die Junckfrauwen
[I]N ** difer fcen ift hübfch zelioren wie Pithias der Thais diern mit Phedria wortelt. CFnd im doch die ding unwiffent waren, ünnd wirt dife diern ein gezogen als aine die den fliehenden und untrüwen wider fuchen will § Den fchalckhafftigen und ungetrüwen. Vol boßhait und Übels der Thaidem gefchelkt hat und die junckfrauen mit falfcher liebi veruntrüwet. § Das er aber follich. Sie hat ain verwundern das er follich übel fo getorftlich volbraht*** | hett. § Ich bin hin. Das ift ain wort der vertzweifelten vor unmüt. ich bin hin oder tod ich mag nichtz mer. § Ich beforg was das fei. Ditz gedenckt er. und finn f wort bedürffen nifc fo gantz gefetzt werden als gefprochne. darumb ift die red etwas gebrechhafft. ich forg was das fei. und ftat für dife red. ich waiß nit was das fei. und forg doch etwas groß. § Und darzü das übel. Sie fürt die klag der gefchicbt. und nennt in das übel als ob Cherea felber die Übeltat feie, das ift mer wann fprach fie der übelteter. als fo wir fprechen. du bift ain unglück. fo wir ainn*j"f unglückhafft haiffen wollen. § Da er die jnnckfrawen fchwecht. Merck wie hert fie die klag fürt, als ob er alle ding nun ir zefchmach getün het und von kainer freüntfchafft oder liebe betzwungen were. darumb fagt fie von dem gewalt ir befchehen mit zerreiffung irer klai- der. darbei man auch ir widerftreben mercken mag. das er fie nit leicht mocht überkomen. wie wol im alle fchicklikait mit was deß hauß gefinds abwefen zeit und ftat. auch fie der flaff betzwungen het das fie fich auch nach irem vermügeh gewort habe, mag man bei dem zerftrobelten har mercken.
* [I] lücke durch zwei zeilen
** [I] ohne lücke
*** sie
t finnwort
tt ain
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fchmecht, hat er ir als ir klaid zerriffen, und das har zer- 49 vo raiiffet. Phe. Hern. Fith. Das er mir nun wurd, wie leicht wollt ich dem gifftigen mit den negeln in die äugen wüfchen. Phe. Ich waiß nit was betrübnuß in unferm ab wefen hie haim erhebt ift. Ich gee zuhin. wie eilft? oder wen fuchft Pithias?
§ Dem gifftigen. Der unraine falfche und unzimliche werk nit nach feinem ertzaigen geton hat. Sünder die Junckfrawen entraint. § Mit den negeln. Das ift der frauwen waffen. Unnd maint was die jungk- fraw von zerte irs leibs und ungeniete nit volbracht het das wolt fie gern tun. Das ift das angeficht mit den negeln zerkratzen, als ge- wonlich die angefochtnen diernen thünd denen die ir wider irn freien willen begerend feind. Und ift difer text zorniglich und grimraigklich zelefen. als ob fie ftande mit gekrümbten fingern, in maß yetz in in zefallen | und mit den negeln im fein antlit zerkratzen. Darumb fpricht fie mit den negeln in die aagen wüfche. als ob es gehlingen gleich als fliegend zu folt gon. Und darumb fetzt der latinifch text in die äugen fliegen. Aber diß ift nach unferm teütfch gemainer. § Wie eilft. Wie zitterft. wie bift betrüebt. was leit dir an?
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50 10 Pith. Hern Phedria. wen ich fuche ? Gee hin deß du wirdig bift. mit deinen fchanntlichen gaben. Phe. was dings ift das? Pith. Fragft mich? Der verfchnitten den du uns ge- geben halt was betrübnuß hatt er uns gemacht. Er hat die Junckfrawen gefchwecht, die der ritter geftern gegeben hat. Phe. was gichft? Pith. Ich bin tod. Phe. Du bift voll weinß. Pith. Ah das die allfo feiend, die mir übel wollen. Dori. Hau. Ich bitt dich mein Pithias,
§ Hern Phedria wen ich füch? Sie hett ain verwundern von feiner frag, als ob er Cheream in auffatz für den verfchnitten hinein ge- sendet habe. Darumb fchilt fie in verborglich und haift in gon an die ftatt die er verfchuldet hette wann es in der mainung von im be- fcbehen were. Als ob fie fprach Gee hin ann galgen. oder deß gleichen.
§ Was gichft. Das ift nit ain frag. Es ift ain verwundern aber irer fage. § Ah das die alfo feind Als ob fie fprach. Wer ich vol weinß das wer mir nit vaft laid. aber ich wolte das all mein feind allfo vol weren. wann ich bin vol kumers und unmüts.
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was Wunders ift das gewefen? Phe. Bift unfinnig? wie mocht ain verfchnitner das tun? Pith. Ich waiß nit wer er gewefen ift. Aber die fach zaigt was er geton hat. Die Jungkfraw waint. und wie offt fie fragffc was es fei, fie ge- tars nit fagen. So ertzaigt fich auch der gut man niendert. Ich arme argkwonen auch, das er auß hin gand ichts entragen habe. Phe. Ich kan nit verwundern, wahin der ungenitet * weitter wann haim gangen müg fein. Villeicht ift er wider- umb zu uns komen.
§ Was Wunders ift das Dorias redt weiplich. wann fie went der ver- fchniten habe die junckfrawen gefwecht das wer wol für ain wunder nach der natur zefchetzen § Ich waiß nit wer etc Da phedria fagt fie were unfinnig, kain verfniter ** mochte das tun. do fiel Pithias von dem das der verfniten das getün hette und lag allain aufF der fach die nach allen zaichen ainer gefwechten junckfrawen zebeweifen gnüg were und fpricht. § Die junckfrau wainet etc. Wann der nam difer werck foll den junckfrawen unkund fein, wann were fie geflagen oder geftoffen fie hette es gefagt. aber das zame ir nit zefagen. § Der